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Israel und die USA proben den Ernstfall

Das bisher grösste amerikanisch-israelische Manöver für Raketenabwehr in Israel «Austere Challenge 12» beginnt am Sonntag. Geprobt wird die Abwehr von Granaten- und Raketenangriffen auf Israel.
Der Termin war bisher aus Sicherheitsgründen geheim gehalten worden. Zu der Übung waren in den vergangenen Tagen bereits etwa 1000 US-Soldaten in Israel eingetroffen. Weitere 2500 amerikanische Soldaten ausserhalb Israels würden in die Übung eingebunden.
Bei «Austere Challenge 12» («Ernste Herausforderung») solle unter anderem die Abwehr von Granaten- und Raketenangriffen auf Israel trainiert werden, hatte Generalleutnant Craig Franklin von der US-Luftwaffe am Mittwoch angekündigt.
Der Iran und seine Verbündeten haben Israel wiederholt mit Raketenbeschuss gedroht, sollte es iranische Atomanlagen angreifen. Das israelische Militär wies jedoch darauf hin, dass das Manöver schon seit mehr als zwei Jahren geplant worden sei und keine Reaktion auf aktuelle Entwicklungen in der Region darstelle.

US-Soldaten zu Manöver mit Israel eingetroffen

Die ersten von etwa 1000 US-Soldaten sind zum bisher grössten amerikanisch-israelischen Manöver in Israel eingetroffen. Bei der Übung „Austere Challenge“ („Ernste Herausforderung“) solle unter anderem die Abwehr von Granaten- und Raketenangriffen auf Israel trainiert werden, sagte Generalleutnant Craig Franklin von der US-Luftwaffe am Mittwoch in einer telefonischen Pressekonferenz.

Das Manöver hatte ursprünglich schon im Frühjahr und mit mehr Soldaten stattfinden sollen, war dann aber auf Ende Oktober verlegt worden. Der Iran und seine Verbündeten haben Israel wiederholt mit Raketenbeschuss gedroht, sollte es iranische Atomanlagen angreifen.

Israel legte Mindestkalorienzahl für Gaza-Bewohner fest

Die israelische Armee hat ein Dokument veröffentlicht, mit dem im Jahr 2008 die Mindestmenge an Kalorien für die Bevölkerung im isolierten Gazastreifen festgelegt werden sollte. Die Studie empfahl demnach, dass die Menschen in Gaza 2.279 Kalorien am Tag brauchen, ein Wert nahe der Mindestmarke der Weltgesundheitsorganisation (WHO), um Unterernährung zu vermeiden. Israel blockiert alle Grenzen zum Gazastreifen, seit die radikalislamische Hamas dort im Sommer 2007 die Macht übernahm.

Das Dokument bezieht sich auf die Blockade-Maßnahmen vor Mai 2010, als ein israelisches Kommando ein Schiff mit Hilfslieferungen für den Gazastreifen gestürmt und neun Aktivisten getötet hatte. Im folgenden Juni erhöhte Israel die Lebensmitteleinfuhren nach Gaza. Die Herausgabe der Studie war vor Gericht von der Nichtregierungsorganisation Gisha erzwungen worden, die sich für die Bewegungsfreiheit der Palästinenser einsetzt.

Die Studie legt anhand von Tabellen die nötigen Kalorien nach Alter und Geschlecht fest. Die Autoren vom Geheimdienst und des israelischen Gesundheitsministeriums kommen darin zu dem Schluss, dass etwa 106 Lastwagenladungen mit Lebensmitteln pro Tag reichen sollten, um die Versorgung mit der empfohlenen Kalorienzahl sicherzustellen. Tatsächlich liess Israel zu dieser Zeit laut Gisha nur 67 Lkw pro Tag in den Gazastreifen, eines der am dichtesten besiedelten Gebiete der Welt.

Israelisches Konzert in Berlin von Aktivisten überschattet

Die israelische Musikgruppe Haquadron, das Symbol für „das schöne Israel“, wurde Anfang Oktober bei ihrem Auftritt in Berlin unerwartet angegriffen. Die Gruppe trat an diesem Abend vor 200 Zuschauern bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung zugunsten des KKL-Keren Kayemet LeIsrael (Jüdischer Nationalfonds) und HaBajit Haisraeli („das israelische Heim“) auf. Unmittelbar nach Ende des ersten Songs sprangen zehn pro-palästinensische Demonstranten von ihren Sitzen auf, verteilten sich blitzschnell in der ganzen Halle, forderten lauthals kreischend „die Befreiung Palästinas“ und schwenkten Protestschilder gegen Baumpflanzungen des KKL in den so genannten jüdischen Siedlungen in Judäa und Samaria. Die Demonstration wurde von der BDS-Bewegung („Boykott, Desinvestition und Sanktionen“) organisiert, die zum Boykott Israels aufruft.
Unter den Demonstranten befanden sich Palästinenser mit deutschem Wohnsitz, Iraner, Franzosen und zwei Israelis. Die Demonstranten begannen, sich in der Halle wie wild aufzuführen, warfen mit Schachteln des KKL, rissen Schilder der Musikband herunter und schleuderten deren CD’s durch die Gegend.
„Sie veranstalteten ein riesen Chaos mit jeder Menge Krach“, berichtete später der Manager der Gruppe, Joel Parnas, im Interview mit Israels Tageszeitung Jediot Achronot. „Das war alles andere als sympathisch und ein Teil der Fans war sehr geschockt. Das war das erste Mal seit dem 65-jährigen Bestehen der Gruppe, dass uns so etwas passiert ist. Wir treten oft im Ausland auf und alle unsere Veranstaltungen verliefen bisher in Ruhe und Frieden.“
Das wilde Durcheinander dauerte etwa zehn Minuten, bis der zuständige Ordnungsdienst die Kontrolle über die Demonstranten übernahm und sie aus dem Saal beförderte, während sie noch Slogans riefen. Anschließend setzte die Band, die den begehrten Israelpreis gewonnen hat, ihren Auftritt fort. Der Manager resümierte, dass es zwar wirklich nicht angenehm war gegenüber dem örtlichen Veranstalter, der sie so freundlich empfangen hatte, „aber als dann die Veranstaltung neu gestartet wurde, entfachte sich eine regelrechte Begeisterungswelle unter den Besuchern.“…

Die Rückkehr des Jarkon-Fisches

Der nur in Israel lebende Fisch Jarkon-Laube ist nach rund 50 Jahren wieder im Mittellauf des Jarkon entdeckt worden. Der Fisch war aus dem Gewässer verschwunden, weil es in den 1950er Jahren stark verschmutzt wurde. Die Wiederentdeckung gilt als ein Zeichen dafür, dass der Jarkon sich wieder erhole.
Der Fisch lebte lange in den sauberen Gebieten des Flusses in der Nähe der Quelle südlich von Raba und an der Mündung bei Tel Aviv . Infolge der Verschmutzung verschwand der Fisch völlig aus dem Mittellauf des Flusses zwischen Nahal Kana und Scheva Tachanot. Im Rahmen eines Forschungsprojektes der Universität Tel Aviv wurden die Jarkon-Lauben aus den unverschmutzten Gebieten des Flusses speziell gezüchtet. Anschliessend liessen die Forscher sie wieder frei. Überraschenderweise wurden nun auch wieder Fische im verschmutzten Mittelteil des Flusses gefunden. Die Jarkon-Fluss-Behörde sagte, es sei ein gutes Zeichen dafür, dass das Gewässer sich erhole, berichtet die Zeitung “Jerusalem Post“…

US-Offiziere zu grosser Militärübung in Israel eingetroffen

Israel und die USA haben mit Vorbereitungen zu gemeinsamen grossangelegten Militärübungen begonnen. Offiziere der US-Armee seien dazu in den vergangenen Tagen in Israel eingetroffen, berichtete die israelische Zeitung „Jediot Ahronot“ am Sonntag. Die Offiziere sollten vor allem die Ankunft hunderter US-Soldaten am 14. Oktober überwachen. In der Woche darauf werde mit den insgesamt dreiwöchigen Militärübungen begonnen. Dem Blatt zufolge handelt es sich um die grössten jemals von beiden Ländern gemeinsam abgehaltenen Manövern. Dabei sollen auch diverse israelische Luftabwehrsysteme getestet werden.

US-Bürger tötete heute morgen Mitarbeiter eines Club Hotels in Eilat

Ein amerikanischer Staatsbürger eröffnete am Freitagmorgen das Feuer in einem Hotel in Elat und tötete mindestens ein Mitarbeiter des Hotels. Die Polizei vermutet, dass die Ursachen der Schiesserei ein arbeitsbedingter Streit war. Die Verhandlungen der Polizei mit den Schützen, welcher sich in der Hotelküche verschanzt hat, sind im Gange.

Frühere Berichte über Aussagen von Mitarbeitern des Leonardo Club Hotel in Eilat, dass der Schütze Geiseln in seiner Gewalt habe, konnten nach ersten Abklärungen von der Polizei ausgeschlossen werden. Zur Zeit sind Grossaufgebot der Polizei und des Magen David Adom im Bereich des Hotels im Einsatz.

Israel Radio berichtete, dass der Schütze wahrscheinlich ein Tourist ist, und dass er sowie seine Frau für längere Zeit im Hotel verweilen wollten. Anderen Information zur Folge, seien die Amerikaner in einem Alija-Projekt beteiligt und hatten im Hotel gearbeitet.

Israel erteilt weitere 5000 Arbeitsgenehmigungen für Palästinenser

Angesichts einer schweren Wirtschaftskrise hat Israel 5000 weitere Arbeitsgenehmigungen für Palästinenser aus den besetzten Gebieten gebilligt. Die Arbeitskräfte sollten in Israel vor allem am Bau und in der Landwirtschaft eingesetzt werden, berichteten israelische Medien am Donnerstag. Insgesamt hat Israel nun 46 450 Arbeitsgenehmigungen für Palästinenser erteilt. Die Palästinenserbehörde von Präsident Mahmud Abbas hatte zuletzt mit einer schweren Wirtschaftskrise zu kämpfen.

Jagdflugzeuge beinahe zusammengestossen

Am 20. September stiessen zwei israelische Flugzeuge des Typs F-16 „Barack“ bei den Übungen der israelischen Luftwaffe beinahe zusammen. Am Steuer waren zwei Brigadegenerale, die die Sicherheitsregeln beträchtlich verletzten. Ihre Flugzeuge flogen aufeinander zu und rasten in einer Entfernung von 100 Metern aneinander vorbei…