Sprengstoffanschlag an Grenze zu Syrien verhindert


Vier Männer sollen am Grenzzaun auf den Golanhöhen versucht haben, Sprengstoffladungen anzubringen. Das israelische Militär reagiert unter anderem mit Luftschlägen.

Das israelische Militär (IDF) hat nach eigenen Angaben einen Sprengstoffanschlag am Grenzzaun zu Syrien vereitelt. Demnach seien vier Männer bei dem Versuch beobachtet worden, Sprengstoff in der Nähe eines Sicherheitszauns zu platzieren. Daraufhin habe das Militär die Männer vom Boden und aus der Luft beschossen.

(Überwachungsaufnahmen des Infiltrationsversuchs / Bildschirm, IDF)

Die Armee gehe davon aus, dass alle Mitglieder der Gruppe getötet worden seien, berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf einen hochrangigen IDF-Offizier. Auf israelischer Seite sei niemand verletzt oder getötet worden. Spezialisten seien dabei, den an einem zuletzt unbemannten Aussenposten angebrachten Sprengsatz zu entschärfen. Welcher Organisation die Männer angehörten, konnte der Offizier nicht sagen.

Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge auf den Golanhöhen. Die Gruppe übertrat die sogenannte Alpha-Linie, die den Golan von Syrien trennt. Die Golanhöhen sind ein strategisch wichtiges Felsplateau im Norden des Landes, etwa 60 Kilometer lang und 25 Kilometer breit. 1967 wurde es von Israel erobert und 1981 annektiert. Das wurde international aber nicht anerkannt. Nach internationalem Recht gelten die Gebiete als von Israel besetztes Territorium Syriens. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu bemüht sich seit Langem um die internationale Anerkennung der Golanhöhen als israelisches Territorium. Kurz vor der Parlamentswahl im April 2019 in Israel erfüllte US-Präsident Donald Trump ihm diesen Wunsch, die Vereinten Nationen jedoch nicht.

Die israelische Armee hatte zuletzt ihre Truppen im Norden des Landes verstärkt. Israelischen Medienberichten zufolge handelte es sich dabei um eine Reaktion auf einen Bericht des zur Hisbollah gehörenden TV-Senders Manar, wonach bei einem Raketenangriff Israels in Syrien ein ranghohes Mitglied der Schiitenmiliz Hisbollah getötet wurde. Befürchtet wurden Vergeltungsaktionen.

Währenddessen flog die israelische Luftwaffe auch im Süden des Landes Angriffe auf den Gazastreifen. Der Einsatz gilt als Reaktion auf einen Raketenangriff auf Israel durch die Hamas, die in dem Palästinensergebiet regiert. Die Rakete aus dem Gazastreifen wurde den Angaben zufolge vom israelischen Raketenabwehrsystem Iron Dome abgefangen. Berichte über Opfer des IDF-Angriffs auf den Gazastreifen gab es zunächst keine.

(JNS und Agenturen)

 



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