Nahost

Muslimische Medien-Offensive setzt auf Anti-Zionismus

Ägyptens Salafisten planen eine Medienoffensive. Ein eigener Fernsehkanal soll den Propheten Mohammed ins rechte Licht rücken, geplant sind zudem anti-christliche und anti-jüdische Sendungen. Das gab die radikale Gruppe „al Gama’a al Islamiya“ in Alexandria bekannt. Ferner wolle man Bücher und Informationsmaterial drucken, um die Geschichte des Islam und des Propheten darzustellen. Im Filmbereich will sich die islamistische Gruppe eigenen Angaben zufolge kritisch mit Judaismus und Zionismus auseinandersetzen. Ein Sprecher nannte die Pläne einen „philosophischen Dschihad“ (Heiligen Krieg). Weltweit würden Araber dazu aufgerufen, die Initiative finanziell zu unterstützen. Der Salafismus gilt als ultrakonservative Strömung innerhalb des Islam. Die Bewegung hat einen gewaltbereiten Flügel, der für zahlreiche Terroranschläge die Verantwortung übernommen hat. Im Gazastreifen hatten Salafisten in den vergangenen Tagen gegen ein amerikanisches Video protestiert, dass ihrer Ansicht nach den Propheten Mohammed verunglimpft.

Umweltzerstörung im Westjordanland

Erstmals hat eine Konferenz die Umweltsorgen im Westjordanland zum Thema gemacht. Das Ergebnis: Es gibt viel Nachholbedarf. Vor allem die Wasserversorgung sei in einem katastrophalen Zustand. Auf der Konferenz in Ariel wurde der Bericht von „Grün Jetzt“ und dem „Verband Jüdischer und Samarischer Städte“ vorgestellt. Er sollte Aufschluss über die aktuelle Umweltsituation in den betroffenen Gebieten geben. Die Ergebnisse bergen nach Angaben der israelischen Zeitung „Yediot Aharonot“ Grund zur Sorge: Die Umwelt wird sowohl von der arabischen, als auch von der jüdischen Bevölkerung massiv verschmutzt…

Neue Terrorakademie bildet „Kämpfer“ aus

Trainieren für den Kampf gegen Israel: Dies können Palästinenser in der neuen Akademie der „Volkswiderstandskomitees“ (PRC) im Gazastreifen. Der Leiter der Ausbildungsstätte ist stolz auf die Professionalität seiner Dozenten. Nicht nur militärische, sondern auch religiöse Werte machten den Inhalt des Trainings aus, sagte Akademieleiter Abu Suhib laut einem Bericht der Zeitung „Yediot Aharonot“…

Ban Ki Moon will im Iran Gespräche führen

Angesichts der wachsenden Spannungen zwischen Israel und dem Iran will UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon mit der Führungsspitze in Teheran reden. Sein Sprecher Martin Nesirky kündigte am Mittwoch an, dass Ban ein Treffen der Blockfreien Staaten im Iran zu diesem Zweck nutzen wolle. Dabei soll Ban sowohl mit dem religiösen Führer Ajatollah Ali Chamenei als auch mit Präsident Mahmud Ahmadinedschad zusammenkommen…

Neue Kämpfe auf dem Sinai

Auf der Halbinsel Sinai haben sich ägyptische Polizisten neue schwere Gefechte mit Bewaffneten geliefert. Seit der Attacke auf einen Grenzposten vom vergangenen Sonntag wurden die Sicherheitskräfte massiv verstärkt. Zu den Kämpfen sei es vor einer Polizeiwache im Ort Al-Arisch im Norden der Halbinsel gekommen, berichtete der Sender Nile News.
Nach einem Überfall auf Grenzpolizisten auf dem Sinai hatten die ägyptischen Sicherheitskräfte am Mittwoch eine Offensive gegen mutmassliche islamische Extremisten eingeleitet, die hinter der Tat vermutet werden. Mehr als 30 mutmassliche Terroristen wurden nach Angaben aus Sicherheitskreisen getötet…

„Verstehen Sie Spass?“ – in Ägypten

Bei der Sendung „Verstehen Sie Spass“ ging es darum bekannte Persönlichkeiten in unbequeme Situationen zu bringen. Bei der ägyptischen Version der Show hat man diese Idee konsequent zu Ende gedacht. Es wurden bekannte Schauspieler in die unangenehmste Situationen gebracht, die man sich denken kann: Sie wurden einem Juden gegenübergestellt…

Anklage gegen Südlibanesische Armee

Ihr Vater gründete einst die mit Israel verbündete Südlibanesische Armee (SLA) – nun wird die Libanesin Arsa Haddad wegen Kollaboration angeklagt. Ein weiterer Vorwurf lautet auf Einreise in den jüdischen Staat. Militärstaatsanwalt Sakr Sakr erhob die Anklage gegen Haddad am Montag. Die Araberin hat heute die israelische Staatsbürgerschaft. Im Juni beendete sie ihr Studium am Technion in Haifa mit einem Master in Flugtechnik. In ihrer Examensarbeit befasste sie sich mit Motoren für Raketen, berichtet die libanesische Zeitung „Daily Star“ unter Berufung auf die Onlinezeitung „Times of Israel“…

Hamas führt Hebräisch-Unterricht ein

Die Hebräisch kommt wieder in Mode. Nach 16 Jahre langer Unterbrechung lernen Schüler im Gazastreifen wieder Hebräisch – obwohl Israel der Erzfeind der Hamas ist. Was sorgt für den Sinneswandel? Ausgerechnet die radikal-islamische Hamas führt den Hebräisch-Unterricht an den allgemeinen Schulen im Gazastreifen wieder ein. Nach den Sommerferien sollen palästinensische Schüler zunächst an 14 von etwa 400 Schulen wieder das Alef, Bet, Gimel, die ersten Buchstaben des hebräischen Alphabets, lernen und die Grammatik pauken…