Tag: Mai 2, 2013

Der Marktplatz im Internet

In allen europäischen Städten gab es früher einen Marktplatz, der vor allem eine wichtige Funktion für den Austausch von Neuigkeiten und Anliegen hatte. Hier wurden Ideen für Verbesserungen in der Stadt geboren, Gruppen formierten sich, um diese durchzusetzen. Die Idee des Marktplatzes als zentralem Treffpunkt versucht die Organisation Ha-Kikar ha-merkazit (etwa der Hauptplatz) nun in die virtuelle Welt zu übertragen. Die Idee ist einfach: Auf der Facebook-Seite der Organisation können Nutzer erzählen, was sie stört und Verbesserungsvorschläge machen…

Mehr Rekruten in Programmen für Ultraorthodoxe

Die Zahl der Rekruten in Programmen für Ultraorthodoxe in den Israelischen Verteidigungsstreitkräften (ZAHAL) ist im vergangenen Jahr um 25% gestiegen. Dies berichtet das Internetportal Ynet. 763 ultraorthodoxe Männer hätten sich 2012 für das Shahar-Programm gemeldet, so die Seite, im Gegensatz zu 608 im Vorjahr. Auch 2013 haben sich bereits viele Ultraorthodoxe für die Programme gemeldet…

Israeli Hummus auf Eroberungsfeldzug in den USA

Die beiden grossen israelischen Nahrungsmittelhersteller Sabra und Strauss haben sich mit der amerikanischen Firma PepsiCo im Joint Venture zusammen getan, um die USA zu erobern. In Virginia, wo bisher vor allem Tabak angebaut wurde, sollen künftig Kichererbsen wachsen, aus denen der berühmte Hummus hergestellt wird. In einem Bericht titelt das Wall Street Journal „Hummus erobert Amerika“, das populäre Lebensmittel aus dem mittleren Osten als Kichererbsen Dip, die fettarm und reich an Eiweiss ist, hat eine wachsende Fangemeinde für mehr gesunde Snacks unter den Amerikanern…

Erste palästinensische „Fashion Week“

Eine Modelagentur, ein Lifestyle-Magazin und ein Modefotograf aus Haifa haben vergangene Woche in Ramallah die erste palästinensische „Fashion Week“ veranstaltet. An drei Abenden präsentierten Designer im „Grand Park Hotel“ ihre neuesten Kollektionen auf dem Laufsteg. Ziel war es, in der palästinensischen Modewelt neue Impulse zu setzen. „Jedes Land hat seine ‚Fashion Week‘ und wir dachten, dass auch wir eine eigene haben können, anstatt kleinerer Modenschauen hier und da“, sagte Tamer Halabi, Geschäftsführer der Modelagentur „Modelicious“ und einer der Organisatoren der Veranstaltung. Der 27-jährige Unternehmer aus Jerusalem eröffnete die erste Modelagentur im Westjordanland…

Alles koscher

In der israelischen Hightechindustrie dürfen auch ultraorthodoxe Frauen arbeiten – nach strengen Regeln und für einen geringen Lohn. Libby Affen ist Geschäftsführerin bei Matrix, einem der grössten IT-Unternehmen Israels. Als sie gebeten wurde, eine neue Niederlassung aufzubauen, musste die Managerin erst einmal einen Rabbiner einstellen. Lange bevor die anderen Mitarbeiter die Räume beziehen konnten, ging der Geistliche durch die Flure und inspizierte das Unternehmen: Ist die Küche koscher? Sind die Arbeitsplätze nach Geschlechtern getrennt? Und muss garantiert niemand am Sabbat arbeiten? …

Eine Fussball-Karriere zwischen den Fronten.

Eine junge Araberin kickt für einen israelischen Klub und das palästinensische Nationalteam. Walaa Hussein ist eine Grenzgängerin. Die 24-jährige Araberin lebt im Westjordanland, in einem kleinen Dorf nahe der Stadt Jenin und pendelt drei Mal pro Woche nach Israel um Fussball zu spielen. Zum Training und für Ligaspiele ihres Vereins Ramat Hascharon. Wie lang sie für die rund 100 Kilometer braucht, ist unterschiedlich. Die Dauer der Wartezeit an den Checkpoints nach Israel folgt keinen nachvollziehbaren Kriterien. Einmal wäre sie fast zu spät zu einem Ligaspiel gekommen. Erst kurz vor dem Anpfiff kam die Fussballerin im Vorort von Tel Aviv an…

Ex-Stellvertreter belastet Lieberman vor Gericht

Sein früherer Stellvertreter widerspricht Ex-Aussenminister Lieberman. Letzterer wird des Betrugs und Vertrauensbruchs beschuldigt. Der wegen Betrugs und Vertrauensbruchs angeklagte ehemalige israelische Aussenminister Avigdor Lieberman ist vor Gericht von seinem früheren Stellvertreter belastet worden. Danny Ayalon sagte nach Medienberichten am Donnerstag, Lieberman habe ihn angewiesen, den Diplomaten Seew Ben-Arie 2009 zum Botschafter in Lettland zu ernennen. Damit widersprach er der Version Liebermans. Nach Dafürhalten der Anklage belohnte Lieberman Ben-Arie damals mit der Ernennung dafür, dass er ihm vorher illegale Informationen über andere Korruptionsermittlungen gegen ihn zuspielt hatte…

Didier Burkhalter trifft Benjamin Netanjahu

Der Schweizer Aussenminister Didier Burkhalter ist am Donnerstag mit Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu zusammenkommen. Am Abend ist ein Treffen mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas in Ramallah geplant. Im Zentrum der Gespräche mit Vertretern der israelischen Regierung stünden die Vertiefung der bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und Israel sowie die derzeitige Situation in der Region, erklärte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Weiter soll über die Schweizer Beiträge zur Unterstützung des Friedensprozesses im Nahen Osten gesprochen werden…

40 Prozent der Palästinenser halten Selbstmord-Anschläge für gerechtfertigt

Vier von zehn Muslimen in den Palästinensischen Autonomiegebieten sind der Meinung, dass Selbstmordanschläge gegen Zivilisten zur Verteidigung des Islam gerechtfertigt seien. Dieses erschreckende Ergebnis erbrachte eine Studie des amerikanischen „PEW Resarch Centers“ in Washington D.C., die jetzt veröffentlicht wurde. Für die repräsentative Untersuchung waren knapp 1000 erwachsene Palästinenser befragt worden. Weltweit wurde die Studie in 39 muslimischen Ländern durchgeführt. Nirgendwo fanden Selbstmord-Attentäter eine derart hohe Akzeptanz wie bei den Palästinensern. Für die Studie waren 38.000 Muslime in 80 Sprachen befragt worden…

Siamesischer Zwilling in Israel von totem Bruder getrennt

In einem hochkomplizierten Eingriff ist ein siamesischer Zwilling in Israel von seinem toten Bruder getrennt worden. Die Ärzte kämpften am Donnerstag weiter um das Leben des Babys, wie das Rambam-Krankenhaus in Haifa auf seiner Webseite mitteilte. Die Körper der Geschwister waren zu einem frühen Zeitpunkt der Schwangerschaft in grossen Teilen verwachsen. Solche Missbildungen sind extrem selten. Eines der Kinder lebte schon bei der Geburt nicht mehr. An der vierstündigen Operation vor einigen Tagen waren zahlreiche Ärzte verschiedener Fachrichtungen beteiligt…