Terroristen haben am Sonntag nahe der israelisch-ägyptischen Grenze das Feuer auf einen Passagierbus eröffnet. Verletzt wurde niemand. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte haben die Untersuchung des Falls übernommen…
Sicherheit
Israels Militär rüstet für Eingreifen gegen syrischen C-Waffeneinsatz
In Israel gibt es Befürchtungen, dass die syrischen Chemiewaffen im Chaos in falsche Hände geraten könnten. Man könne auf keinen Fall akzeptieren, dass etwa die libanesische Hisbollah solche hochmodernen Waffen erhalte, betonte Verteidigungsminister Ehud Barak am Sonntag. Er habe die Armee bereits angewiesen, sich auf ein mögliches Eingreifen gegen den von Assad angekündigtem C-Waffeneinsatz vorzubereiten, sagte er offen im Fernsehen…
Die Schicksale der Terroropfer
Noch am Flughafen wurde den fünf durch den Terroranschlag in Bulgarien getöteten Israelis in einer Zeremonie gedacht. Kochava Shriki, 44, aus Rischon LeZion; Itzik Kolangi, 28, aus Petach Tikva; Amir Menashe, 28, aus Petach Tikva; Elior Price, 26, aus Akko und Maor Harusch, 25, aus Akko wurden am Freitag im Beisein ihrer Familien und Freunde beigesetzt.
Die persönlichen Schicksale treten in den Medien oft in den Hintergrund. Ganz besonders tragisch ist die Geschichte von Kochava und Itzik Schriki. Sie haben seit Jahren versucht, ein Baby zu bekommen. Nach unzähligen Befruchtungstherapien wurde Kochava mit 44 Jahren endlich schwanger. Kurz bevor sie das Flugzeug nach Bulgarien bestieg, rief sie ihre Schwester an und erzählte ihr von der guten Nachricht. Jetzt ist sie im Sarg nach Israel zurückgekehrt. Ihr Mann Itzig wird noch im Krankenhaus behandelt, trug aber nur leichte Verletzungen davon. Weitaus schlimmer sei seine psychische Verfassung, so die Familie. „Er ist völlig am Boden zerstört,“ sagte ein Verwandter….
Israel fürchtet Terror bei der Olympiade
Der israelische Geheimdienst Mossad hat Berichten zufolge die Sorge geäussert, dass Extremisten die Olympischen Spiele in London für Anschläge auf israelische Sportler nutzen könnten. Die Olympiade, die am kommenden Freitag beginnen wird, findet 40 Jahre nach dem Massaker in München statt, bei dem 11 israelische Athleten und Trainer von Terroristen ermordet wurden.
Israelis weltweit sind nach dem Terroranschlag in Burgas, Bulgarien um ihre Sicherheit besorgt. Die britische Zeitung Times stellte Vermutungen über Geheimaktionen des israelischen Mossads gegen den Iran an. Ein Bericht beschreibt, dass dem israelischen Geheimdienst Informationen über Attacken der iranischen Al-Quds-Brigaden gegen Israelis weltweit vorliegen. Generalmajor Amos Gilad, Direktor der Sicherheitsabteilung des Verteidigungsministeriums, sagte im Armeeradio, dass die israelischen Sicherheitskräfte eng mit der europäischen Geheimdienstgemeinschaft zusammenarbeiten…
Mossad-Agent stirbt bei Fahrradunfall
Der Mossad-Agent Giora Zahor ist am Montag bei einem Verkehrsunfall in Zentralisrael ums Leben gekommen. Er hatte die Operation geleitet, die den israelischen Atomspion Mordechai Vanunu vor Gericht brachte.
Einem Bericht der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ zufolge war Zahor mit einem Mountainbike entgegen der Fahrtrichtung unterwegs, als er von einem Lastwagen erfasst wurde. Der 70-Jährige erlitt tödliche Verletzungen….
Terrorzelle aufgedeckt
Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) und der Allgemeine Sicherheitsdienst (SHABAK) haben im Mai eine Terrorzelle enttarnt, die mehrfach versucht hatte, Soldaten zu entführen, um palästinensische Strafgefangene freizupressen. Dies wurde am Montag bekannt. Die Mitglieder der Gruppe lebten in einem Dorf nördlich von Jerusalem, von dem aus die Gruppe auch operierte…
Der Deligitimierungskrieg
Kann die andauernde Deligitimierung Israels bekämpft werden? Ein hochrangiger israelischer Offizieller, der eine Karriere im Bereich der Geheimdienste gemacht hat, sagte mir, dass nichts getan werden könne. Das ist eine leichte Antwort: Wenn eh nichts getan werden kann, warum sollten wir es dann versuchen?
Das Thema der Delegitimierung ist ein grosses Problem für Israel. Anschuldigungen zu machen ist leicht, aber Lügen zu widerlegen ist schwer, langwierig und oftmals kostspielig. Ein Beispiel: Die deutsche Dichterin, Anti-Israel-Aktivistin und Unterstützerin der Hamas, Irena Wachendorff, behauptete, sie sei jüdisch, Mitglied der liberalen jüdischen Gemeinde und habe in der israelischen Armee gedient. Sie behauptete ausserdem…
Marine bereitet sich auf Verteidigung der Gasfelder vor
Das Verteidigungsministerium und die Marine haben dem israelischen Kabinett einen Plan für die Verteidigung der Gasfelder im Mittelmeer vorgelegt. Darin wird eine massive Erhöhung der Truppenstärke und des Budgets allgemein gefordert. Die Kosten des Plans, der für die Verteidigung von vier Bohrstationen dient, wird etwa drei Milliarden Schekel betragen, umgerechnet etwa 205 Millionen Euro.
„Dies ist strategisch wichtiges Gebiet, genauso wie israelisches Festland,“ kommentierte Marinegeneral Ram Rotberg den Plan.
Der Plan sieht vor, dass Israel vier Schiffe für die Küstenwache erwirbt, jedes von der Grösse eines Torpedo Bootes und diese mit dem „Barak“-Verteidigungssystem versieht. Dieses System funktioniert in etwa wie die „Eiserne Kuppel“ auf dem Festland, die Raketen abfängt. Hinzu kommt ein neues Radarsystem zum Aufspüren von terroristischen Aktivitäten…
Schweres Maschinengewehrfeuer aus dem Gazastreifen
Nach mehr als einer Woche ohne Beschuss, wurde Israel wieder aus dem Gazastreifen angegriffen. Jedoch gab es diesmal eine Neuerung: palästinensische Scharfschützen schossen eine Salve von sieben Geschossen des Kalibers 15 mm auf Jad Mordechai ab. Mehrere Autos auf dem Parkplatz eines Einkaufzentrums mit Restaurants und Geschäften wurden getroffen. Orly Halevi, die gerade in einem der Restaurants zu Abend ass, sagte in der Tageszeitung Israel Hayom, dass es ein wahres Wunder sei, dass niemand von diesen großen Geschossen getroffen worden ist…
Iran trifft Kriegsvorbereitung
Der Iran hat diese Woche eine Serie von Tests mit Lang- und Mittelstreckenraketen durchgeführt. Iranische Offizielle gaben an, die Tests seien gegen Nachbauten von „transregionalen Mächten“ gerichtet.
Die im Iran hergestellten Raketen haben eine Reichweite bis nach Israel. So wurde auch anfangs angenommen, dass der jüdische Staat das Ziel der Tests war.
Amir Ali Hajizadeh, ein General der Revolutionsgarden, enthüllte, dass Israel, aber auch die USA, mit dieser Aktion gewarnt werden sollten. Die iranische Nachrichtenagentur Fars News berichtete, die Ziele der Raketen seien Nachbauten von amerikanischen Militärlagern. Hajizadeh sagte weiterhin, die Übung zeige eindeutig, dass ein israelischer Schlag gegen die iranischen Atomanlagen katastrophale Folgen haben würde.
„Wenn sie (Israel) uns angreifen, werden sie uns einen Grund geben, sie von der Erde zu fegen,“ wurde Hajizadeh von der iranischen IRNA Nachrichtenagentur zitiert.
Es ist weiterhin interessant, dass diese militärische Übung „Prophet 7“ genannt wurde, eine eindeutige islamisch-religiöse Anspielung. Westliche Diplomaten vertrauen darauf, dass der Iran letzten Endes pragmatisch sein und nicht versuchen wird, Israel zu zerstören…