Sicherheit

Zwei Palästinenser wegen Palmer-Mord festgenommen

Polizei, Armee und Inlandsgeheimdienst haben am Dienstag im Rahmen einer gemeinsamen Ermittlung zwei Palästinenser aus Halhul festgenommen, die des Mordes an Asher Palmer und seinem Sohn Yonatan verdächtigt wurden. Während der Befragung gestanden die Verdächtigen, die Steine geworfen zu haben, die zu dem Tod von Asher und Yonatan Palmer geführt haben. Die Polizei ermittelt nun, ob die beiden auch an 17 anderen Angriffen auf Fahrzeuge beteiligt waren.
Asher Palmer (25) und sein Sohn Yonatan (1) wurden vergangenen Monat getötet, als ihr Auto sich in Folge von Steinwürfen überschlug. Die Polizei bestritt zuerst, dass Steinewerfer den Unfall verschuldet haben, doch folgerte später, dass der Vorfall tatsächlich ein terroristischer Akt war.
Die Familie der Opfer nahm die Nachricht der Festnahme mit gemischten Gefühlen auf. Moshe Palmer, der Bruder des getöteten Asher Palmer, sagte: „Es hilft ein wenig, da so das Gefühl eines Schlussstrichs entstehen kann. Doch mein Umgang damit hat wenig mit der Frage zu tun, ob die Mörder gefasst werden oder nicht.“

Botschaft in Ghana wiedereröffnet

Nach 38 Jahren hat Israel offiziell seine Botschaft in Ghana wiedereröffnet. Die Botschafterin Israels in Ghana, Sharon Bar-Li, hat wurde in einer traditionellen Zeremonie von Präsident John Evans Atta Mills offiziell eingeführt. Bei der Zeremonie wurde der Name „Israel“ mit Trommelschlägen umgesetzt.
In ihrer Rede erklärte die Botschafterin, dass dieses Ereignis die Vertiefung der historischen Beziehungen zwischen den beiden Staaten markiere. Ghana war der erste afrikanische Staat, der diplomatische Beziehungen mit Israel etabliert hatte, und Israel war sehr aktiv in der Entwicklungshilfe und Berufbildungsprogrammen. Ghana hat sich als bevorzugtes Ziel für Investments in Westafrika etabliert und ist ein häufiges Reiseziel für israelische Geschäftsleute.
Die Entscheidung, die Botschaft in Ghana wiederzueröffnen, wurde während des Besuches von Aussenminister Avigdor Lieberman im Land im September 2009 getroffen.
Sie ist Teil der Politik des Aussenministeriums, seine Beziehungen zu afrikanischen Staaten zu stärken.

Freund-Feind-Erkennungssystem türkischer F-16-Jagdbomber ist angeblich ausgetauscht

Die Krise zwischen der Türkei und Israel wegen der Gaza-Hilfsflotte ist um eine brisante Facette reicher: Türkische Medien berichten, der Rüstungskonzern „Aselsan“ in Ankara habe ein elektronisches „Freund-Feind-Erkennungssystem“ (IFF) für seine Jagdbomber vom US-Typ F-16 gebaut, das israelische Flugzeuge und Schiffe nicht länger automatisch als „Freund“ klassifiziert.
Eben das tun die bisherigen IFF-Geräte in türkischen F-16, damit die Piloten in der Nahostregion leichter den Überblick behalten und freundliche von unbekannten Objekten trennen können; es soll irrtümliche Angriffe verhindern. Künftig würden die Piloten Ziele nach „nationalem Interesse“ identifizieren, heisst es. Da man die US-Geräte nicht umbauen könne, habe Aselsan ein IFF entwickelt, mit dem schon viele F-16 nachgerüstet sein sollen; es soll auch auf Schiffen dienen.
Die Funktion von IFF (1940 in Deutschland entwickelt) ist komplex. Simpel gesagt: Ein Sender schickt ein Fragesignal an ein anderes Objekt und erwartet eine „richtige Antwort“ (einen bestimmten Code). Der würde von einem IFF-Transponder erzeugt, Transponder der eigenen Seite bzw. von Alliierten geben auf „Fragen“ von Freunden die richtige Antwort. Kommt ein falscher Code, oder gar keiner (etwa weil es ein fremder Transponder ist oder das Objekt gar keinen hat), gilt das Ziel als unidentifiziert.
Einen „Freund“ könnte der Pilot aber dennoch angreifen, sagt Georg Mader, Korrespondent des Militärfachmagazins „IHS Jane’s Defence“, zur „Presse“. Entgegen Gerüchten würden die Waffen diesfalls nicht blockiert – auch nicht angesichts israelischer Ziele. Solche Gerüchte kämen aus Militärkreisen in Pakistan und von Verschwörungstheoretikern, seien aber (noch) unbestätigt.
Drei am Bau des IFF beteiligte Experten sollen unerwartet Selbstmord begangen haben. er türkische Premier Erdoğan soll den Bau des IFF auch initiiert haben.

Israel holt seine Diplomaten von Jordanien nach Hause

Aus Furcht vor Ausschreitungen hat Israel seine Diplomaten nach Hause geholt. Jordanische Aktivisten haben einen «Marsch der Millionen» auf die israelische Botschaft angekündigt. Israel hat nun auch seinen letzten Botschafter in einem arabischen Nachbarland abgezogen. Israelische und arabische Medien berichteten am Donnerstag, Daniel Nevo, der israelische Repräsentant in Jordanien, sowie die meisten Diplomaten seien in ihr Heimatland zurückgekehrt.
Nur wenige Mitarbeiter sollten in der Botschaft verbleiben. Ein Sprecher des israelischen Aussenministeriums in Jerusalem war zunächst nicht erreichbar. Der Hintergrund des Entscheids ist die Furcht davor, dass die Botschaft in ähnlicher Weise von Tausenden gestürmt werden könnte wie die israelische Vertretung in Ägypten vergangene Woche. Drei Ägypter wurden dabei getötet und etwa 1000 verletzt. Die israelischen Diplomaten wurden in einer dramatischen Rettungsaktion ausgeflogen. Israel betonte allerdings, der Botschafter sollte bald an seinen Posten zurückkehren.

Hamas beendet Waffenruhe

Nach den Anschlag auf isrealische Zivilisten am Donnerstag und Freitag hat die in dieser Palästinenserenklave regierende radikalislamische Hamas-Bewegung den vor zwei Jahren ausgerufenen Waffenstillstand für beendet erklärt.
„Es gibt keinen Waffenstillstand mit dem Feind mehr“, erklärte die Hamas nach Angaben der Agentur Reuters. In der Nacht zum Samstag feuerten militante Palästinenser im Gaza-Streifen nach israelischen Angaben acht Raketen auf Israel ab. Mindestens drei Menschen wurden schwer verletzt.
Als Reaktion auf die blutige Anschlagsserie im Süden Israels fliegt die israelische Luftwaffe seit zwei Tagen Angriffe auf den Gazastreifen. Nach den jüngsten Bombardements in der Nacht zum Samstag stieg die Zahl der Todesopfer in der Palästinenserenklave auf 15, mindestens 40 weitere Menschen wurden verletzt.
Am Donnerstag hatten Terroristen einen Reisebus, ein Auto und eine Militärstreife im Süden Israels attackiert und sieben Menschen getötet. Mindestens 35 weitere erlitten Verletzungen. Bei einer Verfolgungsaktion konnten die israelischen Sicherheitskräfte laut arabischen Medien mindestens sechs Angreifer töten.

Der israelische Verteidigungsminister Ehud Barack machte die radikalen Islamisten aus dem Gaza-Streifen für die Anschläge verantwortlich. Die beiden grössten terroristischen Bewegungen der Palästinenserexklave, Hamas und Islamischer Dschihad, wiesen die Vorwürfe von sich.

Raketen aus dem Gazastreifen treffen Israel

Nach dem Terroranschlag bei Eilat starten Israelis und Palästinenser gegenseitige Angriffe. Israel droht mit einer Bodenoffensive. Nach dem schwersten Terrorangriff in Israel seit drei Jahren eskaliert die Gewalt. Am Freitag trafen rund ein dutzend Raketen aus dem Gazastreifen Israel. Nach Angaben der israelischen Behörden wurden sechs Menschen verletzt. Die Angriffe sollen hauptsächlich unbewohnte Gegenden getroffen haben. Zwei Raketen sollen jedoch in der Stadt Ashdod eine Synagoge und eine Schule beschädigt haben.

Zuvor hatte Israels Luftwaffe in der Nacht auf Freitag Ziele im Gazastreifen bombardiert. Dabei wurden nach palästinensischen Angaben sieben Menschen getötet und 18 verletzt. Unter den Toten war auch der Anführer des palästinensischen Volkswiderstandskomitees, einer bewaffneten Palästinensergruppe, die von Israel für die Anschläge verantwortlich gemacht wird.
Israel drohte am Freitag auch mit einer Bodenoffensive im Gazastreifen. Es stünden „alle Optionen“ offen, sagte Brigadegeneral Joaw Mordetschai im Rundfunk. „Wenn die Hamas eine Eskalation will, dann wird sie einen hohen Preis zahlen“. Die Hamas, die den Gazastreifen kontrolliert, hatte zuvor jede Verwicklung in die Angriffe zurückgewiesen.

Neue Terrorvereinigung in Gaza

Eine terroristische Gruppe mit Verbindung zu einer Splitterpartei der Palästinensischen Autonomiebehörde in Judäa und Samaria hat sich im Gazastreifen organisiert. Die Gruppe nennt sich Ansar Al-Mujahadeen und behauptet, tausende Anhänger zu haben. Der vorherige Name der Vereinigung war Kata’eb Al-Mujahadeen und unter diesem Namen hat die Gruppe die Verantwortung für zahlreiche Terrorattacken in Israel in den Jahren 2009 und 2010 übernommen. Israelischen Sicherheitskräften zufolge ist die Gruppe Teil der Salafi-Bewegung, die alle arabischen Regime mit einem islamischen Kalifat, einer religiösen Regierung, ersetzen wollen. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Ma’an in Bethlehem haben die Vertreter der neuen Gruppe angekündigt, dass sie mit tausenden Mitgliedern aus Gaza und dem sogenannten Westjordanland gegen Israel, ihren Feind, antreten werden. „Wir haben viele erfolgreiche Jihad-Missionen gegen Israel durchgeführt und wir geben Palästina mit unseren Aktionen eine Seele“, so einer der maskierten bewaffneten Männer im Interview. Der Zeitpunkt für ein Zurücktreten in die Öffentlichkeit sei perfekt, so die Anführer. „Wir wollen unsere nächsten Jihad-Missionen gemeinsam mit der Hamas ausführen“, sagte Abu Bilal, der Sprecher der Gruppe.

Unbemannte Dronen bewachen die Gasförderplattformen

Um Angriffen der Hisbollah auf die Gasförderplattformen vor der Küste vorzubeugen, hat die israelische Luftwaffe unbemannte Dronen eingesetzt. Diese sollen Aufklärungsflüge durchführen und somit Bedrohungen aufspüren. Hintergrund ist die Auseinandersetzung mit dem Libanon über den Verlauf der Seegrenze zwischen Israel und dem nördlichen Nachbarland. Bei der Marine wurde bereits ein Einsatzplan zum Schutz der Gasfelder vor der Küste ausgearbeitet und die Entscheidung, Dronen einzusetzen, wurde getroffen, um diese rund um die Uhr zu überwachen. Die Hisbollah hatte Israel gedroht, alle ihr zu Verfügung stehenden Mittel zur Verteidigung der libanesischen Hoheitsgewässer einsetzen zu wollen. Eventuelle Raketenangriffe oder Angriffe von Bombenbooten, um die Bohrinseln zu sprengen, werden aus der Luft und vom Boden aus unsichtbar bewacht werden…

Israel verlegt neue Landminen

Israel verlegt an seiner nordöstlichen Grenze zu Syrien offenbar neue Landminen. Wie das von den Streitkräften des Landes herausgegebene Magazin «Mahaneh» berichtete, sollen damit propalästinensische Demonstranten daran gehindert werden, in die Golanhöhen vorzudringen. Die Massnahme sei Teil der Vorbereitungen auf für September erwartete Protestaktionen, hiess es.

Im Juni hatten israelische Soldaten an der Grenze zu den Golanhöhen das Feuer auf von syrischer Seite kommende Demonstranten eröffnet und mindestens 20 Menschen getötet. In dem Gebiet ausgelegte ältere Minen waren dabei nicht detoniert. Die Golanhöhen stehen seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 unter Israel Sicherheitskontrolle.

ZAHAL verhindert Drogenschmuggel

Soldaten der israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) haben am Dienstag einen Versuch verhindert, Drogen über die syrisch-israelische Grenze nach Israel zu schmuggeln. Der Einheit waren zwei verdächtige Gestalten aufgefallen, die versuchten, ein Paket über die Grenze zu werfen.
ZAHAL nahm die beiden fest und entdeckte in dem Paket 10 kg eines verdächtigen Pulvers.
Die Armee unternimmt in dem Gebiet regelmässige Kontrollen, vor allem, um unerlaubtes Eindringen auf israelisches Gebiet zu verhindern. In der für den Golan zuständigen Brigade weist man darauf hin, dass im letzten Jahr ein Anstieg des Drogenschmuggels an der syrischen Grenze verzeichnet worden sei. Im letzten Jahr wurden 50% mehr Drogenschmuggler gefasst als im letzten Jahr.
Die syrische Grenze ist der Hauptumschlagplatz für den Drogenschmuggel im Norden. Aus diesem Grund arbeitet ZAHAL bei ihren Einsätzen intensiv mit der israelischen Polizei zusammen.