Sicherheit

Mitarbeiter des britischen Konsulats sollen Anschlag geplant haben

Der israelische Geheimdienst hat mehrere Männer festgenommen (wie wir bereits berichteten), die einen Anschlag auf ein Fussballstadion geplant haben sollen. Zwei von ihnen stehen in den Diensten Grossbritanniens.
Nach einem angeblich vereitelten Anschlag auf ein Fussballstadion haben die israelischen Behörden auch zwei lokale Mitarbeiter des britischen Generalkonsulats in Jerusalem festgenommen. Den Männern wird nach Berichten vorgeworfen, illegale Waffengeschäfte getätigt zu haben.
«Wir versuchen, eine Bestätigung für diese Vorwürfe zu bekommen», , sagte ein Sprecher des britischen Aussenministeriums am Montag in London. Die britische BBC berichtete, die Konsulatsmitarbeiter seien wegen Plänen verhaftet worden, eine Rakete auf das Jerusalemer Teddy-Stadion abzufeuern. Sie sollten demnach die Waffen dafür besorgen…

Terroranschlag auf Jerusalemer Fussballstadion verhindert

Die israelischen Sicherheitsbehörden haben einen Terrorangriff auf das Fussballstadion in Jerusalem verhindert. Zwei dringend Tatverdächtige, ein Palästinenser und ein israelischer Araber, wurden festgenommen. Sie hatten geplant, während eines Spieles eine Rakete in das voll besetzte Teddy-Kollek-Stadium zu feuern. Mit 20.000 Plätzen ist es das grösste Stadion in der Hauptstadt. Die beiden hatten die Hügel in der Nähe ausgekundschaftet, um eine günstige Abschussposition zu finden, teilten die Behörden mit. Die beiden mutmasslichen Terroristen (Foto) wurden bereits im November verhaftet. Der Vorfall wurde aber erst jetzt bekannt, nachdem Anklage erhoben wurde.

Bei den Verhafteten handelt es sich um Musa Hamada aus Jerusalem und seinen Freund Bassem Omeri aus Beit Safafa, der die israelische Staatsbürgerschaft besitzt. Drei weitere Palästinenser wurden angeklagt, weil sie den Hauptverdächtigen Waffen verkauft haben sollen. Alle Angeklagten seien geständig gewesen. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass Omeri zudem eine Aktion gegen israelische Soldaten plante, möglicherweise eine Entführung. Die Behörden gehen davon aus, dass die beiden Inhaftierten Kontakte zu einem Terrornetzwerk unterhielten. Musa Hamada habe in den vergangenen Jahren mehrfach Saudi-Arabien besucht und sich dort mit Vertretern der militanten Muslim-Bruderschaft getroffen. Die beiden hätten sich dann der Hamas-Terrororganisation angeschlossen.

Situation in Gaza ist explosiv

Generalstabs-Chef Gabi Ashkenasi hält die Lage in Gaza für „instabil und explosiv“. Das erklärte er bei einer Anhörung im Verteidigungsausschuss des Parlaments. Die Armee haben ihre Einsätze im Süden Israels verstärkt, nachdem es aus dem Gazastreifen zu ständigen Raketenangriffen komme. In den vergangenen Monaten habe die israelische Armee 112 Einsätze gegen Terroristen durchgeführt, wobei 60 militante Kämpfer getötet worden seien.

Die Zahl der Freiwilligen, die sich für Kampfeinheiten in den israelischen Streitkräften melden, sei von 64 auf 74 Prozent gestiegen. Dennoch plagen den Armeechef Personalsorgen, weil sich viele religiöse Israelis dem Armeedienst entziehen. Ashkenasi sprach sich erneut dafür aus, dass Ultra-Orthodoxe rekrutiert und arabische Israelis zu einem nichtmilitärischen Nationaldienst herangezogen werden.

Rakete explodiert neben Kindergarten – 14-jährige verletzt

Der Süden Israels kommt nicht zur Ruhe. Am Dienstag Morgen schlug eine von palästinensischen Terroristen aus dem Gaza-Streifen abgefeuerte Kassam-Rakete in einem Kibbutz unweit von Ashkelon ein. Ein 14jähriges Mädchen wurde dabei von Granatsplittern und Glasscherben leicht verletzt. Mehrere Menschen erlitten einen Schock.
Bereits am Montag war der westliche Negev heftigem Beschuss mit Mörsergranaten aus dem Gaza-Streifen ausgesetzt. Ganze neun Projektile landeten auf israelischem Territorium, allerdings ohne Schaden zu verursachen.
Die israelische Luftwaffe flog gestern in Reaktion auf den Beschuss Angriffe auf verschiedene Terrorziele im Gaza-Streifen. Dabei wurden zwei Kämpfer der Izz al-Din al-Kassam-Brigaden, des militärischen Arms der Hamas, verletzt.

Militärübung bereitet auf möglichen Einsatz im Libanon vor

Das israelische Militär hat am Donnerstagabend eine der umfangreichsten Übungen der vergangenen Jahre abgeschlossen. Im Golan bereiteten sich Tausende Soldaten an der Grenze zum Libanon auf einen möglichen Einsatz vor.
Wie die Tageszeitung „Jediot Aharonot“ berichtet, nahmen an der grossangelegten Militärübung zwei Brigaden teil. Die Soldaten setzten sich mit simulierten Panzerabwehrraketen und Mörsergranaten auseinander. Zudem suchten sie nach Wegen, mit Hisbollah-Aktivisten auf Motorrädern zurechtzukommen. Der Schlamm als Folge der Regenfälle am vergangenen Wochenende vergrösserte noch die Herausforderung, der sich die Armeeangehörigen ausgesetzt sahen.
Die Übung bildete den Abschluss eines Trainings, das 13 Wochen gedauert hatte. In dieser Zeit legten einige Panzer der 401. Brigade 8.000 Kilometer zurück, vor allem in bergigen Gefilden. „In manchen Fällen haben die Soldaten die Panzer 14 oder 15 Stunden lang nicht verlassen“, sagte der Kommandeur des 401. Regimentes, Enav Schalev.
Die Soldaten testeten verschiedene neue Technologien, etwa ein digitales Kommunikationssystem. Dieses ermöglicht die schnelle Weitergabe von Aufträgen zwischen den Einheiten über einen Computerbildschirm. Aus Militärquellen hiess es, das System verbessere die Effizienz der Operationen erheblich. Auch das aktive Schutzverfahren „Windmantel“ kam zum Einsatz. Mit dessen Hilfe können Panzer Aufgaben übernehmen, die bislang zu gefährlich waren.
Während der Übung wurden unterschiedliche Szenarien getestet. Am Ende kämpften die beiden Brigaden gegeneinander. Vertreter der israelischen Verteidigungsstreitkräfte gehen davon aus, dass die Übung das Niveau des militärischen Training auf eine höhere Stufe angehoben hat.
„Wir haben eine Schlachtfeldsimulation in der fortschrittlichsten Weise durchgeführt, die der Armee möglich ist“, sagte Schalev. Seine Brigade ist normalerweise für Problemgebiete zuständig, vor allem für den Gazastreifen. Doch bezüglich einer echten Kampfsituation bereiteten sich die Truppen vor allem für eine Konfrontation mit der Hisbollah-Miliz vor. „Ich möchte das, was sich in Gaza abspielt, nicht kleinreden, wir haben dort viele Herausforderungen, mit denen wir zurechtkommen müssen, aber der Libanon ist eine andere Geschichte.“ Wenn ein Kommandeur ordentlich für den Libanon trainiere, sei er auch für den Gazastreifen gewappnet…

Luftschlag gegen Raketen-Basis: Fünf Terroristen getötet

Die israelische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben fünf Terroristen im Gazastreifen getötet, die israelische Gemeinden in der Negev-Wüste beschiessen wollten. Die fünf Männer seien vermutlich Mitglieder des militanten „Islamischen Dschihad“ gewesen. Nach Augenzeugenberichten waren unbemannte israelische Flugzeuge, so genannte Drohnen, bereits seit mehreren Tagen über dem Gazastreifen in der Luft. Offenbar beobachteten sie, wie die fünf Männer Raketen in einem landwirtschaftlich genutzten Gebiet zum Abschuss vorbereiteten. Bereits seit einigen Wochen ist die Lage im Süden Israels unruhig, da immer wieder Raketen und Granaten auf Israel abgefeuert werden und die Luftwaffe mit Gegenschlägen antwortet.

US-Touristin in der Nähe von Jerusalem ermordet

Am frühen Sonntagmorgen ist in der Nähe der Stadt Bet Shemesh die Leiche einer Frau gefunden worden. Die Leiche der etwa 40 Jahre alten US-Bürgerin sei am Sonntag in der Nähe von Beit Schemesch gefunden worden, sagte Polizeisprecher Micky Rosenfeld. Die Frau war am Vorabend vermisst gemeldet worden, nach ihr hatte ein grosses Aufgebot von Sicherheitskräften in der Nacht gesucht. Ihre Freundin, eine 46-jährige aus Großbritannien stammende Reiseführerin, war gefesselt und mit Stichverletzungen aufgefunden worden. Es wurde bestätigt, dass es sich bei der Verletzten sowie dem amerikanischen Opfer um gläubige Christinnen handelt. Israelische Christen haben für sie einen Gebetsaufruf gestartet.
„Sie hat erklärt, sie sei von zwei Arabern angegriffen und gefesselt worden, dann hätten sie auf sie eingestochen“, gab Polizeisprecher Micky Rosenfeld bekannt. Das Opfer habe die Männer nicht gekannt. Die Ermittlungen der Polizei liefen auf Hochtouren. Die Britin wird im Krankenhaus behandelt, ist aber nicht in Lebensgefahr. Zu den genauen Umständen des Todes ihrer Freundin machte die Polizei zunächst keine Angaben. Die Polizei hat Strassensperren errichtet und sucht auch mit Helikoptern nach den mutmasslichen Mördern.

Zur Nordkorea-Iran-Connection

Die jüngste Bestätigung, dass Nordkorea eine Zetrifugenanlage zur Urananreicherung gebaut hat, bringt für den Nahen Osten nicht weniger bedeutsame Implikationen als für Ostasien mit sich. Das Washington Institute for Near East Policy hat dazu eine kurze Analyse veröffentlicht.
„Die Existenz der neuen Zentrifugenanlage in Yongbyon, die Nordkorea theoretisch die Fähigkeit verleiht, hoch angereichertes Uran (HEU), einen alternativen atomaren Sprengstoff, herzustellen, erweckt Zweifel an gegenwärtigen Einschätzungen zu Irans Zentrifugen-Möglichkeiten. Nordkorea hat dem Iran dabei geholfen, die Shahab-3-Rakete zu entwickeln, die – wie die Ghauro-Rakete – eine Kopie der Nodong-Rakete darstellt. Irans Zentrifugenanlage in Natanz verwendet die technisch unzuverlässige P1-Zentrifuge, hat es aber dennoch geschafft, Uran von seinem natürlichen Grad von 0.7 Prozent des spaltbaren Isotops U-235 auf etwas unter 20 Prozent anzureichern. Von diesem Grad aus ist es verhältnismäßig einfach, die 93% zu erreichen, die notwendig für den Bau einer Atombombe sind…

Polizei-Chefin von Haifa in Lebensgefahr – Mehrere Vermisste

Die Polizei-Chefin der Stadt Haifa, Ahuva Tomer, mit schwersten Brandwunden in einer Klinik in Haifa. Ihr Zustand ist kritisch. Sie war mit ihrem Polizeifahrzeug im Katastrophengebiet unterwegs, um zu helfen, und fuhr hinter dem Bus, in dem die 40 Gefängnisaufseher ums Leben kamen. Ahuva Tomer wurde in Israel bekannt als erste Frau, die eine grosse Polizeieinheit leitete. Zwei weitere Polizisten und zwei Feuerwehrleute werden derzeit vermisst, ihr Schicksal ist unklar.
Die Zerstörungen sind noch unüberschaubar. Mehrere Dörfer sind akut bedroht. Das Feuer zieht, von starken Winden angefacht, in Richtung Haifa, Israels drittgrösster Stadt. Dort wurde die Universität bereits am Donnerstag geräumt. In der Nacht zum Freitag mussten dann rund 15.000 Bewohner der Region ihre Häuser verlassen. Armee-Einheiten halfen bei der Evakuierung. Die israelische Bahn befördert heute alle Einwohner Galiläas umsonst. Die Autobahn zwischen Tel Aviv und Haifa wurde zeitweise voll gesperrt.

Verheerender Waldbrand fordert mindestens 41 Tote – Feuer ist ausser Kontrolle

Der schlimmste Waldbrand in der Geschichte Israels hat am Donnerstag mindestens 41 Todesopfer gefordert. Dutzende sind zum Teil schwer verletzt. In der Nacht zum Freitag wurden im Raum Haifa rund 15.000 Menschen evakuiert. Der Waldbrand im Karmelgebirge im Norden des Landes ist nach Auskunft der Feuerwehr ausser Kontrolle. Bei 40 Toten handelt es sich um junge Rekruten der Justizbehörde sowie zwei Feuerwehrleute. Sie waren auf dem Weg in das Damon-Gefängnis im betroffenen Gebiet. Dort sollten sie Häftlinge vor dem Feuer in Sicherheit bringen. Als der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug verloren habe, sei der Bus in die Flammen geraten. Nach Augenzeugenberichten gab es eine bis zu 50 Meter hohe Flammenwand. Ein Feuerwehrmann sagte im israelischen Fernsehen, die Opfer hätten keine Überlebenschance gehabt: „Sie sind auf die Strasse gefallen und bei lebendigem Leibe verbrannt.“ Von 50 Passagieren waren 40 sofort tot, sieben wurden schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Die meisten Opfer waren Drusen…