Sicherheit

“Anlage 911″: USA überwachen mysteriöses Bauprojekt in Israel

Das US-Hauptkommando USACE (United States Army Corps of Engineers) plant die Überwachung der Konstruktion einer fünfgeschossigen unterirdischen Anlage der Israelischen Streitkräfte (Israel Defense Forces, IDF) mit dem seltsamen Namen „Anlage 911“ („Site 911“) auf einem israelischen Luftwaffenstützpunkt in der Nähe von Tel Aviv. Die etwa 100 Millionen Dollar teure Anlage mit einer Bauzeit von voraussichtlich mehr als zwei Jahren soll Klassenräume haben, die sich auf Ebene 1 befinden, ein Auditorium auf Ebene 3, sowie ein Labor, erschütterungsfeste Türen, einen Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung und schärfste Sicherheitsvorkehrungen. Für alle Bauarbeiter werden Sicherheitsfreigaben erforderlich sein, am Zaun werden Wachen aufgestellt und durch Sperren wird sie vom Rest der Basis getrennt…

IAF soll einen Standort für Chemiewaffen in Syrien angegriffen haben

Die die Zeitung Maariv berichtet, dass die israelische Luftwaffe über Präsident Bashar Assad Palast flog und einen Chemiewaffen-Standort in der Nähe von Damaskus bombardiert habe. Der Bericht besagt, die freie syrische Armee habe beobachtet wie israelische Jets am Samstagmorgen in den syrischen Luftraum eingedrungen wären und in der Nähe von Assads Palast in Damaskus, einen Standort für chemische Waffen bombardiert hätten. Die in hebräischer Sprache erscheinende Zeitung berichtet, dass eine in der Stadt positionierte syrische Luftabwehr Batterie auf die israelischen Jets gefeuert habe, diese den syrischen Luftraum aber unversehrt verlassen hätten…

Anti-Terroristen-Gesetz vorgelegt

Die Abgeordnete Ayelet Shaked von der Partei Beit Jehudi hat ein Gesetz zur Abstimmung im Parlament vorgelegt, dass verhindern soll, dass Terroristen den Staat Israel vor israelischen Gerichten verklagen können. Durch dieses Gesetz wird Staatsbürgern von feindlichen Staaten die Möglichkeit genommen, den Staat Israel zu verklagen. Das Gesetz ist unter dem Namen „Dirani-Gesetz“ bekannt, benannt nach dem libanesischen Hisbollah-Terroristen Mustafa Dirani, der den israelischen Soldaten Ron Arad mehrere Jahre in Gewahrsam hielt. Dirani wurde von der israelischen Armee entführt und als Tausch für die Überreste von drei entführten Soldaten und einem israelischen Zivilsten wieder freigelassen.

Raketenbeschuss aus Gaza geht weiter

In der Nacht von Sonntag auf Montag ist eine Rakete von Gaza in der Eschkol-Region im Süden Israels eingeschlagen. Keine Verletzten oder Sachbeschädigungen wurden gemeldet. Diese Rakete folgte einem Luftangriff der israelischen Armee gegen Gaza, der als Antwort auf Raketenbeschuss am Samstagabend kam. Auf palästinensischer Seite wurden keine Verletzten gemeldet, die israelische Armee gab jedoch bekannt, ihre Ziele getroffen zu haben, darunter seien Terrorzentren und Lagerhäuser von Waffen gewesen. Als weitere Massnahme wurde der Grenzübergang „Keren Schalom“ für kommerzielle Güter geschlossen, es können jetzt nur noch humanitäre Hilfslieferungen über diesen Weg nach Gaza gelangen…

Israel erlaubt E-Mail-Prüfung bei Einreise

Die Generalstaatsanwaltschaft Israels erlaubt weiterhin die Untersuchung privater E-Mail-Konten bei der Einreise ins Land. Der Beschluss kommt, nachdem es im letzten Jahr zu heftigen Beschwerden kam, als einige Besucher Israels am Ben Gurion Flughafen abgewiesen und in ihre Heimatländer zurückgeschickt wurden. Israelische Behörden hatten dies im Zusammenhang mit einem „Fly in“ praktiziert, als internationale Aktivisten dazu aufgerufen hatten, den Flugverkehr des Landes lahmzulegen, indem sie den internationalen Flughafen besetzen. In einem Fall wurde drei palästinensisch-amerikanischen Frauen die Einreise verboten, nachdem antiisraelische E-Mails bei ihnen gefunden wurden…

Israel schiesst Drohne ab

Eine aus dem Libanon kommende Drohne näherte sich der israelischen Küste und wurde abgeschossen. Ministerpräsident Netanyahu sprach von einem «sehr schwerwiegenden» Zwischenfall. Die israelischen Streitkräfte haben am Donnerstag eine aus dem Libanon kommende Drohne über dem Mittelmeer abgeschossen. Als Sender des Gerätes verdächtigte das Verteidigungsministerium die schiitische Hisbollah-Miliz. Diese wies den Vorwurf zurück. Nach Militärangaben wurde das unbemannte Fluggerät über dem Libanon entdeckt und abgeschossen, als es Kurs auf die israelische Küste nahm. Ein Kampfflugzeug vom Typ F-16 habe die Drohne neun Kilometer vor der Hafenstadt Haifa abgefangen. Die Marine suche nach dem Wrack der Drohne…

Darum starb der „Gefangene X“

Der Tod des australischen Mossad-Agenten Ben Zygier gab viele Rätsel auf, zum Beispiel wie er sich trotz 24-Stunden-Überwachung das Leben nehmen konnte. Ein Bericht bringt nun Licht ins Dunkle. Der Tod des mutmasslichen Mossad-Agenten Ben Zygier in einer israelischen Hochsicherheitszelle ist auf Nachlässigkeit des Gefängnispersonals zurückzuführen. Zu dieser Schlussfolgerung kommt die zuständige Richterin in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht. Demnach hat sich der 34-jährige Australier mit einem feuchten Laken erhängt, das an das Badezimmerfenster geknotet war. Der Häftling hätte jedoch unter ständiger Überwachung stehen müssen, schrieb die Richterin Daphna Blatman Kedrai in dem Bericht vom 19. Dezember vergangenen Jahres. Teile dieses Berichts waren bislang geheim…

Strafmass nach tödlichen Steinwürfen festgelegt

Ein Palästinenser ist am Mittwoch vom Militärgericht Ofer zu zweimal Lebenslänglich plus weiteren 58 Jahren Haft verurteilt worden. Zuvor war er Anfang des Monats für schuldig befunden worden, im September 2011 durch Steinwürfe den 25-jährigen Asher Palmer und seinen einjährigen Sohn ermordet zu haben. Das Gericht hatte es damals als erwiesen angesehen, dass der Angeklagte Palmers Auto in der Nähe von Kiryat Arba mit Steinen beworfen und diesen dabei im Gesicht getroffen habe. Dadurch habe Palmer die Kontrolle über das Fahrzeug verloren und den Unfall verursacht, bei dem er und sein Sohn getötet worden waren…

„Bis Ende Jahr sind wir auf Kollisionskurs mit Iran“

Für den ehemaligen Abwehrchef des israelischen Militärs Amos Yadlin hat Teheran die nuklearen «rote Linien» bereits passiert. Muss die israelische Öffentlichkeit sich auf eine baldige Eskalation des Verhältnisses zu Iran vorbereiten? Amos Yadlin, Generalmajor d.R. und ehemaliger Chef der militärischen Abwehr des jüdischen Staates schlug am Dienstag einen Ton an, der kaum eine andere Interpretation zuliess. Kaum hatte der amerikanische Verteidigungsminister Chuck Hagel kurz vor dem Ende seines Israelbesuchs seine Gastgeber mit einem militärischen Sonderpaket im Wert von rund 10 Milliarden Dollar sichtlich erfreut, meinte Yadlin, Israel bewege sich in Bezug auf Iran auf einen «Kollisionskurs bis Jahresende» zu. Vor dem heute von ihm geleiteten Institut für Nationale Sicherheitsstudien (INSS) der Tel Aviv Universität spekulierte Amos Yadlin…

Iraner mit gefälschtem israelischen Pass geschnappt

Ein iranischer Staatsangehöriger der mit einem gefälschten israelischen Pass erwischt wurde, ist verdächtigt Angriffe gegen Israelis und israelische Einrichtungen in Nepal geplant zu haben. Der von israelischen Sicherheitsbehörden in Nepal gefasste Iraner Mohsin Khosravian steht im Verdacht, Angriffe gegen die israelische Botschaft in Kathmandu und israelische Touristen geplant zu haben, dass berichtete Israels Kanal 2 am Montagabend. Khosravian, wurde schon am 13. April vom Personal der israelischen Botschaft in Kathmandu festgehalten und der Polizei übergeben. Die Sicherheitskräfte der Botschaft waren durch das verdächtige Verhalten des Iraners alarmiert und bei einer Kontrolle kam heraus, dass er einen gefälschten israelischen Pass und eine Stadtkarte bei sich trug, heisst es in dem Fernsehbericht. Der verdächtige wurde an die nepalesischen Behörden übergeben…