Tag: Juni 13, 2013

Weniger reformierte und konservative Gemeinden

7,1% der Juden in Israel bezeichnen sich selbst als reformiert oder konservativ. Dies geht aus dem israelischen Demokratieindex für 2013 hervor. Gemessen an der Tatsache, dass es in ganz Israel lediglich 110 reformierte und konservative Gemeinden gibt, scheint diese Zahl erstaunlich hoch – tatsächlich jedoch ist sie gegenüber dem Vorjahr (8%) noch gesunken…

Ya’alon: Wir sind ein Volk, das nach Frieden strebt

Verteidigungsminister Moshe Ya‘alon erklärte am Mittwoch bei einer Veranstaltung der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL): „Während wir dieses Land aufbauen und entwickeln, gibt es auf der anderen Seite der Grenze nicht wenige Feinde, die unser Recht anzweifeln, hier als freies Volk in seinem eigenen Land zu sein. Staaten und Organisationen, nah und fern, die den Staat Israel und seine Bürger auf verschiedene Weisen treffen wollen; Raketen, Terror, Delegitimierung und das Streben nach Atomwaffen sind Teil einer Realität, mit der wir umgehen müssen…

Terror und der israelisch-palästinensische Konflikt (5.-11. Juni 2013)

In dieser Woche herrschte Ruhe im Süden Israels. In Judaä und Samarien kam es auch in dieser Woche zu Zusammenstössen, insbesondere am 7. Juni dem „Naksa Tag“, der jedoch ohne besondere Zwischenfälle verlief. Im Norden des Gazastreifens, im Süden des Jordantals und in zahlreichen Städten der Weltfanden Demonstrationen und Kundgebungenstatt. Die Ereignisse wurden in den Medien nur wenig beachtet…

Geheimdienstliches Gipfeltreffen

Mossad-Boss Pardo bat vergeblich um ein Treffen mit Premier Erdogan. Tamir Pardo, der Chef des israelischen Mossad-Geheimdienstes konferierte diese Woche in Ankara mit Hakan Fidan, den Untersekretär der entsprechenden türkischen Agentur. Laut der türkischen Zeitung «Hürriyet» sprachen die beiden Experten sowohl über die Unruhen wegen des zusehends autoritären Regierungsstils von Premier Erdogan, die derzeit die Situation in der Türkei trüben, als auch über die von Syrien und Iran herrührenden Bedrohungen…

Internationaler Kunstfälscher-Ring zerschlagen

Das deutsche Bundeskriminalamt hat einen international tätigen Kunstfälscher-Ring zerschlagen, der gefälschte Gemälde in Millionenhöhe verkauft haben soll. In mehreren deutschen Bundesländern durchsuchten Beamte Wohnungen, Geschäftsräume, Lager und Kunstgalerien. In Wiesbaden nahm die Polizei zwei Beschuldigte fest, die als Spitze einer Gruppe von sechs Kunstfälschern gelten. Durchsuchungen gab es auch in der Schweiz und in Israel. Den russischen, israelischen und deutsch-tunesischen Tatverdächtigen wird vorgeworfen, Kunstgemälde der russischen Avantgarde wie etwa von Wassily Kandinsky gefälscht zu haben. Sie sollen den Stil der Künstler nachgeahmt und die gefälschten Gemälde mit Echtheitszertifikaten ausgestattet haben. Die Fälschungen wurden laut BKA in Deutschland und im Ausland verkauft oder ausgestellt….

Deutschland: Vier Rabbiner, vier Meinungen

Zwei orthodoxe, ein liberaler und ein konservativer Toragelehrter beantworten grundsätzliche Fragen im Jüdischen Museum Berlin. Noch nie seien so viele Rabbiner auf einmal im Jüdischen Museum gewesen, sagt Cilly Kugelmann. Mit ihrer Diskussionsveranstaltung im Rahmen der Ausstellung »Die ganze Wahrheit über Juden« wollte die stellvertretende Museumsleiterin am vergangenen Donnerstag (30.05.13) unterschiedliche Denominationen des Judentums präsentieren – Orthodoxie, Reform und Masorti. Und Kugelmann wollte demonstrieren, dass es keinen »jüdischen Papst« gibt – und dass keine der verschiedenen Richtungen die Wahrheit über das Judentum gepachtet hat. Wie kommt ein Jude in den Himmel? Vier Rabbiner suchen auf dem Podium des Jüdischen Museums gemeinsam nach Antworten auf diese und andere Fragen, die Juden bewegen. Ganz links sitzt Jona Simon, Rabbiner in Niedersachsen, ausgebildet am liberalen Abraham Geiger Kolleg in Berlin. Neben ihm Daniel Katz, konservativer Rabbiner in Weiden. Auf der anderen Seite die Orthodoxen: Yehuda Teichtal von Chabad Lubawitsch Berlin und Avichai Apel, Rabbiner in Dortmund….

Vorerst kein Sieger im Syrien-Konflikt

Trotz der jüngsten Erfolge der syrischen Regierungstruppen wäre es verfrüht, von einem baldigen Sieg des Regimes von (Präsident) Assad zu sprechen, so der stellvertretende israelische Vize-Aussenminister Zeev Elkin am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Moskau. „Vom Standpunkt Assads ist in den letzten Wochen eine gewisse positive Dynamik zu beobachten und die vor zwei Monaten veröffentlichten Prognosen, laut denen Assad in nächster Zeit hundertprozentig die Kontrolle über die Situation verlieren werde, erwiesen sich als unbegründet. Dies veranschaulicht aber ein weiteres Mal die Dynamik der Situation. Ich bin mir nicht sicher, dass heute ein Sieg der einen oder anderen Seite eindeutig vorhergesagt werden kann“, so Elkin…

Gaza-Kinder üben im Sommerlager die Entführung von Israelis

Bei einem Sommerlager in den Sanddünen von Rafah im Gazastreifen werden palästinensische Kinder trainiert: Sie tragen Militäruniformen, haben geschminkte Gesichter, hantieren mit Spielzeug-Maschinengewehren und üben die Entführung von israelischen Soldaten. Ausserdem springen die Jungen über Feuerstellen und lernen, wie man unter Stacheldraht hindurch kriecht. Sie sind zwischen sechs und 16 Jahre alt. Veranstalter des Sommerlagers sind die Extremisten des „Islamischen Dschihad“. Sie sorgen zudem für eine religiöse Unterweisung der Teilnehmer, wobei sie den „Heiligen Krieg“ gegen Israel mit dem Koran begründen. Um die „Entführung“ des israelischen Soldaten realistisch zu spielen, wurde ein nachgebauter „Militär-Aussenposten“ mit israelischen Flaggen ausgestattet. Die Nachrichtenagentur AFP berichtet, die Veranstalter rechneten im Laufe des Sommers mit mehreren tausend Teilnehmern. Der Besuch des Sommerlagers, bei denen den Kindern der Hass gegen Israel eingeimpft wird, ist kostenlos…