Gesellschaft

Studie: Lebenserwartung in Israel höher als in den USA

Israelis haben eine höhere Lebenserwartung als Amerikaner und die Bewohner anderer OECD-Staaten. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie, die ein Forscher der Ben-Gurion-Universität in Be’er Sheva erarbeitet hat.

Demnach werden Amerikaner durchschnittlich 78 Jahre alt, israelische Araber hingegen 79 Jahre und israelische Juden sogar 81 Jahre. Die höchste Lebenserwartung aller OECD-Mitgliedsstaaten gibt es in Japan (82 Jahre).

Gedenken an Erzmutter Rahel

Gestern war entsprechend dem jüdischen Kalender, dem 11. Cheshwan, der Todestag der jüdischen Erzmutter Rahel. Ihre Grabstätte liegt ja auf dem Weg nach Bethlehem, wie es in der Bibel steht. Jahrhunderte lang war es nur ein kleines Gebäude mit einer Kuppel, wegen den palästinensischen Aufständen jedoch und der Sorge um die Sicherheit der dort jüdischen Betenden wurde es in eine Festung umgebaut. Hauptsächlich Frauen kommen dort um für Kinder oder eine leichte Geburt zu beten. Am heutigen Tag wird mit 60.000 Besuchern gerechnet. Der geistige Führer der sefardischen Schass-Partei, Rabbi Ovadja Josef, besuchte am Sonntagabend das Grab. Während des Gazakrieges berichteten Soldaten von einer Frau vor Gefahren gewarnt worden zu sein, die auf die Frage nach ihrem Namen angab Erzmutter Rahel zu sein. Der inzwischen verstorbene ehemalige Oberrabbiner Mordechai Elijahu war über diese Geschichten der Soldaten nicht erstaunt, denn er habe dafür gebetet, dass sie ihre Söhne vor Gefahren bewahren solle.

Gedenken an Rabin-Mord

Heute beginnen die landesweiten Gedenkzeremonien für den Mord an Ministerpräsident Jitzhak Rabin, der vor 15 Jahren ermordet wurde. Gestern Abend fand die vom Rabin-Gedenkzentrum organisierte Gedenkfeier auf dem Rabin-Platz in Tel Aviv statt, an der aber unerwartet wenig Menschen teilnahmen. Deshalb wird erwogen diese grosse Gedenkfeier abzuschaffen. Eine Umfrage von Journalisten der Yediot-Aharonot-Tageszeitung unter jungen Soldaten ergab, dass die meisten weder das genaue Datum, den Mörder noch die Ursache die zum Mord führte kennen. Zum Zeitpunkt des geschehens waren sie zwar noch kleine Kinder, allerdings lernen sie aber in der Schule anscheinend nicht genug darüber. Dalia Rabin, die Tochter Jitzhak Rabins, meint, dass für 1,5 Mio. Jugendliche in Israel der Mord an ihrem Vater nur eine Seite im Geschichtsbuch sei. Generalstabschef Gabi Aschkenasi hielt dagegen, dass man beim Militär grossen Wert darauf lege, das Gedenken wachzuhalten.

Rund 500 Araber und Drusen studieren in Siedlung Ariel

Für rund 11.500 Studenten hat am Sonntag das akademische Jahr an der Universität von Ariel in Samaria begonnen. Unter den Studierenden an der israelischen Hochschule im Westjordanland sind auch etwa 500 israelische Araber und Drusen.
„Ariel ist eine grosse Stadt, die schon seit vielen Jahren existiert und auch ohne mich weiter existieren wird. In diesem Fall muss man die Politik beiseite drängen“, erklärte ein Student namens Asad gegenüber der Tageszeitung „Jediot Aharonot“. Für ihn sei die Universität unter anderem wegen ihrer Nähe zum Dorf, in dem die Familie lebt, in Frage gekommen, so der 25-jährige Druse aus dem Dorf Hurfisch weiter.
Manar Diuani, ein 20-jähriger Araber aus der Ortschaft Taibeh, betonte ebenfalls, er trenne sein Studium von der Politik. „Ich glaube nicht, dass sich irgendwer darum kümmert, wohin ich zur Schule gehe – es zählen nur mein Grad und mein Diplom.“

Soldat des „Tanz-Videos“ gefunden und die Umstände dazu

Im Jahr 2007 diente der Soldat Avi Y. in einem Militärstützpunkt in Gusch-Etzion südlich von Jerusalem. Einer seiner Kameraden überredete ihn dazu, neben einer festgenommenen Araberin zu den Klängen arabischer Musik zu tanzen, was jener mit der Handycam filmte. Dieser Film sorgte vor einigen Wochen für Medienrummel, als er in Youtube zu sehen war. Zuerst war die Identität des Soldaten unklar. Jedoch wurde dieses Clip sogar vom Ministerpräsidenten Netanjahu scharf kritisiert. Man sieht die mit Handschellen gefesselte Araberin Ihsan Dabavasha mit verbundenen Augen an einer Wand stehen, bevor sie an die zuständigen Instanzen übergeben wurde. Sie hatte versucht, einen israelischen Soldaten mit einem Messer zu erstechen und war nach diesem Attentatsversuch festgenommen worden. Avi Y. meinte, dass die Medien diese Story total aufgebauscht hätten. Er sieht dies nicht als kriminellen Akt an, da man nicht außer Acht lassen dürfe, dass es sich um eine Terroristin handelte. Der Akt selbst sei für sie höchstens eine Demütigung gewesen. Zudem war er für diese Tat von seinem Kommandanten für drei Wochen ins Gefängnis geschickt worden, und er habe in den letzten zwei Jahren versucht, das Video von Youtube zu entfernen – jedoch ohne Erfolg.

Der älteste Kibbuz feiert 100. Geburtstag

Die israelische Regierung hat am Sonntag den 100. Geburtstag des ältesten Kibbuz begangen. Das Kabinett von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu versammelte sich unter strengen Sicherheitsvorkehrungen zu einer Sondersitzung in Degania Alef.
Die Ortschaft am See Genezareth, die am 29. Oktober 1910 gegründet wurde, gilt als Geburtsstätte aller israelischen Kibbuzim. „Die Geschichte der Kibbuzim ist beeindruckend und sie ist eng verbunden mit der Geschichte des Staates“, sagte Netanjahu zu Beginn der Sitzung.
Israel schulde der Kibbuzbewegung sehr viel, weil ihre Mitglieder enorm zur Sicherung des Landes beigetragen hätten, sagte der Regierungschef.
Die Kibbuz-Idee basierte auf sozialistischen Grundsätzen, das Kollektiv bewirtschaftete gemeinsam den Boden. Das Modell gilt international als einzigartig. Heute gibt es in Israel mehr als 250 dieser Kollektivsiedlungen.

USA: Jüdische Gruppe auf Liste der israelfeindlichen Organisationen

Unter den Gruppen, die in den USA am meisten gegen Israel hetzen, ist auch eine jüdische Organisation. Dies teilte die Anti-Defamation-League (ADL) am Donnerstagabend mit.
Die ADL veröffentlichte eine Liste mit den zehn führenden Organisationen, die für die Verleumdung Israels in den Vereinigten Staaten verantwortlich seien. Darauf findet sich auch die „Jüdische Stimme für Frieden“ mit Sitz in Kalifornien. Sie protestiert seit 1996 gegen die US-Unterstützung für Israel, das sie der Apartheid bezichtigt. Auch ermutigt sie Firmen, die Beziehungen zum jüdischen Staat abzubrechen.
Die antiimperialistische Gruppe „Handelt jetzt für ein Ende von Krieg und Rassismus“ (ANSWER) wurde ebenfalls aufgelistet. Im Juli organisierte sie in Chicago eine Protestaktion mit 1.000 Teilnehmern. Sie verbrannten Flaggen mit Davidsternen und Hakenkreuzen. Die Demonstranten forderten die USA auf, die finanzielle Unterstützung für die „israelische Apartheid“ zu beenden. Die „Kampagne zur Beendigung der israelischen Besatzung“ wendet sich ebenfalls gegen die amerikanische Hilfe für den jüdischen Staat.

Diese Woche in der Geschichte: Elieser Ben Jehuda und die Wiederbelebung der hebräischen Sprache

Der Prozess der Wiederbelebung der hebräischen Sprache begann am 13. Oktober 1881, als Elieser Ben-Jehuda und seine Freunde sich einigten, untereinander nur noch Hebräisch zu sprechen. Daraus resultierte dass diese Sprache die als Muttersprache seit dem 2. Jh. der Zeitrechnung nicht mehr gesprochen worden war, wieder zur nationalen Sprache des jüdischen Voilkes wurde. Hebräisch wurde von den Juden über die Jahrhunderte hinweg nur bei den Gebeten und zum Lernen der heiligen Bücher genutzt, jedoch nicht als Umgangssprache.

Demonstration gegen Obama in Tel Aviv

Gestern Abend fand vor der US-Botschaft in Tel Aviv eine Demonstration gegen den amerikanischen Präsidenten Barack Obama und seine „brutale Politik gegenüber Israel“ statt. Eine Obama-Puppe wurde mit Schuhen beworfen. Auf den Transparenten war in Englisch zu lesen: „Obama, du bist nicht der 12. Imam!“, „Obama, du bist kein Christ!“, „Obama geh zurück nach Kenia!“ und „Israel ist kein Ketchup, deshalb hör auf, uns zu drücken“. Man protestierte gegen Obama, weil er so einseitig gegen Israel ist. Jedoch waren auch Transparente zu sehen, in denen Netanjahu aufgefordert wurde, weiterhin standhaft zu bleiben.

Älteste Jüdin der Welt verstorben

Die älteste Jüdin der Welt, Fannie Forman Buton, starb vor kurzem im Alter von 111 Jahren in Philadelphia/Pennsylvania/USA. Sie wurde 1899 in Österreich geboren und wanderte im Jahr 1901 im Alter von 2 Jahren in die USA aus. Sie hinhterlässt zwölf Enkel und 14 Grossenkel.