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Hohe Auszeichnung für ehemaligen Haaretz-Chefredaktor

David Landau, 66, der aus London stammende ehemalige Chefredaktor der Tageszeitung «Haaretz», erhält nächsten Monat von der internationalen Organisation Bnai Brith eine Auszeichnung für sein Lebenswerk verliehen. Das in Jerusalem befindliche Bnai Brith World Center verleiht Landau den Preis «in Anerkennung für seinen Beitrag an eine ausgedehnte Diaspora-Berichterstattung während seiner Karriere». 1993 begann Landau seine Arbeit bei Haaretz als Nachtredaktor, und 1997 begann er mit der Herausgabe der englischen Version dieser Tageszeitung, und von 2004 bis 2008 war er Chefredaktor der hebräischen Ausgabe. In den 1960er Jahren lernte David Landau an einer Jeschiwa in Israel, bevor er sich 1970 definitiv im jüdischen Staat niederliess.

Touristen werden gehörig zur Kasse gebeten

Finanzminister will ab Juni auch von Touristen Mehrwertsteuer einkassieren. Israel scheint alles daran zu setzen, seinen Ruf als eines der teuersten Touristendestinationen zu bewahren, gab Finanzminister Yair Lapid doch die Absicht bekannt, seine Pläne für die Belastung von Touristen mit der Mehrwertsteuer durchzusetzen. Die Massnahme, die im Rahmen der Sanierungsschritte des Staatshaushaltes eingeführt werden soll, dürfte dem Staat einige hundert Millionen Schekel pro Jahr einbringen. Sie soll dem Vernehmen nach auf den 1. Juni eingeführt werden, dem gleichen Tag, an dem die Mehrwertsteuer in Israel von 17 auf 18 Prozent erhöht wird. Die Belastung der Ausgaben von Touristen betrifft Hotelzimmer, Reisedienste, Geschenke und andere dauerhaften Güter…

Schweizer Bundespräsident Ueli Maurer entschuldigt sich

Festlicher Auftakt zur Delegiertenversammlung 2013 in St. Gallen. Mit Spannung warteten die Delegierten des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes (SIG) und die zahlreichen hochkarätigen Gäste der jüdischen Gemeinde St. Gallen, die den 150. Jahrestag ihrer Gründung feierte, auf das Grusswort von Bundespräsident Ueli Maurer. Der Magistrat entschuldigte sich gleich zu Beginn ausführlich dafür, dass er in seiner Botschaft zum internationalen Holocausttag vom 27. Januar wohl die Schweiz als Hort der Freiheit und der Zuflucht Verfolgter gerühmt hatte, aber die damals antisemitische Flüchtlingspolitik und die Rückweisung tausender jüdischer Flüchtlinge nicht erwähnt hatte…

Didier Burkhalter trifft Benjamin Netanjahu

Der Schweizer Aussenminister Didier Burkhalter ist am Donnerstag mit Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu zusammenkommen. Am Abend ist ein Treffen mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas in Ramallah geplant. Im Zentrum der Gespräche mit Vertretern der israelischen Regierung stünden die Vertiefung der bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und Israel sowie die derzeitige Situation in der Region, erklärte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Weiter soll über die Schweizer Beiträge zur Unterstützung des Friedensprozesses im Nahen Osten gesprochen werden…

Rekordpreis für Kopie eines Rambam-Textes

Sotheby’s versteigert «Mischne Torah»-Werk aus dem Jahr 1457. Das Jerusalemer Israel-Museum und das Metropolitan Museum of Art in New York haben im Rahmen einer ersten bedeutungsvollen Kooperation der beiden Institutionen zusammen einen Rekordpreis für die Kopie eines aus dem 15. Jahrhundert stammenden Textes des «Mischne Thora» des Rabbi Moses Maimonides (Rambam) bezahlt. Nach Angaben des Auktionshauses Sotheby’s hat der bekannte Geschäftsmann und Philanthrop Michael Steinhardt das Werk zur Versteigerung freigegeben…

Israel begrüsst Zustimmung von Arabischer Liga zu Landtausch

Staatenbund hat erstmals Anpassung von Grenzverlauf zugestimmt. Israels Regierung hat die Ankündigung der Arabischen Liga begrüsst, zur Lösung des Konflikts mit den Palästinensern einem Landtausch mit begrenztem Umfang zuzustimmen. „Dies ist eindeutig ein wichtiger Schritt“, sagte die israelische Chefunterhändlerin Zipi Livni am Dienstag im Armeerundfunk. Israel sei bereit zum Tausch von Land und sie hoffe, dass dies es den Palästinensern erlauben werde, bei Verhandlungen die „nötigen Kompromisse“ einzugehen.

Peres lädt Papst nach Israel ein

Staatspräsident Schimon Peres hat Papst Franziskus zu einer Reise nach Israel eingeladen. „Ich warte auf Sie in Jerusalem. Und nicht nur ich allein, sondern alle Israelis“, sagte er am Dienstag zum Abschluss eines Gesprächs mit Papst Franziskus im Vatikan. Dieser ging nach Angaben von Beobachtern nicht auf die Äusserung ein. Einzelheiten der halbstündigen Unterredung teilte der Vatikan zunächst nicht mit. Denkbar wäre eine Reise im kommenden Jahr in Erinnerung an den historischen Besuch von Papst Paul VI. (1963-1978) im Heiligen Land vor 50 Jahren. Diesen Vorschlag hatte bereits der orthodoxe Patriarch von Konstantinopel, Bartolomaios I., Franziskus bei seinem Besuch im Vatikan unterbreitet…

Israel will gegen hohe Verbraucherpreise vorgehen

In Israel hat der wegen hoher Verbraucherpreise in der Kritik stehende Regierungschef Benjamin Netanjahu ein Vorgehen gegen Monopole angekündigt. Bei der Kabinettssitzung am Sonntag forderte er von seinen Ministern Vorschläge für Reformen, mit denen der Wettbewerb im Land gefördert und Dienstleistungen verbessert werden können. Damit sollen die Preise im Land auf das niedrigere Niveau anderer Länder gedrückt werden, hiess es. „Der Hauptgrund für die hohen Lebenshaltungskosten in Israel sind die Monopole und Kartelle, die Wettbewerb und niedrigere Preise verhindern“, sagte Netanjahu.

Absolut Wodka – Absolut Tel Aviv

Das lässt Sammlerherzen höher schlagen: Der schwedische Wodka-Hersteller „Absolut Vodka“ hat Tel Aviv in seine streng limitierte Städteserie aufgenommen. Für das Design der Flasche ist der israelische Künstler Pilpeled verantwortlich. „Absolut Tel Aviv“ ist Teil der „Absolut Blank“-Serie von Nir Peled – bekannt unter dem Künstlernamen Pilpeled. Bei der Gestaltung der 750-Milliliter-Flasche hat sich Peled von den mit Ficus-Bäumen gesäumten Boulevards in Tel Aviv und dem Nachtleben der Stadt inspirieren lassen…

Sperrmauer durch Klostergelände ist rechtens

Im Rechtsstreit um ein geplantes Teilstück der israelischen Sperrmauer im „christlichen Dreieck“ Bethlehem, Beit Jala und Beit Sahour hat die zuständige israelische Instanz dem Mauerbau auf palästinensischem Land zugestimmt. Von dem geplanten Verlauf wäre auch ein Klostergelände von Salesianerinnen betroffen. Die katholische Menschenrechtsorganisation „Society of St. Yves“, die bislang die Ordensschwestern bei einer Klage unterstützt hatte, erwägt laut einer Mitteilung vom Freitag einen Gang vor Israels Obersten Gerichtshof.
Der vom israelischen Berufungskomitee für Landbeschlagnahmungen gebilligte Bauplan sieht nach Angaben von St. Yves vor, dass der Konvent und ein Schulgebäude der Salesianerinnen auf drei Seiten von einer acht Meter hohen Betonmauer umgeben und von einem Grossteil ihrer Ländereien abgetrennt werden. Ursprünglich sollten die Ordenseinrichtungen auf israelischer Seite der Sperranlage liegen…