Sicherheit

Israelische Luftwaffe tötet zwei Extremisten in Gaza

Die israelische Luftwaffe hat am Donnerstag in Gaza zwei militante Palästinenser getötet.
Zwei andere Männer seien bei dem Luftangriff auf einer belebten Strasse verletzt worden, teilten die israelische Armee und palästinensische Sanitäter mit. Kurz nach dem Angriff, der sich am helllichten Tag abspielte, versammelten sich Hunderte Palästinenser um das ausgebrannte Auto der beiden getöteten Brüder.
Die im Gazastreifen herrschende radikal-islamische Hamas nannte den israelischen Luftangriff ein Verbrechen. Israel eskaliere die Gewalt in der Region. Die israelischen Streitkräfte warfen den beiden Getöteten vor, einen Anschlag auf jüdische Zivilisten und Soldaten an der Sinai-Grenze mit Ägypten geplant zu haben. Einer der Brüder sei 2007 an den Vorbereitungen für einen Selbstmordanschlag beteiligt gewesen.

Ein Viertel der äthiopischen Israelis begehe Fahnenflucht

Zahlreiche äthiopisch-stämmige Israelis haben Schwierigkeiten mit ihrem Dienst in der Armee. Das teilte ein Militärvertreter mit. Demnach verbüssten etwa 60 Prozent der aus Äthiopien eingewanderten Soldaten Zeit in Militärgefängnissen.
Darüber hinaus entferne sich einer von vier äthiopischen Soldaten ohne Erlaubnis aus seinem Dienst, sagte der Armeevertreter gegenüber der israelischen Tageszeitung „Ha´aretz“. Zurückzuführen sei dies auf kulturelle Unterschiede und die Armut der Männer und ihrer Familien.
Für viele äthiopische Immigranten gelte die israelische Armee als ein Sprungbrett in die Gesellschaft. Gleichzeitig fühlten sie sich oft für ihre Familien verantwortlich. Es kommt laut Armee-Angaben vor, dass die äthiopischen Soldaten während ihrer Dienstzeit der Armee fernbleiben, weil sie unter anderem andere Arbeiten wahrnehmen oder Familienmitglieder unterstützen, heisst es in dem Bericht weiter. Zum Teil dienten sie eine Woche in der Armee und gingen dann eine Woche einer anderen Arbeit nach.
Im Juni dieses Jahres hatte die Armee eine Regelung erlassen, die besagt, dass eine Desertion mit 21 Tagen Fernbleiben von der Armee beginnt. Zuvor gab es ein 45-Tage-Limit.
88 Prozent der männlichen äthiopischen Einwanderer meldeten sich zum Wehrdienst. Damit ist die Zahl im Vergleich zu israelischen Männern mit 73 Prozent Melderate deutlich höher.
Die kulturellen Unterschiede zeigten sich vor allem in der Diskrepanz zwischen der Erwartung an die Zeit in der Armee und der Realität. Des Weiteren könnten die Eltern, die selbst nicht in der Armee gedient haben, ihren Kindern nicht die Hilfe bieten, wie Eltern, die ebenfalls im Militär tätig waren. Laut der von „Ha´aretz“ zitierten Armee-Quelle seien die Soldaten zwischen „zwei Welten gefangen“.
Im Jahr 2008 kündigte die Armee einen Fünf-Jahres-Plan an, der die Perspektiven für äthiopisch-stämmige Rekruten verbessern solle. Der Plan sieht beispielsweise vor, Äthiopier bereits in der Schule auf den Militärdienst vorzubereiten, Offizieren die speziellen Bedürfnisse äthiopischer Soldaten näher zu bringen oder die Familie eines Soldaten mit Kindern zu unterstützen. Die Armee wird hierbei vom Einwanderungsministerium unterstützt. Dieses will im Rahmen des Planes finanzielle Hilfe für die Rekruten und ihre Familien organisieren, bevor diese ihren Dienst antreten.

Erstes raketensicheres Kinderkrankenhaus geplant

In Safed entsteht ein Kinderkrankenhaus, das gegen Raketenangriffe geschützt ist. Die Kinderklinik ist Teil des Ziv Medical Centers, das als Krankenhaus für die gesamte Region Obergaliläa und Golanhöhen dient.
Während des Zweiten Libanonkrieges 2006 wurde das Krankenhaus wiederholt von der libanesischen Terrororganisation Hisbollah mit Katjuscha-Raketen beschossen. Eine Rakete traf das Krankenhaus direkt, fünf Patienten, zwei Ärzte und zwei Mitglieder des Pflegepersonals wurden dabei verletzt.
Infolge dieser Erfahrung wird das neue Krankenhaus nun auf der in Richtung Libanon ausgerichteten Seite mit besonders dicken Mauern ausgestattet. Darüber hinaus soll das Gebäude ein spezielles Lüftungssystem enthalten, das auch im Falle eines Angriffs mit chemischen Waffen funktionsfähig bleibt.
Die Kinderklink soll in drei Jahren eröffnet werden.

ZAHAL verhindert Anschlag

Bei einer gemeinsamen Aktion der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) und des Allgemeinen Sicherheitsdienstes (SHABAK) wurde am Donnerstag im nördlichen Gazastreifen ein hochrangiger Terrorist der Terrororganisation „Al Aksa-Märtyrer-Brigaden“ getötet.
Die Terrorgruppe plante einen Anschlag in Israel in der Nähe der israelisch-ägyptischen Grenze.
Der getötete Terrorist war in der Vergangenheit verantwortlich für mehrere Anschläge, bei denen Terroristen aus dem Gazastreifen über den Sinai nach Israel eingedrungen waren. Im Januar 2007 schickte er einen Selbstmordattentäter auf den Weg, der sich in Eilat in die Luft sprengte. Bei diesem Anschlag starben drei israelische Zivilisten.
Am Mittwoch haben die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) einen Anschlag auf einen Kontrollpunkt in Hebron vereitelt. Eine junge Palästinenserin hatte versucht, mit einem 14 cm langen Messer einen Soldaten anzugreifen. Dank der Aufmerksamkeit des Kommandanten der Einheit konnte der Angriff abgewehrt werden.

Syriens heimliches Aufrüstungsprogramm

Mit Nordkoreas Hilfe will das Regime hochfesten Stahl herstellen. Der wird für leistungsfähige Raketen und Uranzentrifugen benötigt.
Syrien baut mit nordkoreanischer und iranischer Hilfe eine illegale Produktionslinie zur Verbesserung seiner Raketenreichweiten. Wie die „Welt“ aus westlichen Sicherheitskreisen erfuhr, wird die Fabrik zur Herstellung von Maraging-Stahl, der auf der Waffenkontrollliste des NSG-Vertrags zur Nukleartechnik und dem Raketenkontrollvertrag MTCR steht, gerade mit Unterstützung nordkoreanischer Experten in der Region Homs errichtet. Syrien verstösst damit gegen die UN-Resolutionen 1718 und 1874, die Nordkorea jeglichen Export von Waffengütern untersagen.
Maraging-Stahl ist eine hochfeste Legierung, die unter anderem bei Urananreicherungszentrifugen und für den Raketenbau verwendet wird. Das Ziel der Syrer ist offenbar, unter anderem M-600-Raketen mit Maraging-Stahl aufzuwerten und sie an die libanesische Terrororganisation Hisbollah zu liefern. Nach Informationen dieser Zeitung hat der Iran zugesagt, einen Teil der Kosten der Produktionsanlage zu übernehmen.
Die Anlage wird vom syrischen „Wissenschaftlichen Studien- und Forschungszentrum“ (SSRC) betrieben. Hinter dem unscheinbaren Namen verbirgt sich eine Organisation der syrischen Militärindustrie. Laut einem Bericht der britischen „Times“ und anderer Medien hat Syrien schon normale M-600 an Hisbollah geliefert, die seit 2006 von dem SSRC hergestellt werden. Damit wären zum ersten Mal relativ zielgenaue strategische Waffen in der Hand einer Terrororganisation. Die geheim gehaltene Produktionsstätte befindet sich laut „Times“ im Dschebel Taqsis, einem Berg unweit der Oppositionshochburg Hama.
Die Feststoffrakete mit einer Reichweite von 250 Kilometern basiert auf der iranischen Fateh-110-Boden-Boden-Rakete, die Teheran an Syrien weitergegeben hat. Die Aufwertung dieser Raketen mit Maraging-Stahl würde die Fähigkeiten der Rakete und ihre Zuverlässigkeit erheblich verbessern.
Die Vereinbarung zwischen Nordkorea und Syrien sieht vor, dass Nordkorea die nötigen Maschinen zum Aufbau der Produktionsanlage liefert und Know-how und Technologie zur Produktion von Maraging-Stahllegierungen der Typen 250, 300 und 350 beisteuert. Nordkoreanische Techniker sollen Hilfestellung geben bei der Erlernung des Produktionsprozesses, beim Abfallmanagement, der Qualitätskontrolle und bei der Analyse der Stahlqualität. Die benötigten Teile der Anlage wurden schon 2009 geliefert, und westliche Sicherheitskreise gehen davon aus, dass die Anlage in etwa anderthalb Jahren betriebsbereit sein könnte. Im Moment soll der Boden der Fabrikhalle fertiggestellt sein, und ein Teil der benötigten Maschinen wurde aufgestellt. Dazu gehören spezielle Schmelzvorrichtungen wie etwa Vakuumöfen, aber auch Mischvorrichtungen, eine spezielle Maschinenteilfertigung und vieles mehr…

Israels geheimer Angriffsplan für einen elektronischen Krieg gegen den Iran

Die US-Website THE DAILY BEAST berichtet über elektronische Kampfmittel, die Israel bei einem Angriff auf den Iran einsetzen würde.
Aus US-Geheimdienstquellen hat Eli Lake erfahren:
Israel hat für viele Milliarden Dollar nicht zu ortende elektronische Waffen gebaut, die es bei einem Angriff auf die Atomanlagen des Irans einsetzen könnte.
Während der Iran im vergangenen Jahrzehnt sein Atomprogramm zielstrebig ausbaute, hat Israel für viele Milliarden Dollar Hightech-Waffen entwickelt, mit denen es im Falle eines Präventivangriffes auf den Iran dessen Luftabwehr mit elektronischen Mitteln blind und taub machen könnte.
THE DAILY BEAST wurde in diesem Sommer von aktiven und ehemaligen Geheimdienstleuten über Erkenntnisse von US-Geheimdiensten informiert, aus denen hervorgeht, dass bei einem israelischen Angriff auf die gehärteten Atomanlagen des Irans nicht nur Luftangriffe mit Kampfflugzeugen der Typen F-15 und F-16 stattfänden, sondern gleichzeitig auch ein elektronischer Krieg gegen das Stromnetz, das Internet, die Sendeanlagen für Mobiltelefone und die Notruffrequenzen der Feuerwehr und der Polizei des Irans geführt würde.
Israel soll nach Aussage von Informanten zum Beispiel eine Waffe entwickelt haben, mit der es einem Mobilfunknetz das bei Wartungsarbeiten übliche Signal erteilen kann, die Übertragung von Gesprächen vorübergehend einzustellen. Die Israelis verfügen auch über Störsender, mit denen sie die iranischen Notruffrequenzen lahmlegen können.
Bei einem 2007 durchgeführten israelischen Angriff auf eine vermutete Atomanlage bei Al-Kibar machte das syrische Militär erstmals Erfahrungen mit den elektronischen Fähigkeiten Israels, als dessen Flugzeuge die Radaranlagen der syrischen Luftabwehr austricksten; abwechselnd zeigten die Radarbilder den Luftraum völlig leer und dann mit Hunderten angreifender Flugzeuge gefüllt.
Israel würde wahrscheinlich auch eine Schwachstelle in den Stromnetzen iranischer Grossstädte ausnutzen, die vor zwei Jahren von US-Spezialisten entdeckt wurde; die Netze sind nämlich mit dem Internet verbunden, also nicht zugriffssicher, und könnten durch einen Cyberangriff – wie er mit dem Stuxnet-Virus gegen die iranischen Atomanlagen geführt wurde – abgeschaltet werden.
Ein unter strenger Geheimhaltung arbeitendes Forschungslabor, das vom US-Generalstab und den US-Kampfkommandos betrieben und Joint Warfare Analysis Center / JWAC (s. http://www.jwac.mil/ ) genannt wird, hat nach Angaben eines bereits im Ruhestand befindlichen Offiziers eines US-Militärgeheimdienstes im Jahr 2009 die Verletzlichkeit des iranischen Stromnetzes entdeckt. Dieser Informant erklärte auch, die Israelis hätten die Fähigkeit, mit dem Internet verbundene Knotenpunkte des iranischen Kommando- und Kontrollsystems auszuschalten…

Arbeitsbesuch des Chefs der Armee in Israel

Am 27.11. und 28.11.2011 trifft Korpskommandant André Blattmann seinen israelischen Amtskollegen, Generalleutnant Benjamin Gantz, in Tel Aviv. Am 29.11.2011 besucht der Chef der Armee die schweizerischen Militärbeobachter auf dem Golan sowie den Stabschef der UNTSO, den finnischen Generalmajor Juha Kilpiä, in Jerusalem.
Der Arbeitsbesuch findet vor dem Hintergrund der guten Beziehungen zwischen den Streitkräften der Schweiz und Israels statt. Im Zentrum stehen Gespräche zu den aktuellen Herausforderungen im Bereich der Streitkräfteentwicklung und der allgemeinen Wehrpflicht. Zudem wird die sicherheitspolitische Lage im nahen Osten besprochen.
Beim Besuch der UNTSO will der Chef der Armee die Schweizer Blaumützen persönlich kennenlernen und mit dem Stabschef der UNTSO, Generalmajor Juha Kilpiä, die allgemeine Sicherheitslage und Entwicklung im Einsatzraum der Schweizer Militärbeobachter auf dem Golan und im Südlibanon besprechen.

Abkommen zur Freilassung von Gilad Shalit genehmigt

Eine Blitzmeldung überraschte das Volk Israel am Vorabend des jüdischen Laubhüttenfestes Sukkot. Das Kabinett hat am Dienstag das Abkommen für die Freilassung von Gilad Shalit mit grosser Mehrheit gebilligt. 26 Minister stimmten für das Abkommen, drei dagegen.

Während der Diskussion hatten Vertreter der Sicherheitsdienste die Inhalte des Abkommens dargelegt und ihre Unterstützung erklärt.

Ministerpräsident Binyamin Netanyahu erklärte: „Es besteht eine innere Spannung zwischen dem Wunsch, einen entführten Soldaten oder Bürger nach Hause zu bringen und der Notwendigkeit, die Sicherheit der israelischen Bürger zu wahren. Als Ministerpräsident stehe ich in dieser doppelten Verantwortung. […]
Ich habe Mitgefühl mit den Familien der Terroropfer, mit ihrem Leid, ich bin einer von ihnen. […]

Es ist sehr gut möglich, dass sich das Fenster der Gelegenheit, das sich wegen der Umstände geöffnet hat, für immer geschlossen hätte und wir Gilad nie hätten nach Hause bringen können. […]

Ich danke dem Team, das all die Jahre für die Freilassung gearbeitet hat. Ich danke den Sicherheitskräften […]. Ich danke dem deutschen Vermittler und Kanzlerin Angela Merkel, die seine Mission unterstützt hat. Und ich danke besonders der ägyptischen Regierung und den ägyptischen Geheimdiensten, die so viel Unterstützung geleistet haben und uns als Vermittler geholfen haben, dieses Abkommen zu erreichen. […]
Ich bringe Gilad Shalit nach Hause, zu seinen Eltern Noam und Aviva, seinem Bruder Yoel, seiner Schwester Hadas, seinem Großvater Zvi und dem ganzen Volk Israel. […] Wenn alles läuft wie geplant, wird Gilad in den nächsten Tagen wieder bei seiner Familie und seinem Volk sein.“…

Vier Palästinenser wegen Terroranschlag in Jerusalem angeklagt

Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) haben am Dienstag vier palästinensische Mitglieder der Terrororganisation Hamas angeklagt, die verdächtig sind, für den Terroranschlag in der Nähe des Zentralen Busbahnhofs in Jerusalem am 23. März diesen Jahres verantwortlich zu sein. Bei dem Anschlag wurde eine britische Studentin getötet und 67 Zivilisten verletzt.
Der Anschlag war von einer Terrorzelle des militärischen Flügels der Hamas in Hebron ausgeführt worden. Ihre Mitglieder hatten den Attentäter angeworben, der die Tasche mit dem Sprengsatz an einer Bushaltestelle deponierte.
Zusätzlich hatten die Mitglieder der Zelle einen Selbstmordanschlag in Jerusalem geplant, der durch ihre Verhaftung verhindert werden konnte.

Alarmstufe Rot zu Jom Kippur

Während Jom Kippur haben die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) und die Polizei ihre Alarmbereitschaft auf die höchste Stufe gesetzt. Das medizinische Personal von Magen David Adom hat die höchste Alarmstufe ausgerufen, nicht nur aufgrund der eventuellen Terrorgefahr, aber auch weil gläubige Juden 25 Stunden lang zu Jom Kippur fasten werden.
Besonders in gefährdeten Regionen im Norden und in Jerusalem werden verstärkt Sicherheitskräfte stationiert. Gerechnet wird mit Unruhen in der Beduinenstadt Tuba Zangaria, wo Anfang der Woche eine Moschee angezündet wurde, und auf dem Tempelberg in Jerusalem. Der Zugang zum Tempelberg in Jerusalem wird auf Männer über 45 Jahren eingeschränkt und Spezialkräfte werden an der Klagemauer eingesetzt, um die jüdischen Beter zu schützen. Vom Freitag bis zum Samstagabend wird die israelische Armee das so genannte Westjordanland abriegeln. Der Ein-oder Austritt wird nur in medizinischen, humanitären oder besonderen Fällen genehmigt und zuvor von der Zivilverwaltung überprüft werden. Auch werden zusätzliche Kräfte in sensiblen Städten wie Zfat, Tiberias und Nazareth Illit eingesetzt werden.
Im Norden wird die Polizei zudem sowohl Synagogen als auch muslimische und christliche heilige Stätten schützen. Entlang der Route 85 wird die Polizei gegen Angriffe durch Steinewerfer eingesetzt…