hebrew university of jerusalem

Antike Goldschatz am Fuss des Tempelberg gefunden

Im Sommer machte der Archäologe Dr. Eilat Mazar von der Hebrew University of Jerusalem bei Ausgrabungen am Fusse des Tempelberges eine erstaunliche Entdeckung: der Schatz enthält zwei Bündel mit sechsunddreissig Goldmünzen, Gold-und Silberschmuck und ein goldenes Medaillon bei dem das Symbol der Menora ( Tempelleuchter) hinein geätzt ist…

Wie die Sonne die Kleinen gefährdet

Wie wichtig es ist, gerade kleine Kinder vor zu viel Sonne zu schützen, bestätigt eine Studie aus Israel. Das Risiko eines malignen Melanoms ist vor allem bei jenen stark erhöht, die vor dem zehnten Lebensjahr in den sonnenreichen Mittelmeerstaat eingewandert sind. Jerusalemer Forscher haben die Daten von über einer Million jungen Männern gesammelt, die im Alter zwischen 16 und 19 Jahren für den in Israel obligatorischen Militärdienst gemustert worden waren. Die wenigsten der Teilnehmer waren Israelis, die bereits seit mehreren Generationen im Land lebten; gut die Hälfte war aus Nordafrika oder Asien eingewandert, etwa 43 Prozent stammten aus Europa (entweder sie selbst, ihre Väter oder Grossväter waren dort geboren)…

Nanoteilchen machen verborgene Fingerabdrücke sichtbar

Geldscheine, Verträge, Zeitungen, Notizzettel: Auf Papier kommen Fingerabdrücke am häufigsten in die Labore der Kriminaltechniker. Leider sind sie mit gängigen Methoden nur in etwa der Hälfte der Fälle sichtbar zu machen. Ein neues Verfahren aus Israel verspricht dies nun zu ändern. Es setzt nicht wie bisher auf das Rillenmuster aus Schweiss, das der Finger auf dem Papier hinterlässt – stattdessen markiert es mit Hilfe spezieller Nanoteilchen das Papier, das zwischen den Rillen unberührt blieb. So entsteht ein umgekehrtes Bild des Abdrucks, ähnlich einem Fotonegativ, berichten die Forscher im Fachblatt „Angewandte Chemie“. Ihre Methode funktioniere auch bei sehr schwachen Abdrücken, ungünstigen Schweissspuren und sogar bei Papier, das nass geworden ist.
Die Unterschiede in der Schweisszusammensetzung individueller Personen spielen keine Rolle“, schreibt das Team um Joseph Almog, Professor für Forensische Chemie an der Hebrew University of Jerusalem. Denn bislang bringen Kriminaltechniker Goldnanopartikel auf das Papier auf, die sich vor allem an die Aminosäuren in den feinen Schweissresten des Fingerabdrucks anhaften. Eine hauchdünne Schicht davon trägt jeder Mensch auf der Haut, auch wenn er nicht stark schwitzt, und so auch an den Fingerspitzen. Allerdings ist der Schweiss individuell unterschiedlich zusammengesetzt, etwa im Anteil an Aminosäuren, und kann sich mit der Nahrung oder der Wasseraufnahme verändern. So zeigten frühere Studien, dass diese Spuren in zahlreichen Fällen die Nanopartikel nicht ausreichend anhaften lassen.
Deshalb setzten die israelischen Forscher auf eine Umkehrung des Prinzips: Sie veränderten die Partikel so, dass sie direkt am Papier anhaften. Ihre neuen Moleküle besitzen einen „Schwanz“ aus einer Kohlenwasserstoffkette mit schwefelhaltiger Gruppe, die an die Oberfläche der Goldnanopartikel andockt. Der „Kopf“ des Moleküls hingegen, eine Acylpyridazingruppe, bindet sich an die Zellulose im Papier. Weil aber das Papillarmuster des Fingerabdrucks neben Schweiss auch Hautfett enthält, können die Partikel das Papier nur zwischen den Linien erreichen…