In einer israelischen Ikea-Filiale in der Nähe von Tel Aviv ist Feuer ausgebrochen. Verletzt wurde dabei niemand. Der Schaden ist aber enorm.
Die Flammen griffen auf das ganze Gebäude über. Das Feuer zerstörte die gesamte Verkaufsläche, insgesamt 2000 Quadratmeter. 7000 Kunden kauften laut Ikea dort jeden Tag ein. Das Gebäude werde innerhalb eines Jahres komplett neu aufgebaut. Warum Feuer ausbrach, ist unklar.
News
Anschlag auf ägyptische Gasleitung nach Israel
Unbekannte haben am Samstagmorgen auf der nördlichen Sinai-Halbinsel einen Anschlag auf eine Gaspipeline verübt, die nach Israel und Jordanien führt. Verletzt wurde bei der Explosion an einem Gasterminal in der Mittelmeerstadt El-Arisch niemand.
Der Tageszeitung „Jerusalem Post“ zufolge sprach das ägyptische Staatsfernsehen von einem Terroranschlag, an dem mehrere maskierte Männer beteiligt gewesen seien. Demnach hätten Saboteuere die Sicherheitslage im Land ausgenutzt. Anwohner berichteten von meterhohen Flammen, die in die Luft schossen. Nach etwa drei Stunden konnte das Feuer gelöscht werden.
Laut israelischen Angaben wurde die Pipeline nach Jordanien durch die Explosion beschädigt. Ob auch die Leitung nach Israel betroffen ist, konnte bislang noch nicht festgestellt werden. Chen Ben Lulu, ein Sprecher des israelischen Infrastrukturministeriums, teilte mit, die Gaslieferung nach Israel sei aufgrund der Unruhen in Ägypten vorübergehend eingestellt worden.
Es war nicht der erste Anschlag auf die Gasleitung. Bereits im Juli vergangenen Jahres hatten Beduinen versucht, Teile der Pipeline zu beschädigen, um die Freilassung von Angehörigen aus ägyptischen Gefängnissen zu erzwingen.
Israel bezieht etwa 40 Prozent seines Gasbedarfs aus Ägypten. Es gebe jedoch ausreichend Reserven und alternative Brennstoffe, sodass vorläufig nicht mit Ausfällen bei der Stromversorgung in Israel zu rechnen sei. Das Premierministeramt in Jerusalem verfügte am Samstag kurz nach bekannt werden des Anschlags in El-Arisch, umgehend weitere Versorgungsquellen neben Ägypten zu suchen. Ebenso wurde beschlossen, alle israelischen Kraftwerke und die Energieversorgungsnetze verschärft zu bewachen…
Umstrittenes Transportgesetz InKraft getreten
In 56 israelischen Buslinien gilt künftig ein umstrittenes Transportgesetz. Die getrennte Sitzordnung zwischen Männern und Frauen soll einvernehmlich erfolgen. Die umstrittene Geschlechtertrennung auf verschiedenen israelischen Buslinien, die hauptsächlich von orthodoxen Juden genutzt werden, ist vom Obersten Gerichtshof in Jerusalem für zulässig erklärt worden, sofern kein Zwang ausgeübt wird. Dies berichtete die Tageszeitung „Haaretz“. Das Urteil beendet ein seit drei Jahren anhängiges Verfahren.
Geheime Informationen an die israelische Presse weitergegeben
Nachdem geheime Informationen an die israelische Presse weitergegeben wurden, sucht Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nun nach der undichten Stelle. Dabei setzt er den Geheimdienst sogar auf engste Mitarbeiter an. Die Männer mussten sich auch einem Test mit einem Lügendetektor unterziehen. Geholfen haben die drakonischen Massnahmen aber offenbar nichts: Nach Angaben des Armeesenders hat der Geheimdienst keine undichte Stelle im Büro des Ministerpräsidenten gefunden.
Klagemauer in Facebook
Das soziale Netzwerk Facebook hat einen neuen Teilnehmer: die Klagemauer in Jerusalem. Wie die Tageszeitung „Jediot Aharonot“ berichtet, hat die Gruppe „Junge Menschen für Israel“ am Dienstag die neue Facebook-Seite eingeweiht.
Angedacht ist ein kostenloser Service. Freiwillige, ausgestattet mit einer Digitalkamera und einem iPad, wollen die Besucher mit der Klagemauer im Hintergrund fotografieren und die Bilder direkt ins Internet hochladen. Für diesen Zweck soll in der Gegend der Klagemauer eine WLAN-Funkstelle eingerichtet werden.
Die Erinnerungsbilder sollen bei Facebook veröffentlicht werden. Geplant sind weitere Standpunkte an anderen touristisch interessanten Stellen in Jerusalem, etwa auf dem Ölberg, in der Davidsstadt, auf dem Skopusberg und in der Altstadt. Weiter heißt es in dem Bericht, dass dieser Dienst vor allem an jüdischen Feiertagen angeboten werde.
Millionen Handy-Nutzer ohne Empfang
Aufgrund eines Netzausfalls bei Israels grösstem Mobilfunkanbieter Cellcom waren am Mittwoch mehr als drei Millionen Handy-Nutzer stundenlang ohne Empfang. Cellcom-Chef Amos Schapira sprach auf einer Pressekonferenz in Tel Aviv vom schwersten technischen Problem seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1994.
Der Ausfall begann am Mittwochmorgen gegen 10 Uhr. Rund 3,3 Millionen Cellcom-Kunden konnten von da an weder telefonieren, noch Textnachrichten verschicken oder empfangen. Erst am späten Mittwochabend war der Empfang für die meisten Nutzer wieder hergestellt…
Europäischer Haftbefehl gegen mutmasslichen SS-Verbrecher
Die Niederlande erhöhen den Druck auf Deutschland, einen in Ingolstadt lebenden mutmasslichen NS-Kriegsverbrecher doch noch auszuliefern. In dem seit Jahrzehnten andauernden Rechtsstreit erließen sie einen europäischen Haftbefehl gegen den inzwischen 88-jährigen Klaas Carel F., wie die Staatsanwaltschaft in Den Haag mitteilte. Ein Erfolg ist nach bayerischen Angaben aber zweifelhaft.
Der gebürtige Niederländer, der im Zweiten Weltkrieg dem SS-Sonderkommando „Silbertanne“ angehörte, war 1947 in den Niederlanden wegen der Ermordung von 22 Juden zum Tode verurteilt worden, die Strafe wurde aber in lebenslange Haft umgewandelt. 1952 brach F. aus dem Gefängnis in den Niederlanden aus und floh nach Deutschland.
Die niederländischen Behörden wollen mit dem Haftbefehl die Auslieferung von F. erreichen. Ein Sprecher des bayerischen Justizministeriums sagte auf Anfrage, sobald der Haftbefehl den deutschen Behörden vorliege, werde er durch den Münchner Generalstaatsanwalt geprüft. Der Sprecher verwies aber darauf, dass in der Vergangenheit die niederländischen Bemühungen zur Auslieferung von F. in Deutschland zurückgewiesen worden waren und sich an der Sachlage seiner Kenntnis nach nichts geändert habe.
Die nach der Flucht von F. wiederholten Auslieferungsbemühungen scheiterten bisher, weil dieser auf Grund eines Erlasses aus dem Jahr 1943 als ehemaliger SS-Mann die deutsche Staatsbürgerschaft hat und Deutschland seine Staatsbürger nicht ausliefert. Der Versuch, F. stattdessen direkt in Deutschland wegen der Taten zu belangen, scheiterte zuletzt 2004. Damals lehnte das Landgericht Ingolstadt die Eröffnung des Verfahrens ab…
Haifa: Bau der neuen Umgehungsstrasse abgeschlossen
Nicht nur Naturschützer freuen sich über die neue Umgehungsstrasse und den neuen Carmel Tunnel, der längste seiner Art in Israel, dessen Bau jetzt abgeschlossen werden konnte. Autofahrer profitieren ab nächsten Monat, wenn die Strecke für den Verkehr freigegeben wird, von einer äusserst umweltfreundlichen Unterführung, die den Verkehr durch Haifa, Israels drittgrösste Stadt, erheblich entlasten wird. Die Umgehungsstraße ist ca. 5,6 km lang und verbindet Haifas östliche und westliche Stadtteile. Ein grosser Teil der Strasse ist an der Stelle einer ehemaligen Mülldeponie erbaut. Der Tunnel wurde errichtet, um die Eingriffe in die Landschaft zu minimieren.
Air-Berlin-Flugzeug drohte Zusammenstoss mit israelischem Jet
Der Abstand zwischen den beiden Flugzeugen betrug nur noch 250 Meter: Eine Air-Berlin-Maschine ist in Tel Aviv offenbar knapp einem Zusammenstoß mit einem israelischen Jet entgangen.
Der Pilot einer Air-Berlin-Maschine hatte ersten israelischen Erkenntnissen zufolge einen falschen Kurs eingeschlagen – und näherte sich nach dem Start in Tel Aviv einem israelischen Jet.
Eigentlich sollte die deutsche Maschine in Richtung Westen starten. Dann sei sie aber südwärts geflogen, hiess es. Damit sei das deutsche Flugzeug auf Kollisionskurs zu einer Maschine der israelischen Linie El Al geraten, die beim Landeanflug in 1200 Metern Höhe geflogen sei.
Die beiden Flugzeuge hätten sich am Donnerstag schon bis auf 250 Meter genähert, als die Flugkontrolle am Boden den Fehler bemerkt habe, berichteten israelische Medien unter Berufung auf die Sicherheitsbehörden am Ben-Gurion-Flughafen.
Website mit „israelischen Kriegsverbrechern“ gelöscht
Der amerikanische Webposter „Zymic“ hat am Donnerstag eine Internetseite gelöscht, auf der Daten und Fotos von 200 Angehörigen der israelischen Armee veröffentlicht waren. Die Israelis sollen allesamt an der Operation „Gegossenes Blei“ gegen die Hamas im Gazastreifen beteiligt gewesen sein – sie wurden von den anonymen Verfassern als „Kriegsverbrecher“ beschimpft.
Die Liste enthält auch persönliche Informationen über den scheidenden Generalstabschef Gabi Aschkenasi. Einige Soldaten hatten mit Stolz darauf reagiert, dass sie auf der Webseite erschienen. Dennoch habe ihre Veröffentlichung neue Fragen zu etwaigen Sicherheitslücken in sensiblen Daten der israelischen Armee aufgeworfen, schreibt die „Jerusalem Post“.
Das soziale Netzwerk „Facebook“ hinderte seine Nutzer am Donnerstag daran, die Liste auf seiner Website zu verbreiten. Denn es handele sich um „blockierte Inhalte, die zuvor als ausfallend gekennzeichnet worden waren“. Exemplare der Liste kursieren dennoch weiterhin im Internet…