Terroropfer verklagen katarische Banken auf Millionen


1.375 Menschen wurden seit September 2000 durch palästinensische Gewalt und Terrorismus getötet.

Angehörige von israelischen Terroropfern haben Banken und Organisationen aus dem Golfstaat Katar wegen Finanzierung der islamistischen Hamas verklagt. Die 24 Familien fordern insgesamt umgerechnet rund 253 Millionen Euro Schadenersatz, wie die pro-israelische Bürgerrechtsorganisation Schurat Hadin am Mittwoch in Tel Aviv bestätigte.

Victims of Acts of Terror Memorial in Israel

Die Organisation habe eine entsprechende Klage im Namen der Familien beim Jerusalemer Bezirksgericht eingereicht.

Die 130 Kläger werfen den Banken und Wohltätigkeitsorganisationen vor, Geld an Terroristen der militärischen Flügel der Hamas und des Islamischen Dschihad zu zahlen und so Terroranschläge zu finanzieren, wie Schurat Hadin mitteilte. Dabei verwies die Organisation auch auf den massiven Raketenschuss durch die islamistischen Gruppierungen aus dem Gazastreifen auf Israel während des bewaffneten Konflikts im Mai.

Katar pflegt gute Beziehungen zur Hamas, die im Gazastreifen herrscht. Die EU, Israel und die USA stufen die Hamas als Terrororganisation ein. Die Schweiz weigert sich diesen Schritt zu tun. Die Schweizer Regierung sieht in der Hamas keine Terrororganisation und zahlt daher jährlich über 20 Millionen USD an die im Gaza regierende Hamas, als angebliche humanitäre Hilfe. Auch Katar leistet regelmässig millionenschwere Zahlungen im Gazastreifen, die ebenfalls angeblich den „armen Familien“ zugute kommen sollen. Allerdings gibt es immer wieder Kritik in Israel an den Zahlungen, nachweislich helfen sie letztlich nur der Hamas. Israel hat vor mehr als zehn Jahren eine Blockade über das Küstengebiet verhängt, die von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen die Massnahme mit Schutz- und Sicherheitsinteressen um den Waffenschmuggel aus Iran, Türkei und weiteren Terrorunterstützern einzuschränken.

Schurat Hadin hat bereits in einem ähnlichen Fall vor einem israelischen Gericht gewonnen. Ein Sprecher der Organisation zeigte sich optimistisch, dass die Kläger im Falle eines Sieges auch Geld bekommen würden. Es handele sich bei den Beklagten um kommerzielle Einrichtungen, deren Konten und Eigentum gepfändet werden könnten.

(JNS & Agenturen)



Kategorien:Nahost

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