Monat: Juni 2012

Israelischer Soldat bei Schusswechsel getötet

Ein israelischer Soldat wurde bei einem Schusswechsel mit einem palästinensischen Terroristen schwer verletzt und erlag später seinen Verletzungen. Am frühen Freitagmorgen wurden die Soldaten alarmiert, dass der Grenzzaun zum Gazastreifen durchschnitten sei. Als sie an der Stelle ankamen, wurden sie von einem Terroristen angegriffen, der schlussendlich getötet wurde. Man hofft, dass sich dieser Vorfall nicht in eine weitere Runde von Gewalt zwischen der Hamas und dem Süden Israels erweitert. Der getötete Soldat ist der 21-jährige Netanel Moshiashvili.

„Spiegel“: Israel bestückt U-Boote mit Atomwaffen

Drei U-Boote, die Israel von einer deutschen Werft erhalten hat, sollen mit nuklear bestückten Marschflugkörpern ausgerüstet werden. Das berichtet das Magazin „Der Spiegel“.
Wie das Hamburger Magazin berichtet, habe die deutsche Bundesregierung bislang erklärt, dass sie nichts von der atomaren Bewaffnung wisse. Redakteure hätten jedoch recherchiert, dass die neuen U-Boote für Israel von Berlin bezahlt worden seien.
„Der Abschuss erfolgt mit Hilfe eines bislang geheimen hydraulischen Ausstosssystems“, heisst es in dem Bericht, den „Spiegel Online“ vorab teilweise veröffentlichte, und der in ganzer Länger in der gedruckten Ausgabe des Magazins erscheinen soll. Das Heft zitiert den israelischen Verteidigungsminister Ehud Barak mit den Worten: „Die Deutschen können stolz darauf sein, die Existenz des Staates Israel für viele Jahre gesichert zu haben.“
Ehemalige hochrangige Beamte aus dem Verteidigungsministerium wie der ehemalige Staatssekretär Lothar Rühl oder der Ex-Chef des Planungsstabs Hans Rühle hätten gegenüber dem „Spiegel“ erklärt, sie seien schon immer davon ausgegangen, dass Israel auf den U-Booten Nuklearwaffen stationieren werde. Israel selbst äussert sich offiziell nicht zu seinem Nuklearwaffenprogramm. Aus Akten des Auswärtigen Amts gehe allerdings hervor, dass die Bundesregierung seit 1961 darüber informiert sei, so das Magazin…

Tausende Israelis bei neuen Sozialprotesten

Mehrere tausend Israelis haben wieder für soziale Gerechtigkeit demonstriert. Sie wollten damit nach eigenen Angaben an die grosse Protestwelle vom Sommer vergangenen Jahres anknüpfen. Die grösste Kundgebung fand laut Polizei in Tel Aviv statt.
Dort marschierten nach Medienberichten etwa 5000 Menschen durch die Innenstadt und riefen: «Die Menschen fordern soziale Gerechtigkeit» und «Wir, die Mehrheit, gehen auf die Strasse» sowie «Verlasst die Balkone, der Staat bricht zusammen».
Die Band «Izabo», die Israel beim Eurovision Song Contest in Baku vertreten hatte, spielte für die Teilnehmer. Ähnliche Umzüge – jedoch mit weniger Teilnehmern – wurden auch aus Jerusalem und Haifa gemeldet.
Im vergangenen Sommer waren wochenlang jeden Samstagabend Zehntausende Menschen in zahlreichen Städten des Landes auf die Strassen gegangen. Zentrum der Proteste war ein Zeltlager im Zentrum von Tel Aviv. Am 4. September vergangenen Jahres demonstrierten landesweit sogar 450’000 Menschen.
Die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ergriff unter dem Druck der Proteste einige soziale Massnahmen, die aber vielen Menschen nicht ausreichten.

Netanjahu will israelische Siedlung räumen lassen

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will eine jüdische Siedlung im Westjordanland offenbar aufgeben. Wie am Samstag aus Regierungskreisen in Jerusalem verlautete, soll Ulpana, dessen Bau vom Obersten Gericht für illegal erklärt worden war, innerhalb der festgelegten Frist bis Juli geräumt werden.
Die dort stehenden fünf Wohngebäude sollen den Angaben zufolge möglicherweise in die nahegelegene Siedlung Beit El verlegt werden. Falls es nötig sei, die Häuser zu zerstören, würden sie an anderer Stelle zehnfach wieder aufgebaut, habe Netanjahu weiter gesagt. In Ulpana leben etwa 30 jüdische Familien.