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BMWs für Minister?

Die Abteilung, zuständig für die Fahrzeuge der israelischen Regierung, sprach Ministern und anderen hochrangigen Personen neue Automobile zu. Der bisherige Audi A6 soll durch einen BMW abgelöst werden. Man entschied sich für den BMW 528, was jedoch auf starke Kritik stoß, denn dieser Wagen kostet in Israel umgerechnet 82.000 Euro (400.000 Schekel) und ist somit das teuerste der zur Auswahl stehenden Fahrzeuge.
Scheli Jechimovitch, die Oppositionsführerin und Vorsitzende der Arbeiterpartei zeigte sich über diese Wahl nicht überrascht und meinte, dass die Auswahl des teuersten Autos ein Hinweis auf das verschwenderische Denken und Verhalten der Regierung sei. „Die Regierung handelt entgegen den Anliegen der Bürger“, so Jechimovitch. 50 solcher Fahrzeuge würden umgerechnet 4,1 Millionen Euro (über 20 Mio. Schekel) kosten. Ministern, die ein weniger auffälliges Auto bevorzugen, wurde ein Citroen C5 Exklusive angeboten…

Bis März 2014 sollen alle in Israel sein

Flüchtlingslager im äthiopischen Gondar soll möglichst rasch geschlossen werden. Das israelische Kabinett hat am Sonntag einen Beschluss verabschiedet, demzufolge die restlichen 2200 in Äthiopien auf ihre Einwanderung nach Israel wartenden Falash Mura – Personen, deren Vorfahren unter wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Druck zum Christentum konvertiert hatten – bis spätestens März 2014 beschleunigt nach Israel geschafft sein sollen. Die betreffenden Personen warten in einem Flüchtlingslager in der Region Gondar auf ihrer Alija, einige von ihnen schon seit zehn Jahren. Um die potentiellen Einwanderer ordnungsgemäss aufnehmen zu können, soll mit einem Kostenaufwand von über vier Millionen Dollar in Ibim im Süden von Israel ein Absorptionszentrum eröffnet werden «Wir müssen alles daran setzen», sagte Harel Locker, Generaldirektor des Büros des Premierministers, «um alle Falash Mura nach Israel zu bringen und das Einwanderungslager von Gondar möglichst rasch zu schliessen.»

Ende der Einzelhaft für Rabin-Mörder

Jigal Amir, der Mörder von Israels Premierminister Jitzhak Rabin, wird nicht länger in Einzelhaft gehalten. Nach fast 17 Jahren der Isolation soll er in den kommenden Tagen in eine Zelle mit zwei bis vier Mitgefangenen verlegt werden.
Gerichte hatten die Anordnung der Einzelhaft in den vergangenen 17 Jahren immer wieder verlängert. Amir hatte mehrere Anträge auf ein Ende der Isolation gestellt, diese waren bislang abgewiesen worden. Unter anderem, weil er bisher keine Reue für seine Tat gezeigt hat und ausserdem Gefahr für ihn durch andere Gefangene besteht. Die Gefängnisbehörde teilte am Mittwoch laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ mit, wenn die aktuelle Anordnung der Isolation in den kommenden Tagen auslaufe, werde sie nicht verlängert. Amir soll ausserdem die Erlaubnis erhalten, fernzusehen, mehr zu telefonieren und täglich zwei Stunden auf dem Gefängnishof zu verbringen.
Iigal Amir sitzt eine lebenslange Haftstrafe ab. Er hatte 1995 Premierminister Rabin während einer Friedenskundgebung in Tel Aviv erschossen. Eigenen Angaben zufolge wollte er verhindern, dass Rabin Teile „des biblischen Landes Israel“ an die Palästinenser übergibt…

Israelischer Luftangriff in Südlibanon?

Israelische Düsenjäger sollen ein als „Spionageeinrichtung“ deklariertes Zielobjekt in Südlibanon unweit der Ortschaft Zrariye angegriffen haben. Das zumindest berichtete die libanesische TV-Station LBC, nachdem es in der genannten Gegend zu Explosionen gekommen sein soll. Die im Süden des Zedernlandes aktive Hizbollahmiliz hingegen berichtete, die Explosion sei darauf zurückzuführen, dass israelische Streitkräfte einen Sprengsatz in die Nähe einer der Kommunikationslinien der Miliz angebracht hatten…

Zoo von Tel Aviv freut sich über Nashorn-Nachwuchs

Freude im Zoo von Ramat Gan bei Tel Aviv: Am Montag wurde dort ein Breitmaulnashorn geboren. In der freien Natur sind Breitmaulnashörner vom Aussterben bedroht. Umso grösser ist die Freude über Nachwuchs im Zoo von Tel Aviv. Überraschend war die Geburt allerdings nicht. Gut eineinhalb Jahre dauerte die Schwangerschaft von Mutter Tanda. Die 20-Jährige Nashorndame stammt auf ursprünglich aus Südafrika. In dem Zoo in Israel hat sie bereits einmal für Nachwuchs gesorgt. Breitmaul- oder auch Weisse Nashörner sind vom Aussterben bedroht. Nach offiziellen Angaben haben Wilderer allein in Südafrika im letzten Jahr 448 Tiere getötet.

Israels Parlament debattiert erstmals über Massaker an Armeniern

Israels Parlament hat erstmals in einer Plenarsitzung über die Anerkennung der Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich 1915 als Völkermord debattiert. Parlamentspräsident Reuwen Riwlin sagte zur Eröffnung der Debatte am Dienstag, die Juden in Palästina seien sich damals der Massaker an den Armeniern bewusst gewesen. „Die Einwohner Jerusalems haben sie halb verhungert zu Tausenden eintreffen gesehen. Die Zeugenberichte über die Massaker damals waren klar und deutlich“, sagte Riwlin.

Eichmann-Jäger gestorben

Der ehemalige Mitarbeiter des israelischen Geheimdienstes Mossad, Zvi Aharoni, ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Er hatte bei der Ergreifung des Nazi-Verbrechers Adolf Eichmann eine zentrale Rolle gespielt.
Der Sohn des ehemaligen Mossad-Agenten bestätigte, dass sein Vater in England an Altersschwäche gestorben sei. Aharoni ist in Frankfurt an der Oder als Hermann Arendt geboren, floh unter dem Nazi-Regime zuerst nach Grossbritannien und später nach Israel.
Der Leiter des Wiesenthals-Zentrums in Israel, Efraim Zuroff, hob den wichtigen Einsatz Aharonis bei der Festnahme Eichmanns hervor. „Aharoni hat eine ganz wichtige Rolle bei dem Einsatz zur Ergreifung Eichmanns gespielt“, sagte Zuroff der Nachrichtenagentur dpa. Der Agent habe Eichmann noch vor Beginn der eigentlichen Operation 1960 in Argentinien identifiziert.
Der ehemalige Mitarbeiter des israelischen Geheimdienstes hatte den früheren SS-Obersturmbannführer Eichmann im Frühjahr 1960 in Buenos Aires aufgespürt, verhört und nach Israel gebracht…

Vermeintliches UFO über Israel war eine russische Rakete

Ein UFO am Himmel über Israel hat in der Nacht zum Freitag die Menschen in Aufruhr versetzt. Hunderte Israelis riefen Medienberichten zufolge bei den Polizeirevieren an und berichteten, dass sie ein helles Licht am Nachthimmel gesehen hätten. Auch in Armenien und dem Libanon war das Licht den Berichten zufolge zu sehen. Wahrscheinlich habe es sich um einen russischen Raketentest gehandelt, sagte der Vorsitzende der israelischen Astronomie-Vereinigung, Jigal Pat-El, dem Online-Nachrichtenportal „Ynet“.
„Die Rakete ist anscheinend ausser Kontrolle geraten und das, was die Menschen gesehen haben, waren die Reste und das Benzin. Sie hat eine Höhe von bis zu 300 Kilometern erreicht, deswegen konnte sie von so vielen Gegenden aus gesehen werden.“ Russland bestätigte, dass eine Testrakete in der Nähe der südrussischen Stadt Astrachan abgefeuert worden sei.
„Wir haben einen grossen Lichtschweif gesehen, der von einem weit entfernten Punkt im Himmel kam“, sagte ein Mann aus dem Norden Israels laut „Ynet“. „Woher der Lichtschweif genau kam, konnten wir nicht sehen, aber er war riesig und sehr ungewöhnlich.“
Im Dezember 2009 hatte ein blaues spiralförmiges Licht über Norwegen für Aufsehen gesorgt – das sich später als gescheiterter russischer Raketentest entpuppte.

Budget für Nationales Cyber-Büro bewilligt

Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat das Budget und den Arbeitsplan für das Nationale Cyber-Büro bewilligt, das Anfang des Jahres eingerichtet wurde.
Eines der wichtigsten Projekte in diesem Zusammenhang ist die Einrichtung eines Nationalen Cyber-Lagezentrums das die Arbeit der verschiedenen Organisationen koordinieren und als Abwehrzentrum für Cyber-Angriffe dienen soll.