Tag: Mai 30, 2013

Eine Lektion in Höflichkeit für Jerusalemer Fahrgäste

Das Problem ist weltweit bekannt: „Erstmal aussteigen lassen“, ertönt es auch regelmässig an Berliner S-Bahnsteigen, wenn übereifrige Zusteiger mal wieder die Türen verstopfen. Nun ist jedoch wissenschaftlich belegt, dass das Problem in Jerusalem grösser ist als anderswo: Die durchschnittliche Haltezeit eines Zuges an einer Haltestelle in Europa beträgt 20 Sekunden, während sie bei der Jerusalemer Strassenbahn bei bis zu 45 Sekunden liegen kann, wie die Stadtverwaltung herausfand. Die Stadt will nun, zwei Jahre nach Inbetriebnahme der Tramlinie, Abhilfe schaffen…

Netanyahu: Leben ist wichtiger als alles andere

Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat am Donnerstag im Rahmen der Woche des Nationalen Notstands einer Übung des Heimatschutzes zum Einschlag einer mit C-Waffen bestückten Rakete in einem Wohngebiet in Jerusalem beigewohnt. „Was wir hier sehen, soll Israel vor einer Reihe neuer Bedrohungen schützen“, so Netanyahu. „Diese Bedrohungen um uns herum nehmen ständig zu. Wir befinden uns in einer sich wandelnden Wirklichkeit, und um den sich wandelnden Bedrohungen zu begegnen, investieren wir viel und führen viele Manöver durch. Wir handeln aus Erfahrung, mit Verständnis, sehr verantwortungsvoll, und wir sind dem Bösen einen Schritt voraus…

Arabische Beduinen sichern Israels Grenzen

Arabische Beduinen sind eine kleine Minderheit in der israelischen Armee, doch die 1600 Soldaten sind fast allein für die Sicherung der Grenzen im Norden und Süden des Landes zuständig. In Israel sind sie deshalb hoch geachtet. Viele Araber halten sie dagegen für Verräter. Die auf der ägyptischen Halbinsel Sinai lebenden Beduinen haben einen Wunsch. Sie wollen in Israel leben. Mehrere Vertreter der Beduinen erklärten, das viele, wenn nicht sogar die meisten ihrer Leute am liebsten in Israel leben würden und das sie seit dem Rückzug Israels von der Sinai-Halbinsel im Rahmen des israelisch-ägyptischen Friedensvertrages sehr gelitten haben, berichtete die ägyptische Tageszeitung „Al Ahram“…

Schweiz: Über 60 Prozent der Frühkartoffeln stammen aus Israel

Von Jahr zu Jahr werden immer wie mehr Frühkartoffeln aus Israel in die Schweiz eingeführt. So erhöhte sich deren Anteil am Gesamtmarkt von 44 auf mittlerweile 86 Prozent. Gründe sind Änderungen bei den Importkontingenten. Die Herkunft der in die Schweiz eingeführten Frühkartoffeln hat sich in den vergangenen fünf Jahren dramatisch verändert. 2008 wurden insgesamt 10’236 Tonnen dieses Kartoffeltyps in die Alpenrepublik eingeführt. 44 Prozent (4’468 Tonnen) stammten aus Israel, 27 Prozent wurden via EU-Länder (2’798 Tonnen) eingeführt, 7,4 Prozent (764 Tonnen) respektive 9,3 Prozent (950 Tonnen) wuden aus den nordafrikanischen Staaten Tunesien und Marokko eingeführt, heisst es im jüngsten Bericht des Fachbereichs Marktbeobachtung des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW)…

Internationale Auszeichnung für neun von zehn israelischen Stränden

Für Mosche Levi beginnt in dieser Woche die schönste Zeit des Jahres. Die Sommersaison ist da – und der Bademeister am Tel Aviver Strand nimmt nach einer langen Pause wieder in seinem Häuschen Platz. An vielen Küstenstreifen sind an sieben Tagen in der Woche Menschen wie Levi im Dienst, um für die Sicherheit der Badegäste zu sorgen. Dies und andere Kriterien brachten neun Stränden von der nördlichen Mittelmeerküste bis nach Eilat am Roten Meer nun zum ersten Mal die internationale Auszeichnung »Blue Flag« ein. Levi wacht mit Argusaugen darüber, dass den Badenden kein Unglück geschieht. Er stellt schwarze Flaggen auf, wenn die Strömung zu stark und das Baden im Meer nicht gestattet ist, gibt grünes Licht, wenn die See ruhig ist. »Es ist eine wichtige Aufgabe und eine Ehre, mich darum zu kümmern. Schliesslich rette ich in meinem Job praktisch jeden Tag Menschenleben.« Die neun israelischen Küstenabschnitte gehören jetzt zu den rund 4000 Stränden und Hafenpromenaden in fast 50 Ländern, die die begehrte Auszeichnung tragen…

Älteste vollständig erhaltene Torahrolle in Bologna gefunden

In der Bibliothek der Universität im italienischen Bologna ist eine Torahrolle gefunden worden, die das älteste vollständige diesartige Exemplar sein soll. Das berichtete die britische BBC am Dienstag. Zuerst dachte man, die in der Bibliothek entdeckte Rolle sei nicht mehr als ein paar hundert Jahre alt, doch kürzlich durchgeführte Kohlenstofftests zur Fixierung des Datums lassen den Schluss zu, dass die Torahrolle vor rund 850 Jahren geschrieben worden ist…

Presse schützt arabische Steinewerfer

Rund um Jerusalem schon fast Alltag: Randalierende arabische Jugendliche werfen Steine und Brandbomben auf israelische Sicherheitskräfte. Dieses Video zeigt, welche Rolle einige Medienvertreter bei diesen Auseinandersetzungen übernehmen. Sie lassen sich von den Randalierern als menschliche Schutzschilde missbrauchen. Es gibt keinerlei Versuche der Fotografen, sich von den Gewalttätern zu distanzieren. Würde die Polizei masssiv durchgreifen, kämen die Journalisten nicht ungeschoren davon – entsprechend gross wäre die internationale Empörung..

Mit „Friedberg Genizah Project“ wird ein historisches Puzzle wird gelöst

Über zahlreiche Museen und Universitäten zerstreut, harren etwa 350.000 Fragmente aus der Kairoer Genizah ihrer Erforschung. Nun bringt ein revolutionäres Digitalisierungs-Projekt die Geheimnisse dieser einzigartigen Dokumente ans Licht. Als Nachkomme einer alten, sephardischen Familie hat der Cambridge Historiker David Abulafia einen eigenen Zugang zu der jüdischen Geschichte des Mittelmeerraums. Er kennt keine Sammlung historischer Dokumente, die sich in diesem Zusammenhang mit der Kairoer Genizah messen könnte: «Diese Dokumente erhellen nicht nur das Dasein der Juden in Ägypten, sondern auch in weit davon entfernten Regionen. Die Genizah ist in Europa und in der islamischen Welt ein absolut Unikum.» Dieser Schatz an jüdischen Dokumenten umfasst rund 350.000 rabbinische Papiere, Bibelmanuskripte, persönliche und geschäftliche Briefe, Rechnungen, Verträge und Heiratsurkunden aus neun Jahrhunderten. Gefunden wurden sie in der Ben Ezra-Synagoge im ägyptischen Fustat, dem alten Kairo…

Facebooks Verhandlungen über Verkehrs-App Waze angeblich geplatzt

Aus der teuersten Strassenkarte der Welt wird nun doch nichts bei Facebook. Die Gespräche über den milliardenschweren Kauf der Navigations-App Waze durch Facebook sind offenbar laut einem Medienbericht geplatzt. Eine Milliarde Dollar soll Facebook geboten haben – am Ende scheiterte der Deal wohl an einer Ortsfrage. Der Streitpunkt sei gewesen, ob grosse Teile des Waze-Teams von Israel in die kalifornische Facebook-Zentrale umziehen müssten, berichtete das Blog „All Things D“ am Mittwoch. Vor gut zwei Wochen war berichtet worden, das Online-Netzwerk wolle Waze für bis zu eine Milliarde Dollar kaufen. Damit wäre das der bisher grösste Zukauf von Facebook geworden. Auch Google soll interessiert sein. Die Unternehmen kommentierten die Berichte nicht. Apple-Chef Tim Cook sagte vor kurzem, sein Unternehmen habe kein Gebot für Waze abgegeben…

Syrien: Die Raketen aus Russland sind da

Nach Angaben des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad ist eine erste Lieferung mit modernen russischen Flugabwehrraketen in Syrien eingetroffen. Auch dank der Unterstützung aus Moskau habe sich das Kräfteverhältnis „jetzt komplett zugunsten der Armee verschoben“. Syrien hat nach Worten von Staatschef Baschar al-Assad eine erste Lieferung hochmoderner Flugabwehrraketen aus Russland erhalten. Eine zweite Lieferung solle bald folgen, sagte Assad in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview der libanesischen Zeitung „Al Akhbar“. Die russische Regierung hatte bereits angekündigt, das Land entgegen westlicher Bedenken mit den Raketen vom Typ S-300 zu versorgen. Die USA, Frankreich und auch Israel haben die Regierung in Moskau aufgefordert, die Lieferung zu stoppen. Israel kann nichts gegen Lieferungen der russischen Fla-Raketen S-300 an das Assad-Regime tun. Man wolle laut Medien die Raketensysteme „neutralisieren“, nachdem sie in Syrien eingetroffen seien, aber noch bevor sie in den Dienst gestellt wurden, berichtet die Zeitung „Haaretz“ unter Verweis auf nicht namentlich genannte europäische Diplomaten, die an einem Briefing mit dem Vorsitzenden des israelischen Sicherheitsrats Yaakov Amidror teilgenommen haben…