Kultur

Wie kam die Sphinx von Mykerinos nach Nordisrael?

Unter Altertumsforschern gilt es als eine Sensation: Archäologen haben im Norden Israels Teile der Sphinx eines altägyptischen Pharaos ausgegraben – mit einer Inschrift aus Hieroglyphen versehen. Nun rätseln die Archäologen, wie die Statue in die antike Stadt Tel Hasor gelangt sein kann. Noch nie wurden im östlichen Mittelmeerraum vergleichbare Funde gemacht. Das aus Pfoten und Teilen der Unterarme samt Sockel bestehende Fragment aus Granitstein wurde der Öffentlichkeit in der vergangenen Woche vorgestellt. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP berichtet Grabungsleiter Amnon Ben-Tor, dass damit erstmals eine Sphinx entdeckt wurde, die per Inschrift dem ägyptischen Herrscher Menkaure gewidmet ist…

Alte Inschrift gibt Forschern viele Rätsel auf

In der Jerusalemer Davidstadt ist eine kanaanitische Inschrift gefunden worden. Sie könnte der älteste alphabetische Text aller Zeiten sein. Die Inschrift, eingeritzt in den Rand eines Tonkrugs, stammt nach Ansicht von Archäologen aus dem zehnten Jahrhundert vor dieser Zeit. Die Ausgrabungen wurden von Dr. Eilat Mazar (Hebräische Universität Jerusalem) geleitet. Sie unterstrich, dass die Inschrift einzigartig sei. Man habe aber nicht klären können, was sie bedeute: „Die Inschrift verläuft von links nach rechts und nur ein paar der Buchstaben sind lesbar, während andere unleserlich sind. Wir können annehmen, dass die Inschrift auf den Namen des Besitzers des Kruges hinweist oder die Adresse, von welcher der Krug verschickt wurde oder die Adresse, an die er gesendet werden sollte…

Modigliani-Gemälde für 31 Millionen Shekel

Ein Gemälde des italienischen Künstlers Amedeo Modigliani hat bei einer Versteigerung mit 31,4 Millionen Schekel (6,7 Millionen Euro) den Preisrekord in Israel gebrochen. Der israelische Milliardär Meshulam Riklis verkaufte das „Porträt von Annie Bjarne“ an einen französischen Geschäftsmann, wie die israelische Zeitung „Jediot Achronot“ am Mittwoch berichtete. Um die Mehrwertsteuer von 18 Prozent zu umgehen, brachte der Verkäufer das Bild von Modigliani (1884-1920) allerdings gar nicht nach Israel, sondern liess es in seinem Haus in New York. Eine Sprecherin des Auktionshauses Matsart in Jerusalem bestätigte den Verkauf…

Für 68500 Dollar Einsteins Bibel verkauft

Der Schätzwert hatte bei nur 1500-2500 Dollar gelegen. Eine Bibel mit einer Inschrift von Albert Einstein ist bei einer Versteigerung in New York City für 68500 Dollar verkauft worden. Das Exemplar war Bestandteil einer Auktion seltener Bücher und Manuskripte bei Bonhams. Der in Deutschland zur Welt gekommene jüdische Physiker und seine Frau hatten die Bibel im Jahre 1932 signiert und einer amerikanischen Freundin namens Harriett Hamilton geschenkt…

Witz des Tages

Ein Betrunkener kommt nach Hause und trinkt noch einen Tee. Im Bett fragt er seine Frau: „Haben Zitronen eigentlich kleine gelbe Füsse?“ „Nein.“ „Dann habe ich gerade den Kanarienvogel in den Tee gedrückt.“

Relief des libanesischen Pavillons in Tel Aviv freigelegt

Zwischen 1932 und 1936 fand in Tel Aviv die „Orient-Messe“ statt, auf der verschiedene Länder des Nahen Ostens sich präsentierten. An der Handelsmesse von 1936 nahm als eines von wenigen arabischen Ländern auch der Libanon mit einem eigenen Pavillon teil. Ein beinahe 80 Jahre altes Rätsel um diesen Pavillon wurde nun vor kurzem gelüftet: Wer, so hatte man sich lange Jahre gefragt, war eigentlich der Künstler, der das Relief gestaltet hat, das den Pavillon zierte, und das die Ruinen der Tempelanlagen von Baalbek zeigt? Bei Renovierungsarbeiten an dem ehemaligen Pavillon, der lange Jahre als Empfangsraum einer Autowerkstatt am Hafen von Tel Aviv gedient hatte, legten Restauratoren nun die Signatur des Künstlers frei: Es handelt sich um den bekannten Bildhauer Aharon Priver, der aus Polen ins damalige Britische Mandatsgebiet Palästina eingewandert war…

Deutschland: Kinostart von „Fill the Void“

Der Film „Fill the Void (Deutscher Titel: „An ihrer Stelle“) startet am 11. Juli 2013 in den deutschen Kinos. Seine internationale Premiere feierte der Film bei den Internationalen Filmfestspielen Venedig 2012. Als besondere Ehrung erhielt der Film den Siginis Award und Hadas Yaron wurde mit dem Coppa Volpi als beste Hauptdarstellerin geehrt. Die Israeli Film Academy vergab insgesamt sieben Auszeichnungen, darunter beste Hauptdarstellerin und bester Film. Beim Haifa International Film Festival wurde er als bester Film gekürt sowie beim Palm Springs International Film Festival 2013 als bester Fremdsprachiger Film. Die Regisseurin Rama Burshtein gibt mit „Fill the Void“ in ruhigen, stimmungsvollen Bildern einen bemerkenswerten Einblick in die Welt einer orthodoxen chassidischen Gemeinschaft. Der Film zeigt uns die Traditionen und die religiösen Regeln dieser Welt auf – ohne zu erklären oder zu werten…

Witz des Tages

Ein Jude will beim Rabbi Rat holen. Drei Stunden lang schwätzt er, dann fragt er: „Rabbi, was soll ich tun?“ „Du sollst dich taufen lassen“, rät der Rabbi. Der Jude ist beleidigt: „Rabbi! Was soll das?!“ Der Rabbi: „Dann wirst du in Zukunft dem Pfarrer den Kopf verdrehen und nicht mir!“