Monat: November 2010

Benfica Lissabon verliert hoch in Tel Aviv

In der Gruppe B der Champions League hat Benfica Lissabon eine hohe Niederlage vor den 11668 Zuschauer im Bloomfield Stadium von Tel Aviv einstecken müssen.

Hapoel Tel Aviv schlug die Portugiesen am Ende mit 3:0. Eran Zehavi konnte in der 24. Minute die Hausherren in Führung bringen.

Douglas Da Silva sorgte mit seinem Treffer in der 74. Minute für die Vorentscheidung. Zehavi erzielte in der Nachspielzeit noch das Tor zum Endstand.

Studie: Tempelberg ohne jüdische Wurzeln

Das palästinensische Informationsministerium in Ramallah hat eine „Studie“ veröffentlicht, wonach die Jerusalemer Klagemauer zu Al-Aksa-Moschee gehört. Den Angaben zufolge sei die Klagemauer nicht – wie von den Juden behauptet – ein Teil der Westmauer des einstigen Tempels, den König Salomo errichtete. Vielmehr habe sie keinerlei Bezug zum Judentum. „Die Mauer war niemals ein Teil des so genannten Tempelbergs. Aber die toleranten Muslime haben den Juden erlaubt, davor zu stehen und ihre Zerstörung zu beklagen“, schreibt der Autor der Studie, Al-Mutawakel Taha. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass kein Muslim das Recht habe, auch nur einen Stein dieser Mauer aufzugeben. Die Kritik von israelischer Seite fiel entsprechend heftig aus. Die Studie ignoriere Berge von archäologischen Befunden, die bewiesen, dass der jüdische Tempel an dieser Stelle gestanden habe. Regierungssprecher Mark Regev sagte, wer die jüdische Verbindung zur Klagemauer leugne, leugne die Realität. Es gehe darum, die Verbindung der Juden zu Jerusalem und zu Israel zu bestreiten. Das sei das wahre Ziel der palästinensischen Führung, so der Regierungssprecher.

Syrischer Aussenminister befürchtet Krieg mit riesigen Zerstörungen

Alle Verhandlungen über die Nahost-Regelung mit der derzeitigen israelischen Führung sind „reine Zeitverschwendung“ – behauptet der syrische Aussenminister Walid Muallem und befürchtet einen neuen Krieg.
Israel weiche einer Friedensregelung im Nahen Osten aus und blockiere den Friedensprozess, sagte Muallem in einem Interview für die Zeitung „Anba Moscu“, die RIA Novosti auf Arabisch herausgibt.
Israels Haltung erhöhe die „Wahrscheinlichkeit eines neuen Krieges in der Region“. In diesem Krieg werde es „weder Sieger noch Besiegte“ geben: „Alle werden verlieren, denn die gegenwärtigen Militärtechnologien ermöglichen, selbst der Konfliktpartei mit höherem Militärpotential riesige Zerstörungen zuzufügen“.
Zu den Aussichten auf eine Regelung zwischen Israel und Syrien sagte Muallem, allen Verhandlungen müsse die Rückgabe der Golanhöhen an Syrien zugrunde liegen: „Das ist kein Gegenstand der Verhandlungen, sondern eine Grundlage für weitere Gespräche“.

Europäischer Haftbefehl gegen mutmasslichen SS-Verbrecher

Die Niederlande erhöhen den Druck auf Deutschland, einen in Ingolstadt lebenden mutmasslichen NS-Kriegsverbrecher doch noch auszuliefern. In dem seit Jahrzehnten andauernden Rechtsstreit erließen sie einen europäischen Haftbefehl gegen den inzwischen 88-jährigen Klaas Carel F., wie die Staatsanwaltschaft in Den Haag mitteilte. Ein Erfolg ist nach bayerischen Angaben aber zweifelhaft.
Der gebürtige Niederländer, der im Zweiten Weltkrieg dem SS-Sonderkommando „Silbertanne“ angehörte, war 1947 in den Niederlanden wegen der Ermordung von 22 Juden zum Tode verurteilt worden, die Strafe wurde aber in lebenslange Haft umgewandelt. 1952 brach F. aus dem Gefängnis in den Niederlanden aus und floh nach Deutschland.
Die niederländischen Behörden wollen mit dem Haftbefehl die Auslieferung von F. erreichen. Ein Sprecher des bayerischen Justizministeriums sagte auf Anfrage, sobald der Haftbefehl den deutschen Behörden vorliege, werde er durch den Münchner Generalstaatsanwalt geprüft. Der Sprecher verwies aber darauf, dass in der Vergangenheit die niederländischen Bemühungen zur Auslieferung von F. in Deutschland zurückgewiesen worden waren und sich an der Sachlage seiner Kenntnis nach nichts geändert habe.
Die nach der Flucht von F. wiederholten Auslieferungsbemühungen scheiterten bisher, weil dieser auf Grund eines Erlasses aus dem Jahr 1943 als ehemaliger SS-Mann die deutsche Staatsbürgerschaft hat und Deutschland seine Staatsbürger nicht ausliefert. Der Versuch, F. stattdessen direkt in Deutschland wegen der Taten zu belangen, scheiterte zuletzt 2004. Damals lehnte das Landgericht Ingolstadt die Eröffnung des Verfahrens ab…

Israel und Philippinen unterzeichnen Zollabkommen

Israels stellvertretender Aussenminister Danny Ayalon und die Botschafterin der Philippinen in Israel, Petrolina P. Garcia, haben am Dienstag ein Abkommen über gegenseitige Hilfe und Zusammenarbeit in Zollangelegenheiten zwischen beiden Ländern unterzeichnet.
Das Abkommen ist das erste seiner Art zwischen Israel und den Philippinen. Es legt Parameter für den Informations- und Wissensaustausch fest, der den Handel sowie die Untersuchung und Verfolgung von Zollverstössen erleichtern wird.
Ayalon betonte: „Dieses Abkommen stellt eine wichtige Wegmarke innerhalb von Israels Beziehungen mit den Philippinen dar, insbesondere angesichts des jüngsten steilen Anstiegs im Handelsvolumen zwischen beiden Ländern. Asien wird zu einem zentralen Faktor in der Weltwirtschaft, und das israelische Aussenministerium arbeitet mittels einer Vielzahl von Kanälen auf die Präsenzsteigerung der israelischen Wirtschaft in ganz Asien hin.“…

Terroraktivitäten im Westjordanland vereitelt

Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) haben am Dienstagmorgen bei einer Kontrolle südlich von Tulkarem im Westjordanland in einem Fahrzeug mit vier palästinensischen Insassen sieben Rohrbomben entdeckt. Spezialkräfte der Armee brachten die Bomben im Anschluss kontrolliert zur Sprengung; die vier Tatverdächtigen wurden zwecks Verhörs verhaftet…

Israel wirbt auf internationalem Mode-Kanal

Das israelische Tourismusministerium startet eine grosse Werbekampagne auf dem internationalen Modekanal „Fashion TV“, der in fast allen Ländern der Erde zu sehen ist. Dafür sollen rund drei Millionen Schekel (rund 600.000 Euro) investiert werden. Israel wird darin vor allem als Land mit schönen Urlaubsstränden präsentiert, an denen sich gut aussehende junge Leute vergnügen. Diese Darstellung stösst auch auf Kritik. Demnach sollte Israel weltweit stärker als Heiliges Land mit Jerusalem als religiösem Zentrum werben.

Erfolgreiches Experiment zur Malaria-Bekämpfung

Forscher der Hebräischen Universität Jerusalem haben in Afrika erfolgreich eine neue Methode zur Malaria-Bekämpfung getestet. Mithilfe eines zuckerhaltigen toxischen Köders konnten sie eine deutliche Verkleinerung einer Population von Moskitos nachweisen, welche die Krankheit übertragen.
Im westafrikanischen Mali erprobten die Wissenschaftler das System in künstlichen Wasserleitungen, in denen die Mücken natürliche Bedingungen für das Eierlegen vorfanden. Lokale Früchte wie Guaven und Honigmelonen, die attraktiv für die untersuchten Moskito-Arten waren, wurden mit einer toxischen Lösung versehen. Diese enthielt auch Lebensmittelfarbe, damit die Forscher später die Auswirkungen nachvollziehen konnten…

Tel Aviv: Keine Busse am Schabbat

Ultraorthodoxe Juden in Tel Aviv wehren sich gegen Pläne der Stadtverwaltung, die öffentlichen Buslinien auch in der Nacht zum Samstag zu betreiben. Ihrer Ansicht nach verstösst das gegen das Gebot, den Schabbat zu heiligen. Die Stadtverwaltung weist dagegen darauf hin, dass es am Freitag und Samstag mehr Verkehrsunfälle mit jungen Leuten gebe als an anderen Wochentagen. Man hoffe, die Partybesucher künftig zum Busfahren bewegen zu können. Für die Gegner der Neuregelung erklärte Rabbi Naftali Lubert, das Problem sei nicht der Busverkehr, sondern die Erziehung und Ausbildung der jungen Fahrer. Man müsse noch mehr Zeit investieren, um ihnen beizubringen, dass man sich nicht betrunken ans Steuer setze.

Israelische Cholera-Klinik in Haiti

Die UNO hat die von der israelischen Hilfsorganisation IsraAID betriebene Klinik im haitianischen Leoganne offiziell zu einer Einrichtung für Cholera-Behandlungen erklärt. Von der Epidemie erfasste Patienten können sich nun dort kurieren lassen.
Infolgedessen hat das aus Israelis, Kanadiern und haitianischen Ortskräften bestehende Team der Klinik nun mit der räumlichen und technischen Erweiterung begonnen. Seit Ende September hat das Familienkrankenhaus Hunderte von Einwohnern des Ortes behandelt, die von dem verheerenden Erdbeben im Januar des Jahres in Mitleidenschaft gezogen worden waren.
In den vergangenen Wochen haben die Ärzte die lokalen Einsatzkräfte und die Gemeinden der Region Leoganne bereits über die Notwendigkeit hygienischer Vorsorgemassnahmen gegen die Cholera unterrichtet. Das Team steht in ständigem Kontakt mit den lokalen Behörden und den UN-Einrichtungen…