Mehrere Tausend junge Israelis und auch einige Regierungsmitglieder haben im Westjordanland gegen Friedensgespräche mit den Palästinensern demonstriert. Sie marschierten am Donnerstag von der Siedlung Maale Adumim zu dem sogenannten E1-Gebiet, berichteten israelische Medien…
Friedensgespräche
Palästinenser wollen mit Terror die Friedensgespräche zum Scheitern bringen
Seit Monaten mehren sich palästinensische Attacken in Israel und hat unruhige Tage und Wochen hinter sich. Die Zahl der Terroranschläge durch palästinensische Terroristen hat stark zugenommen…
Geringe Erwartungen an die neuen Friedensgespräche
Die neuen Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern beginnen am heutigen Montag in Washington. Von Offiziellen beider Seiten war im Vorfeld zu hören, man habe nur geringe Erwartungen. Palästinenser vertrauen den Amerikanern nicht, 74 Prozent sind derMeinung, die USA sei heute nicht seriöser als bisher in den Friedensbemühungen. Zahllose Fragen scheinen nur schwer lösbar, etwa der umstrittene Status von Jerusalem oder das von den Palästinensern geforderte „Rückkehrrecht“ für Millionen Flüchtlings-Nachkommen. „Dennoch müssen wir dem Friedensprozess eine Chance geben“, hiess es von Seiten der israelischen Delegation. Sie wird von Justizministerin Zipi Livni (Foto) geleitet, die von Yitzhak Molcho unterstützt wird. Palästinensischer Chefunterhändler ist Saeb Erekat, dem Mohammad Shtayyeh zur Seite steht…
Abbas will für Friedensverhandlung 120 Terroristen freipressen
Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas fordert die Freilassung von 120 Terroristen, die in israelischen Gefängnissen inhaftiert sind. Dies sei eine Bedingung für die Wiederaufnahme von Friedensgesprächen. Die USA drängt Israel, auf Abbas einzugehen und die Freilassung der Straftäter ernsthaft in Betracht zu ziehen. Doch in der Bevölkerung regt sich Widerstand: Auf Abbas „Liste der 120“ finden sich Mörder, die jüdische Israelis auf bestialische Art und Weise umgebracht haben. Angehörige der Opfer warnen, die Freilassung dieser Mörder habe erneutes Blutvergiessen zur Folge. Auch Verteidigungsminister Moshe Yaalon wehrt sich gegen die Forderungen des Palästinenserpräsidenten, die aber von mehreren europäischen Aussenministern unterstützt werden. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gerät zunehmend unter Druck.
Netanjahu zu Friedensgesprächen aufgefordert
Israels Staatschef Schimon Peres hat der Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eindringlich zur Wiederaufnahme der Nahost-Friedensverhandlungen geraten. Er empfahl den palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas als guten Partner.
In seiner Residenz in Jerusalem sagte Peres am Sonntag vor israelischen Diplomaten, Israels einziger Weg, die Geschicke in der Region positiv zu beeinflussen, bestehe darin, ein Friedensabkommen mit den Palästinensern zu schliessen.
Abbas sei dafür ein guter Partner. Er kenne ihn bereits seit 30 Jahren und niemand wird meine Meinung über ihn ändern, sagte Peres.
Zwar stehe Abbas häufig in der Kritik, bemerkte Israels Staatschef. Es gebe aber derzeit keine anderen arabischen Führer, die sich für den Frieden aussprechen, gegen Terrorismus und für einen entmilitarisierten Palästinenserstaat. Peres mahnte zugleich zur Eile im Nahost-Prozess, denn es bleibe «nicht mehr viel Zeit….