Sicherheit

Fünf Jahre UN-Resolution 1701

Am 11. August 2006 hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen die Resolution 1701 verabschiedet, die zu dem Waffenstillstand geführt hat, der letztendlich den zweiten Libanonkrieg beendet hat.
Der Konflikt eskalierte am 12. Juli 2006, als Terroristen der Hisbollah Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) angriffen, die auf israelischem Gebiet an der israelisch-libanesischen Grenze patroulierten.
119 Soldaten von ZAHAL und 45 israelische Zivilisten haben ihr Leben während der 34 Tage des Krieges verloren.
Die Resolution 1701 schreibt unter anderem die Entwaffnung aller bewaffneten Gruppen im Libanon und das Verbot aller bewaffneten Gruppen mit Ausnahme der UNIFIL und der libanesischen Armee südlich des Flusses Litani vor.
Während der letzten fünf Jahre hat die Hisbollah wiederholt die Resolution 1701 verletzt. Die Gruppe führt ständig militante Aktivitäten im Südlibanon durch und hat sich und mit Waffen und Training aus Syrien und dem Iran wiederbewaffnet.

Hamas besorgt sich Waffen aus Libyen

Libyen wird offenbar zum Waffenlieferanten für die radikal-islamischen Hamas-Terroristen im Gazastreifen. Libyen ist derzeit geteilt, der Osten des Landes wird von Rebellen kontrolliert. Von dort würden neuerdings Waffen über Ägypten in den Gazastreifen geschmuggelt, erläuterte Vize-Regierungschef Moshe Yaalon von der Likud-Partei, der frühere israelische Armeechef. In Libyen seien Waffen aufgrund der instabilen Lage des Landes relativ einfach erhältlich. Israel beklagt schon lange, dass grosse Mengen an Waffen und Munition über Schmuggeltunnel in den Gazastreifen gelangen. Seit dem Sturz von Staatschef Mubarak zeigten die Ägypter wenig Interesse, gegen den Schmuggel vorzugehen. Stattdessen gewinne im Nachbarland die Muslim-Bruderschaft immer mehr an Bedeutung und Einfluss. Militärexperten gehen davon aus, dass die Hamas im Gazastreifen mittlerweile über rund 10.000 Raketen unterschiedlichen Typs verfügt.

IAEA: Syrien baute Atomreaktor

Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Yukiya Amano, hat am Donnerstag erstmals erklärt, dass es sich bei der im September 2007 in der syrischen Wüstenregion Dair Alzour angeblich von Israel bombardierten Anlage um einen Atomreaktor handelte.
Frühere IAEA-Berichte hatten dies bereits angedeutet, aber Amanos Stellungnahme stellt die erste offizielle und eindeutige Erklärung von Seiten der Behörde dar. Syrien hat stets bestritten, dass es atomare Ambitionen verfolgt habe.
Seit mehr als zwei Jahren verweigert Syrien den IAEA-Inspektoren den Zugang zu den Überbleibseln des zerstörten Komplexes. Im Juni 2008 hatten die Inspektoren dort Spuren von Uran entdeckt. US-Geheimdienstberichte verwiesen zudem auf nordkoreanische Nuklear-Expertise vor Ort.

Israel erwirbt eigene Löschflugzeuge

Israels erste eigene Löschflugzeugflotte ist einsatzbereit. Sie umfasst sieben Maschinen vom Typ Air Tractor AT-802 und ist nach Elad Riven benannt, dem jüngsten Todesopfer der Brandkatastrophe im Karmel-Gebirge. Nach dem verheerenden Feuer Anfang Dezember vergangenen Jahres war die israelische Regierung… Weiterlesen ›

Sprengstofffund am Kontrollpunkt Tapuach

Israelische Grenzschützer haben am Dienstag am Kontrollpunkt Tapuach südlich der Stadt Nablus im Westjordanland einen palästinensischen Terroristen aufgegriffen, der in seiner Tasche fünf Rohrbomben und drei wurffertige Molotov-Cocktails mit sich führte.
Der Terrorist wurde zum Verhör mitgenommen, und Spezialkräfte brachten die Sprengkörper kontrolliert zur Explosion.
Ebenfalls am Dienstag wurden zwei Busse am Ausgang des Mount-Scopus-Tunnels mit Steinen beworfen. Eine Insassin erlitt dabei leichte Verletzungen und musste sich im Krankenhaus auf dem Skopusberg behandeln lassen. Zudem wurden die Fensterscheiben der Busse beschädigt.

Netanyahu: Israelische Armee muss am Jordan bleiben

Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat den israelischen Truppen im Jordantal einen Besuch abgestattet. Anlässlich des internationalen Weltfrauentags würdigte er die Rolle der Frauen in der Armee. Gleichzeitig bekräftigte er, dass es für Israels Sicherheit unerlässlich sei, seine Militärpräsenz am Jordan auch in Zukunft beizubehalten.
„Unsere Grenze ist hier, am Jordan, und unsere Verteidigungslinie ist hier. Wenn diese Linie durchbrochen wird, würde dies bedeuten, dass es möglich wäre, Terroristen und Raketen einzuführen und sie nach Tel Aviv, Jerusalem, Haifa, Be’er Sheva und ins ganze Land eindringen zu lassen. Unsere Verteidigungslinie beginnt hier, und sie hat keine Alternative. Es gibt keine Alternative für die Verteidigungslinie der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL).
Daher muss ZAHAL in jeder zukünftigen Situation, und ich sage auch: bei jedem zukünftigen Abkommen, hier, d.h. am Jordan verbleiben. Dies ist die Versicherungspolice des Staates Israel. Wenn dies wahr war, bevor die grossen Unruhen den Nahen Osten und die gesamte Region erschüttert haben, ist es heute doppelt wahr. ZAHAL muss entlang des Jordans verbleiben.“
Netanyahu beschrieb die herausragende Stellung von Frauen innerhalb der israelischen Armee als Beispiel für die starke Stellung der Frau in Israel überhaupt. Darin würde sich Israel nicht zuletzt von den ihn umgebenden arabischen Staaten unterscheiden, wo sich Frauen weiterhin in einem rechtlosen Zustand befänden…

Wieder Rakete aus Gaza

Die Sicherheitslage im Grenzgebiet zum Gaza-Streifen ist auch am Wochenende angespannt geblieben. Am Sonntag feuerten Terroristen aus dem Palästinensergebiet abermals eine Kassam-Raketen auf den westlichen Negev ab. Sie landete im Kreis Eshkol, richtete allerdings weder Sach- noch Personenschaden an.
Einige Stunden später beschossen palästinensische Terroristen den Grenzübergang Erez mit einer Mörsergranate. Der bewaffnete Arm der Demokratischen Front für die Befreiung Palästinas (DFLP) übernahm die Verantwortung für den Angriff.
Die israelische Luftwaffe flog in Reaktion auf den erneuerten Beschuss am Sonntagabend einen Angriff auf eine Terrorzelle in Gaza-Stadt. Nach palästinensischen Angaben wurden dabei ein Palästinenser getötet und zwei weitere verletzt.
In der vergangenen Woche hatten die Raketen- und Mörsergranatenangriffe auf den Süden Israels an Intensität zugenommen. So schlug u.a. eine Grad-Rakete in der Grossstadt Be’er Sheva ein und richtete dort Sachschaden an.

Raketenabwehrsystem erfolgreich getestet

Das israelische Militär hat am Dienstag im US-Bundesstaat Kalifornien erfolgreich das Raketenabwehrsystem „Arrow 2“ getestet. Verteidigungsminister Ehud Barak sprach von einem „wichtigen Meilenstein“ bei den Bemühungen, ein aktives und mehrschichtiges Verteidigungssystem zu entwickeln.
Das System konnte eine Testrakete abfangen und zerstören, die von einem Schiff im Meer abgefeuert worden war. Der Tageszeitung „Jediot Aharonot“ zufolge war der Test bereits der 18. seiner Art. Bei der letzten Bewährungsprobe im Juli 2009 konnte die Abfangrakete durch eine Fehlfunktion nicht starten. Israel wollte den Test noch im selben Jahr wiederholen, dies war von den US-Behörden jedoch nicht genehmigt worden.
Verteidigungsminister Barak sagte nach dem Erfolg vom Dienstag: „Die Bürger des Staates Israel können stolz auf die Tatsache sein, das Israel die weltweit führende Nation im Bereich der mehrschichtigen Raketenabwehr ist.“ Mit dem „Arrow“-System will sich Israel vor Angriffen aus Syrien und dem Iran schützen.