Tag: Oktober 11, 2010

Militärische Ehren für Schweizer Bundesrat Maurer

Verteidigungsminister Ueli Maurer ist am dritten Tag seines Arbeitsbesuchs in Israel mit militärischen Ehren in Tel Aviv begrüsst worden. Danach traf sich der Verteidigungsminister zu einem Gespräch mit seinem israelischen Amtskollegen Ehud Barak.

Bei dem Treffen seien eine Reihe politischer und militärischer Themen zur Sprache gekommen, sagte der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) bei einer Pressekonferenz kurz vor seiner Rückreise in die Schweiz.

Er habe mit Barak über Rüstung, Drohnen, Raketen und die Fliegerei gesprochen. Die Schweizer Armee benutze Waffensysteme, die in Israel hergestellt worden seien, sagte Maurer. «Kontakte auf technischer Ebene sind daher notwendig.»

«modu T»: Schlankes Baukasten-Handy

Das israelische Unternehmen modu hat mit dem «modu T» ein Smartphone angekündigt, das Nutzer mit verschiedenen modularen Funktionsaufsätzen lockt.
Diese machen das Gerät beispielsweise zur Kamera oder zum sportlichen Trainingsbegleiter. Das Telefon selbst präsentiert sich mit einem 2,2-Zoll-Display sehr schlank. Laut Hersteller hält das Modell den Guinness-Weltrekord für das «leichteste Touch-Handy der Welt».
Das Gerät wartet mit gängigen Features wie Internetzugang, eingebautem FM-Radio und GPS auf. Als Betriebssystem kommt Qualcomms Brew zum Einsatz, das auch HTC für sein Massenmarkt-Smartphone «Smart» nutzt. Das modu T soll laut Unternehmen nicht zuletzt durch eine hohe Sprachqualität und einen attraktiven Preis punkten. Allerdings gibt es bislang weder zu den Kosten noch dem Starttermin konkrete Angaben.

Israel und Indien bereiten Freihandelsabkommen vor

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Israel und Indien stehen vor einer signifikanten Aufwertung. So haben sich Israels Finanzminister Yuval Steinitz und sein indischer Amtskollege Pranab Mukherjee am Freitag in Washington darauf geeinigt, mit der Vorarbeit für ein Freihandelsabkommen zwischen beiden Ländern beginnen zu wollen.
Steinitz und Mukherjee vereinbarten, dass die Gespräche über die Unterzeichnung eines Finanzprotokolls zur Förderung des Handels zwischen beiden Staaten im November beginnen solle und eine große israelische Wirtschaftsdelegation unter der Führung von Steinitz Anfang 2011 Indien besuchen werde.

Neuer Botschafter für Kairo ernannt

Der Arabien-Experte Ja´akov Amitai wird im kommenden Jahr neuer israelischer Botschafter in Ägypten. Dies entschied der Ausschuss für die Ernennung von Leitern ausländischer Vertretungen im Aussenministerium am Sonntag.
Amitai hat bereits als Botschafter in Äthiopien gearbeitet. Derzeit ist er stellvertretender Leiter des staatlichen Forschungszentrums.

Gewaltsame Unruhen im Westjordanland

Im Westjordanland ist es am Wochenende zu mehreren gewaltsamen Demonstrationen und Zwischenfällen gekommen. In der Nacht zum Freitag waren bei einer Operation israelischer Sicherheitskräfte in Hebron zwei palästinensische Terroristen getötet worden, die für den Schussangriff von Bnei Naim verantwortlich waren, bei dem vor fünf Monaten fünf israelische Zivilsten ermordet wurden.
Zentrum der gewaltsamen und illegalen Proteste war Hebron, wo die Beerdigungsprozession für die Terroristen stattfanden. Mehrere Krawallmacher bewarfen die israelischen Sicherheitskräfte mit Steinen und Molotowcocktails.

Jericho feiert 10.000 Geburtstag

Wer gestern Jericho besuchte, konnte etwas spezielles sehen: einen kleinen freigelegten Ausschnitt eines 900 Quadratmeter großen Mosaikfußbodens, der einst den Boden eines Badehauses eines islamischen Palastes zierte. Der Palast war im Jahr 747 n. Chr. durch ein Erdbeben zerstört worden. Das Mosaik soll nur für eine Woche sichtbar sein und wird dann wieder abgedeckt werden, bis finanzielle Mittel gefunden werden, um ein schützendes Dach darüber zu errichten. In Jericho feiert man diese Woche den 10.000 Geburtstag der Stadt, die einen ständigen Touristenstrom erlebt.

Peres: Friedensprozess muss weitergehen

Israels Präsident Shimon Peres hat am Sonntag die Aussenminister Frankreichs und Spaniens, Bernard Kouchner und Miguel Moratinos, empfangen. Bei dem Dreiertreffen unterstrich er abermals, dass die Alternative zum Frieden „schlimm und gefährlich“ sein würde.
„Die meisten Menschen wollen Frieden, sind aber gleichzeitig skeptisch“, betonte der Präsident. „Wir müssen den Skeptizismus überwinden und den Friedensprozess weitergehen lassen.“
Die beiden europäischen Gäste äusserten sich zuversichtlich zu den Aussichten eines zukünftigen Friedensabkommens zwischen Israel und den Palästinensern…

Kabinett beschliesst Treueschwur für nichtjüdische Einwanderer

Nichtjuden müssen in Zukunft bei ihrer Einbürgerung in Israel dem Staat die Treue schwören – das sieht eine Gesetzesänderung vor, der am Sonntag das israelische Kabinett zugestimmt hat.

Laut der Änderung müssen Nichtjuden bei ihrer Einbürgerung Israel als „jüdischem und demokratischem“ Staat die Treue schwören und versprechen, die Gesetze zu achten.

Der Abstimmung war eine stundenlange hitzige Debatte vorausgegangen. Premierminister Benjamin Netanjahu hatte darin für die Änderung geworben. „Der Staat Israel ist der Nationalstaat des jüdischen Volkes und ein demokratischer Staat, in dem alle seine Bürger – jüdisch oder nichtjüdisch – die gleichen Rechte haben“, sagte der Premier laut einer Mitteilung seines Büros. Er fügte hinzu: „Es gibt keine andere Demokratie im Nahen Osten. Es gibt keinen anderen jüdischen Staat auf der Welt. Die Kombination dieser zwei hohen Werte bildet die Grundlage unseres nationalen Lebens, wer sich uns anschließen möchte, muss das anerkennen.“
Zu den Kritikern der Änderung gehört der stellvertretende Premier und Geheimdienstminister Dan Meridor (Likud). Er warnte vor einer „Atmosphäre der Zurückweisung“, die durch das Gesetz geschaffen würde. „Dies ist der Staat des jüdischen Volkes. Das haben wir in unserem Grundgesetz festgehalten. Müssen wir das wirklich wiederholen? Das schafft nur nachträgliche Spannungen“, so Meridor.

Lieberman: „Europa soll erst eigene Probleme lösen“

Die Europäische Union sollte zuerst die Probleme in Europa lösen, bevor sie Israel beibringe, wie man den Nahostkonflikt löst. Diese Ansicht vertrat Israels Aussenminister Avigdor Lieberman am Sonntag bei einem Treffen mit seinem spanischen und französischen Amtskollegen, Miguel Moratinos und Bernard Kouchner. „Ich erwarte nicht, dass Sie alle Probleme der Welt lösen, aber ich erwarte, dass Sie die Probleme in Europa lösen, bevor Sie hierher kommen und uns beibringen, wie wir unsere Probleme lösen sollen. Wenn Sie die Probleme im Kaukasus, auf Zypern, die Konflikte in Serbien und im Kosovo gelöst haben – kommen Sie zu uns. Dann bin ich bereit, Ihren Rat anzunehmen“, sagte Lieberman laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“.