Schwerer Zwischenfall im Süden Israels: Bei einer Schiesserei zwischen einer Terrorgruppe und israelischen Militäreinheiten sind am Freitag Nachmittag vier Menschen getötet worden. Der Vorfall ereignete sich an der israelisch-ägyptischen Grenze. Nach Armeeangaben hatten sich drei Terroristen an einen israelischen Aussenposten herangeschlichen, und zwar südlich des Berges Sagi. Dort ist der Grenzzaun noch nicht fertig gestellt. Sie hatten Gewehre und Sprengstoffgürtel bei sich. Die Terroristen eröffneten aus etwa 100 Metern Entfernung das Feuer auf eine israelische Einheit, die dort zum Schutz von zivilen Bauarbeitern abgestellt war. Die Arbeiter errichten die Grenzabsperrung. Es kam zu einem heftigen Schusswechsel. Eine ägyptische Terrorgruppe hat die Verantwortung für den schweren Terroranschlag an der Grenze übernommen. Der 20 Jahre alter israelische Soldat Natanel Yahalomi kam dabei ums Leben, ein weiterer wurde mittelschwer verwundet…
Sicherheit
Israel-Iran: Angriff noch vor US-Wahl?
Israel wird den Bau der Atombombe durch den Iran verhindern, sagt Militär-Experte Amos Yadlin. Im Nahen und Mittleren Osten droht eine militärische Eskalation. Israel ist nicht gewillt, hinzunehmen, dass Iran die Fähigkeiten zum Bau von Atomwaffen erwirbt. Noch vor den US-Wahlen im November, so heisst es in gut informierten israelischen Kreisen, könnte Israel den aussenpolitischen Stillstand während des US-Wahlkampfs nutzen, um Ernst zu machen. Plant Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu einen Angriff?
„Wenn Sie den öffentlichen Erklärungen Netanjahus folgen, sind die Chancen nicht gering“, sagte Amos Yadlin, Leiter des strategischen Forschungszentrums in Tel Aviv, in einem Exklusivinterview mit der in Berlin erscheinenden „Jewish Voice from Germany“…
Überraschendes Manöver: Streitkräfte üben heute Verteidigung des Nordens
Israels Generalstabschef Benny Gantz hat heute überraschend ein Grossmanöver angesetzt. Damit soll die Alarmbereitschaft der Streitkräfte getestet werden. An dem Manöver, das heute Morgen begonnen hat, nehmen Truppen des Nord- und des Zentralbezirks sowie die israelische Luftwaffe teil. Reservesoldaten wurden in den frühen Morgenstunden per SMS aufgefordert, sofort zu ihren Einheiten zu fahren. Der israelische Armeesprecher teilte den Medien mit, dass Israels Militärstab die Alarmbereitschaft einzelner Einheiten und der Reservesoldaten prüfen möchte. Das Manöver simuliert einen unerwarteten Angriff auf die Golanhöhen, wonach alle einsatzfähigen Einheiten zum Krieg aufgerufen wurden…
Neue Polizei-Einheit soll jüdischen Terror bekämpfen
Israels Minister für innere Sicherheit, Jitzhak Aharonovitch, hat die Bildung einer neuen Einheit bei der Polizei angeordnet. Diese soll gegen jüdischen Terror vorgehen. „Wir müssen eine Null-Toleranz-Politik einführen, gegen Terror, die Schändung religiöser Stätten, Angriffe auf Regierungssymbole und sogenannte Preisschild-Attacken“, sagte Aharonovitch am Montag laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“. Mit „Preisschild-Attacken“ machen radikale Siedler klar, dass jeder Angriff auf sie oder ihre Siedlungen einen Preis hat…
Der «New Yorker» bringt neue Enthüllungen
Mossad-Agenten drangen in den Computer eines syrischen Atomexperten ein. Am 7. März 2007 brachen Mossad-Geheimdienstagenten in die Wiener Wohnung von Ibrahim Othman ein, dem Leiter der syrischen Atomagentur-Kommission, ein. Die Agenten, die keine Spuren hinterliessen, drangen in Othmans Computer und kopierten zahlreiche belastende Fotografien. Es handelte sich um Farbfotos des bis dahin geheimen syrischen Atomreaktors im Nordosten des Landes…
Israel spricht mit USA Irans Atomprogramm
Israel und die USA beraten nach den Worten von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu über die Festlegung eindeutiger Grenzen für das iranische Atomprogramm. Je schneller dem Iran eine klare rote Linie aufgezeigt werde, „desto grösser sind die Chancen, dass wir nicht zu anderen Aktionsformen greifen müssen“, sagte Netanyahu offenbar in Anspielung auf einen Militärschlag. Der israelische Regierungschef äusserte sich am späten Sonntagabend im kanadischen Fernsehsender CBC…
Elektromagnetischer Angriff auf Iran?
Israel könnte einem Bericht zufolge eine Attacke mit elektromagnetischen Pulsen zur Sabotage von Irans Atomprogramm in Betracht ziehen. Israel erwägt einem Medienbericht zufolge einen Angriff auf den Iran mit elektromagnetischer Strahlung. Wie die britische „Sunday Times“ berichtete, gibt es in Kreisen von US-Geheimdiensten „zunehmende Befürchtungen“, dass Israel einen solchen Angriff in Betracht zieht…
Israelis nach Angriff auf Palästinenser festgenommen
In Jerusalem sind fünf jüdische Israelis unter dem Verdacht festgenommen worden, einen Palästinenser in einem jüdischen Viertel angegriffen und verletzt zu haben. Die fünf Jugendlichen würden vor einem Gericht wegen des Angriffs auf den 28-jährigen Hotelangestellten befragt, sagte ein Polizeisprecher. Die Untersuchungshaft sei um zwei Tage verlängert worden. Die Jugendlichen hätten zugegeben, den Mann am Mittwochabend im Viertel Katamon angegriffen zu haben, als sie merkten dass er Araber ist, sagte der Polizeisprecher. Sie hätten gedacht, dass er sich an einem jüdischen Mädchen vergehen wolle, sagten sie zur Begründung…
Gefahren durch iranisches Atomprogramm
Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, fordert ein konsequentes Vorgehen gegen das iranische Atomprogramm. Knobloch sagte in einem dapd-Interview anlässlich des bevorstehenden Israel-Besuchs von Bundesratspräsident Horst Seehofer (CSU), es müsse unbedingt verhindert werden, dass der Iran in den Besitz von Nuklearwaffen komme. Dies wäre nicht nur eine Bedrohung für Israel, sondern für die gesamte freie Welt. Knobloch warnte: “Die politischen religiösen Führer im Iran leugnen den Holocaust und sprechen dem jüdischen Staat das Existenzrecht ab.” Ausserdem finanziere der Iran “Organisationen, die den Terror gegen Israel praktizieren und die Vernichtung Israels zum Ziel haben”. Knobloch fügte hinzu: “Ich wünsche mir ein wenig mehr Empathie für die Menschen in Israel.”…
Im U-Boot-Streit droht Blockade der US-Ägyptenhilfe
Israel ist nach einem Zeitungsbericht entschlossen, den Verkauf zweier deutscher U-Boote des Typs 209 an Ägypten zu verhindern. Dies berichtete die «Bild»-Zeitung am Rande des Besuchs von Aussenminister Guido Westerwelle. Das Blatt zitiert einen israelischen Regierungsvertreter mit den Worten, Ägyptens neuer Präsident Mohamed Morsi solle erst einmal „Verlässlichkeit beweisen“. Andernfalls wolle Israel seinen Einfluss in den USA nutzen, um die Auszahlung von US-Hilfsgeldern an Ägypten zu verhindern…