Bis um 21.00 Uhr sind die Wahllokale in Israel geöffnet. Die Parteichefs haben abgestimmt, und es sieht so aus, als sei die Wahlbeteiligung höher als bei den letzten Wahlen vor vier Jahren. Bis um 21.00 Uhr sind die Wahllokale in Israel geöffnet. Die Parteichefs haben abgestimmt, und es sieht so aus, als sei die Wahlbeteiligung höher als bei den letzten Wahlen vor vier Jahren. Die vorgezogene Parlamentswahl in Israel hat mit einer etwas höheren Wahlbeteiligung als vor vier Jahren begonnen. Bis 09.00 Uhr MEZ lag sie nach Angaben der Wahlkommission bei 11,4 Prozent. 2009 seien es zu dem Zeitpunkt 10,3 Prozent gewesen. Mehr als 5,6 Millionen Wahlberechtigte sind (heute) Dienstag aufgerufen, die 120 Mitglieder der Knesset neu zu bestimmen. Die Wahllokale schliessen um 21.00 Uhr (MEZ)…
Politik
Ihre Fruchtblase platzte beim Stimmenfang
Bis zum letzten Moment warb die hochschwangere Meirav Cohen Wähler per Telefon an – dann war es so weit: In der Nacht vor der Wahl brachte die Parlamentskandidatin ein gesundes Mädchen zur Welt. Eine Kandidatin für das israelische Parlament hat am Tag der Wahl ein Baby geboren. Die 29-jährige Meirav Cohen von Hatnua (Die Bewegung) brachte in der Nacht zum Dienstag ein gesundes Mädchen zur Welt, wie ihr Mann bestätigte. Die Parteivorsitzende Zipi Livni habe das Paar am Montagabend selbst ins Spital gebracht, sagte Ehemann Juval Admon der Nachrichtenagentur DPA. «Sie hat uns gefahren und dann im Spital mit dem Papierkram geholfen»…
Netanyahu: Iranische Bombe das Problem der Welt
Kurz vor den Neuwahlen des Parlaments in Israel hat Ministerpräsident Netanyahu eine mögliche iranische Aufrüstung mit Atomwaffen als „das Problem der Welt“ bezeichnet. Der israelische Rundfunk meldete am Sonntag, der Regierungschef habe bei einem Treffen mit US-Senatoren am Vorabend gesagt, es wäre aus historischer Sicht unverzeihlich, das iranische Nuklearprogramm nicht zu stoppen. Netanyahu hat wiederholt mit einem israelischen Alleingang gedroht, sollte es nicht gelingen, den Iran von seinen Atomplänen abzuhalten…
Ajalon empfiehlt Entschuldigung für „Mavi-Marmara-Tote“
Israels stellvertretender Aussenminister Danny Ajalon hat seiner Regierung geraten, sich bei der Türkei dafür zu entschuldigen, dass bei der Erstürmung des Schiffes „Mavi Marmara“ türkische Bürger ums Leben kamen. Die Türkei hat eine Entschuldigung in der Sache zur Bedingung für eine Verbesserung seiner Beziehungen mit Israel gemacht. Ajalon empfahl eine Entschuldigung nach amerikanischem Vorbild. Die Beziehungen zwischen den USA und Pakistan hatten sich 2011 verschlechtert, nachdem bei einem amerikanischen Luftangriff versehentlich 24 pakistanische Soldaten ums Leben gekommen waren. Nach monatelangem Hin und Her hatte …
Obama: Netanjahu ist ein Feigling
Eine Woche vor den Wahlen im Land hat sich nun auch der amerikanische Präsident Barack Obama in Israels Wahlen eingemischt. „Netanjahu ist ein politischer Feigling, der den Staat Israel zur Selbstzerstörung führt.“ Dies hat der amerikanische Präsident laut dem anerkannten US-Kommentator Jeffry Goldberg in geschlossenen Gesprächen über Netanjahu gesagt.
In seinem neusten Kommentar schrieb Goldberg, Obama gehe davon aus, dass Benjamin Netanjahu einfach keinen Frieden will und in den Friedensbemühungen verschwendete Zeit sieht. „Obama versteht, dass Netanjahu in den Händen der jüdischen Siedler ist.“…
Wir brauchen Taten, nicht nur Worte
Der Ständige Vertreter Israels bei den Vereinten Nationen, Botschafter Ron Prosor, hat in der Debatte des UN-Sicherheitsrates zum Thema Terrorismusbekämpfung eine Rede gehalten. Darin erklärte er unter anderem: „Es gibt eine spezifische Art von Ökosystem, das Terrorismus blühen lässt. Terrorismus wurzelt in Hass, wird mit Instabilität und staatlicher Unterstützung gewässert und dann in die nächste Generation weiterverpflanzt. …
Viele israelische Araber wählen jüdische Parteien
Die arabische Bevölkerung Israels, 1,6 Mio. an der Zahl, ist frustriert und scheint das Interesse an den Wahlen verloren zu haben. „Wir sind verzweifelt. Jedes Mal wenn wir unsere arabischen Vertreter in das israelische Parlament schicken, kümmern sie sich nur um die Palästinenser (in den Autonomiegebieten), nicht aber um die arabischen Bürger Israels“, sagte Dschamal Chadsch aus der arabischen Stadt Tamara der israelischen Tageszeitung Maariv…
Linke Parteien scheitern an Allianz gegen Netanjahu
Es sind nur noch knapp zwei Wochen bis zur Parlamentswahl in Israel und die wichtigen linksgerichteten Parteien suchen nach Wegen, um den amtierenden Premierminister Benjamin Netanjahu und seine Likud Partei abzulösen. Die linken Wähler sind allerdings schon so zersplittert, dass keine linke Partei realistische Chancen hat, mehr Sitze in der Knesset zu gewinnen als Likud…
Nicht Ärger zu verursachen, sondern ein Nachdenken
Aufgrund der Besatzung müssten Palästinenser an den israelischen Wahlen teilnehmen dürfen. Dies ist zumindest die Ansicht einiger linksgerichteter Aktivisten in Israel. Deshalb wollen sie bei ihrer Abstimmung in der kommenden Woche einen palästinensischen Wahlvorschlag in die Urne stecken. „Echte Demokratie“ – so heisst der Auftritt der Aktivisten im sozialen Netzwerk Facebook. In den Sprachen Hebräisch, Arabisch und Englisch formulieren sie ihr Anliegen. Sie werben israelische Wähler und palästinensische Interessenten aus dem Gazastreifen, dem Westjordanland und Ostjerusalem…
Rapper Bushido: Ärger wegen Nahost-Karte
Der Berliner Rapper und Integrationspreisträger Bushido zeigt auf seinem Twitter-Profil eine Landkarte des Nahen Ostens in den Farben der palästinensischen Fahne – ohne den Staat Israel. Politiker von Union und Grünen sind empört – sogar der deutsche Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich hat sich eingeschaltet. Das Profilbild von Bushido zeigt eine Karte des Nahen Ostens in den Farben Schwarz, Rot und Grün – den Farben der palästinensischen Fahne. Daneben ist der Schriftzug „Free Palestine“ („Befreit Palästina“) zu lesen…