Tag: Juni 26, 2013

Relief des libanesischen Pavillons in Tel Aviv freigelegt

Zwischen 1932 und 1936 fand in Tel Aviv die „Orient-Messe“ statt, auf der verschiedene Länder des Nahen Ostens sich präsentierten. An der Handelsmesse von 1936 nahm als eines von wenigen arabischen Ländern auch der Libanon mit einem eigenen Pavillon teil. Ein beinahe 80 Jahre altes Rätsel um diesen Pavillon wurde nun vor kurzem gelüftet: Wer, so hatte man sich lange Jahre gefragt, war eigentlich der Künstler, der das Relief gestaltet hat, das den Pavillon zierte, und das die Ruinen der Tempelanlagen von Baalbek zeigt? Bei Renovierungsarbeiten an dem ehemaligen Pavillon, der lange Jahre als Empfangsraum einer Autowerkstatt am Hafen von Tel Aviv gedient hatte, legten Restauratoren nun die Signatur des Künstlers frei: Es handelt sich um den bekannten Bildhauer Aharon Priver, der aus Polen ins damalige Britische Mandatsgebiet Palästina eingewandert war…

Keine Ladenöffnung am Shabbat

Das Oberste Gericht hat am Dienstag in einem Urteil entschieden, dass die Stadt Tel Aviv-Jaffa die Öffnung von Lebensmittelläden am Samstag neu regeln muss. In Israel gelten die jüdischen Feiertage und der Samstag als Ruhetage, an denen auch die Öffnung von regulären Geschäften gesetzlich verboten ist. In Tel Aviv hat sich in den vergangenen Jahren jedoch die Praxis durchgesetzt, dass zwei grosse Lebensmittelketten ihre Läden grundsätzlich geöffnet haben und die Zahlung von Geldstrafen in Kauf nehmen. Gegen diese Praxis hatten die Betreiber kleinerer Lebensmittelgeschäfte zunächst vor dem Tel Aviver Bezirksgericht geklagt und argumentiert, sie selbst könnten sich die Zahlung einer regelmässigen Geldstrafe schlicht nicht leisten und die Handhabung gegenüber den Lebensmittelketten stelle daher einen unzulässigen Marktvorteil dar…

McDonalds will keine Filiale in Ariel eröffnen

Wie israelische Medien heute berichten, hat die Fastfoodkette McDonalds Israel es kathegorisch ausgeschlossen, eine Filiale in einem neu geplanten Einkaufszentrum in der Stadt Ariel zu eröffnen. Die Stadt liegt im so genannten Westjordanland, also hinter der „grünen Linie“ – genau der Grund warum sich McDonalds weigert, so Zachi Nahmias, der Marketingvermittler des Einkaufszentrums zur Zeitschrift Calcalist. McDonalds selbst hat auf Anfrage bestätigt, dass man weder in Ariel noch im restlichen Westjordanland Filialen eröffnen werde, was stets Teil der Politik der Kette war. Laut Nahmias haben auch andere Firmen, die ungenannt bleiben wollen, ihre Bedenken geäussert, dass eine Filiale in dem neuen Einkaufszentrum in Ariel einen negativen Einfluss auf ihre internationalen Geschäfte haben könnte…

Hareidi Clash mit Police wird zum Hochzeitstanz

Video: Hareidi Männer zeigen ihren Sinn für Humor mit Hochzeitstanz der auf Gewalt-Protest gestylt wurde. Eine Gruppe von hareidi-religiös jüdischen Männern zeigten kürzlich ihren Sinn für Humor, indem sie eine gewalttätige Verhaftunge in einen amüsanten Hochzeitstanz wandeln. Vorausgegangen waren die Zusammenstösse der Hareidi Männer mit der Polizei während der jüngsten Proteste gegen die Regierung, welche beschlossen hat, die Hareidi Torah Studenten in der Armee einzuberufen…

Deutschland: Kinostart von „Fill the Void“

Der Film „Fill the Void (Deutscher Titel: „An ihrer Stelle“) startet am 11. Juli 2013 in den deutschen Kinos. Seine internationale Premiere feierte der Film bei den Internationalen Filmfestspielen Venedig 2012. Als besondere Ehrung erhielt der Film den Siginis Award und Hadas Yaron wurde mit dem Coppa Volpi als beste Hauptdarstellerin geehrt. Die Israeli Film Academy vergab insgesamt sieben Auszeichnungen, darunter beste Hauptdarstellerin und bester Film. Beim Haifa International Film Festival wurde er als bester Film gekürt sowie beim Palm Springs International Film Festival 2013 als bester Fremdsprachiger Film. Die Regisseurin Rama Burshtein gibt mit „Fill the Void“ in ruhigen, stimmungsvollen Bildern einen bemerkenswerten Einblick in die Welt einer orthodoxen chassidischen Gemeinschaft. Der Film zeigt uns die Traditionen und die religiösen Regeln dieser Welt auf – ohne zu erklären oder zu werten…

Rüstungsverkäufe: Israel überholt China

Von Israels Exporten von total 2,4 Mrd. Dollar ging 2012 ein Grossteil nach Indien. Mit Rüstungsverkäufen im Wert von 2,4 Milliarden Dollar figuriert Israel für das Jahr 2012 auf Rang sechs der weltweit grössten Waffenexporteure. Damit verwies Israel China auf Platz 7. Diese Information vermittelt IHS Jane’s, eine Firma im Bereich des Business-Geheimdienstes, die sich auf militärische und nationale Sicherheitsthemen spezialisiert.

Israel recycelt mehr PET-Flaschen

Israel hat im vergangenen Jahr die Recyclingquote für grosse Plastikflaschen gesteigert. Pro Kopf seien rund 29 grosse 1,5-Liter-PET-Flaschen einem Recycling zugeführt worden – das entspreche einem Anstieg von 7 Prozent gegenüber 2011, zitiert die „Jerusalem Post“ eine Studie der ELA Recycling Corporation. Im vergangenen Jahrzehnt hat ELA demnach 3.000 neue Recycling-Container für PET-Flaschen aufgestellt. Unternehmensangaben zufolge beläuft sich die Gesamtzahl der Recycling-Behälter landesweit nunmehr auf 19.000…

Bauern aus Gaza auf israelischer Agrarkonferenz

Die israelische Armee hat letzte Woche 50 palästinensische Bauern aus Gaza zu einer Agrarkonferenz in Tel Aviv eingeladen und sogar den Transport organisiert. Mit dieser Geste möchte man zur Verbesserung der Landwirtschaft im Gazastreifen beitragen und eine professionelle Zusammenarbeit zwischen Bauern aus Israel und den Palästinensern unterstützen. Den Bauern aus Gaza wurde die Gelegenheit gegeben, ihre Produkte einem breiten internationalen Publikum zu präsentieren. Israel ist weltweit führend im agrar-technologischen Bereich, daher sind Konferenzen dieser Art im Land immer gut besucht…

Präsident Peres besucht Familie in Abu Gosh

Präsident Shimon Peres hat am Montag die Familie Abu-Hamza in Abu Gosh besucht, die von den schwerwiegenden Vorfällen in der vergangenen Woche besonders schwer betroffen war. Peres hatte ausdrücklich darum gebeten, die Familie zu besuchen. In Abu Gosh waren 28 Fahrzeuge beschädigt und rassistische Parolen an Hauswände geschmiert worden. Bei seinem Besuch im Haus der Familie sagte Peres: „Ich weiss, dass es Menschen gibt, die verbrecherische Dinge tun. Diese verachtenswerten Taten wurden von der politischen Rechten und Linken gleichermassen verurteilt und der Staat Israel wird so etwas nicht tolerieren…

Begin-Praver-Plan verabschiedet

In erster Lesung wurde am Montag in der Knesset der sogenannte Begin-Praver-Plan verabschiedet, der eine Formalisierung des Status‘ der Beduinendörfer im Negev anstrebt. Der Gesetzesvorschlag wurde mit 43 zu 40 Stimmen angenommen. Der Abstimmung ging eine stürmische Debatte voraus, in der sich vor allem die arabischen Abgeordneten, aber auch rechte Fraktionen vehement gegen das Gesetz aussprachen. Der frühere Minister Begin hatte seine Empfehlungen formuliert, nachdem er sich ausführlich mit Vertretern der Beduinen, sowie auch Organisationen und 1.000 Einzelpersonen beraten hatte. Die Beduinen im Negev sind israelische Staatsbürger. Der Staat hatte sich immer wieder bemüht, die Problematik der nicht anerkannten Dörfer zu lösen und war daran gescheitert…