Tag: Mai 26, 2013

Peres sieht „Zeit für Frieden“ mit Palästinensern

Neben Peres nahmen auch Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas, König Abdullah von Jordanien sowie US-Aussenminister John Kerry an der Konferenz teil. Kerry hatte am Freitag in Israel betont, nach zweimonatigen Vermittlungsbemühungen sei die Zeit „harter Entscheidungen“ für Israel und Palästinenser gekommen.

Peres warnte vor einem Scheitern der Friedensbemühungen: „Wir dürfen die Chance nicht ungenutzt lassen, denn sonst wird sich grosse Enttäuschung breitmachen“. Abbas steht Medienberichten zufolge unter grossem Druck, einen israelischen Siedlungsstopp und andere von ihm aufgestellte Bedingungen für die Rückkehr an den Verhandlungstisch aufzugeben.

In der israelischen Koalitionsregierung von Ministerpräsident Netanyahu gibt es jedoch grosse Differenzen vor einer Wiederbelegung des Nahost-Friedensprozesses. Tourismusminister Uzi Landau bezeichnete die von den Palästinensern geforderten Grenzen ihres angestrebten Staates am Sonntag als „Auschwitz-Grenze“…

Elektroauto-Konzern „Better Place“ insolvent

Das 2007 in Israel gegründete Unternehmen „Better Place“ hat nach Millionenverlusten Insolvenz angemeldet. Der Konzern hatte gemeinsam mit Renault Elektroautos vermarktet. Das vom früheren israelischen SAP-Manager Schai Agassi gegründete Unternehmen scheiterte mit dem Versuch, in Israel Elektroautos zu verbreiten und Aufladestationen für diese Wagen zu betreiben. Die Nachfrage sei wesentlich geringer als erwartet, während die Kosten zu hoch gewesen seien, teilte die Firmenleitung mit. „Das ist ein schwerer Tag für uns alle“ heisst es in einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung von Konzernchef Dan Cohen…

Hisbollah bereitet einen erneuten Krieg gegen Israel vor

Die im Libanon agierende Hisbollah-Terrorgruppe steht mit ihren Kämpfern auf der Seite des Diktators Baschar al-Assad. „Wir bleiben in Syrien, gehen unseren Weg bis zum Ende und werden siegen.“ Das erklärte der Führer der islamistisch-schiitischen Gruppe, Hassan Nasrallah (52), am Samstag in einer Fernsehansprache. Die Hisbollah hat Interesse daran, dass das Assad-Regime an der Macht bleibt. Sie wird von ihren Glaubensbrüdern im Iran finanziell und mit Waffen unterstützt, die mit Billigung Assads über Syrien in den Südlibanon gelangen. Dort rüstet die Hisbollah derzeit massiv auf und bereitet offenbar auf einen erneuten Krieg gegen Israel vor…

Russland rückt von S-300-Lieferung an Syrien ab

Russland rückt auf seine Lieferungen von Fla-Raketensystemen S-300 an das Regime von Baschar al-Assad ab, behauptet die Wochenzeitung „The Sunday Times“ in ihrer jüngsten Ausgabe unter Berufung auf einen ranghohen russischen Beamten.

Laut der Zeitung konnte Israel Russland davon überzeugen, dass die Raketen „in die falschen Hände“ geraten können. Das Geschäft sei aus der Befürchtung gestrichen worden, dass die S-300-Raketen für Angriffe gegen Zivilflugzeuge im Flughafen von Tel Aviv gebraucht werden könnten.

Die Vereinbarung über das Einfrieren der S-300-Lieferungen an Syrien war während des jüngsten Treffens von Israels Premier Benjamin Netanjahu mit Präsident Wladimir Putin in Sotschi erzielt worden, schreibt die Zeitung. Russische Medien schrieben damals allerdings, dem israelischen Premier sei es anscheinend nicht gelungen, Putin zum Verzicht auf die Lieferungen zu überreden…

Syrische „Cyber-Armee“ greift Wasserversorgung von Haifa an

Die Wasserversorgung der nordisraelischen Stadt Haifa ist über das Internet angegriffen worden. Das hat ein israelischer Behördenvertreter am Samstag bestätigt. Die Verantwortung für den Cyberangriff, der schon vor zwei Wochen stattfand aber erst jetzt bekannt wurde, hat eine Gruppe übernommen, die sich „Syrische Elektronische Armee“ nennt. Offensichtlich wollte sie Vergeltung üben für die Luftschläge auf Waffenlager in der Nähe von Damaskus. Nach israelischer Darstellung ist es den Angreifern nicht gelungen, Schaden anzurichten. Die Hacker-Gruppe behauptet dagegen, sie sei in mehrere Server eingedrungen und habe sensible Daten gesammelt. Dies versetze sie in die Lage, der israelischen Infrastruktur irreparable Schäden zuzufügen…