Tag: Oktober 10, 2010

Syrien: F-35 für Israel – Sicherheitsrisiko für den Nahen Osten

Syriens Aussenminister Walid Moallem behauptete gestern, dass die Entscheidung Israels, F-35-Stealthkampfflugzeugen für die israelische Luftwaffe zu kaufen, ein schweres Sicherheitsrisiko für die Region darstelle. Man sagte uns, dass Netanjahu eine Verlängerung des Baustopps für zwei weitere Monate bekanntgeben würde, im Austausch für die Garantie, dass diese Angelegenheit nicht mehr auf den Tisch kommt. Jetzt sagt Netanjahu nichts über eine Baustoppverlängerung sondern über eine Bedrohung der arabischen Staaten der Region“, so Moallem. 20 dieser Tarnkappenbomber sollen von Israel für 3 Milliarden Dollar gekauft werden und im Jahr 2016 an Israel übergeben werden.

Mörder der vier Israelis getötet

Israels Sicherheitskräfte spürten in den Bergen Hebrons eine palästinensische Terrorzelle auf, zu der auch die Mörder gehören, die am 31. August vier Juden – das Ehepaar Aimes, die schwangere Kochava Even-Chaim und Avishai Schindler – aus einem vorbeifahrenden Auto erschossen hatten. Bei der Festnahme kam es zum Schusswechsel, bei dem zwei der Mörder erschossen wurden, nachdem sie sich weigerten sich zu ergeben und das Feuer auf die israelischen Soldaten eröffneten. Weitere sechs Hamas-Terroristen wurden festgenommen. Der palästinensische Ministerpräsident Salam Fayyad verurteilte Israel wegen dieser Militäroperation und meinte, dass der Tod von palästinensischen Bürgern nicht der Weg zum Frieden zwischen den beiden Seiten sei, genau so wie der Bau von und in Siedlungen.

Neuer Botschafter Israels bei der UNO

Meron Reuven ist zum neuen Botschafter Israels bei den Vereinten Nationen ernannt worden, er übernimmt das Amt von der 68-jährigen Gabriela Shalev. Meron Reuven wurde in Südafrika geboren, in England erzogen und wanderte mit seiner Familie 1974 nach Israel ein. Er war vorher Israels Botschafter in Kolumbien. Seinen neuen Posten nannte er gegenüber der Jerusalem Post eine Herausforderung, sehr interessant und andererseits auch der Traumposten eines Karrierediplomats. Es brauche seine Zeit, um Brücken zu bauen. Seiner Meinung nach sei alle Technologie der sozialen Medien schön und gut aber persönliche Beziehungen seien unschlagbar.

Arabische Liga empfiehlt einseitige Ausrufung eines Palästinenser-Staates

Die Mitglieder der Arabischen Liga empfahlen den Palästinensern auf ihrer Tagung in Libyen, bei einem Scheitern der Verhandlungen mit Israel einseitig ihren Palästinenserstaat in den Grenzen von 1967 auszurufen. Israels Regierung bezeichnete die Empfehlung wörtlich als „Fata Morgana“, denn sie bezweifelt, dass die UNO und die USA einen einseitig erklärten Palästinenserstaat anerkennen würde. Die Arabische Liga gab den USA einen Monat Frist, durch Verhandlungen den israelisch-palästinensischen Konflikt zu lösen, anderweitig würden verschiedene Alternativen erwogen.

Schweizerischer Verteidigungsminister: „Mir fehlen die Worte“

Verteidigungsminister der Schweiz, Ueli Maurer, hat am Sonntag bei seiner Israel-Reise die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem besucht. Während gut einer Stunde schritt Maurer schweigend die Säle des Museums ab. Er erhielt dabei Erklärungen in deutscher Sprache. Offensichtlich betroffen betrachtete Maurer die Platten, auf denen Aufnahmen des Genozids an den Juden zwischen 1939 und 1945 zu sehen sind. In der «Halle der Erinnerung» zündete er die Gedenkflamme für die Opfer des Holocaust wieder an und legte einen Blumenkranz nieder. «Mir fehlen die Worte», sagte Maurer, als er aus der Halle trat.
Anschliessend schrieb der Bundesrat in einer kleinen Zeremonie die Worte «Nie wieder!» in das Ehrenbuch des Museums. Maurer war schon mehrfach in Israel gewesen, doch die Yad-Vashem-Gedenkstätte besuchte er zum ersten Mal.