«Wir boykottieren Produkte aus den besetzten Gebieten nicht», sagt eine Sprecherin. Der holländische Zweig der deutschen Supermarktkette Aldi hat sich am Dienstag von der zuvor von einem Sprecher der Firma gemachten Bestätigung hinsichtlich eines Boykotts von Produkten aus der Westbank, Ostjerusalem und den Golanhöhen distanziert. «Aldi hält fest», schrieb eine Vertreterin des holländischen Zweigs des Konzerns, «dass es Produkte aus den besetzten Gebieten nicht boykottiert.»…
Boykott
Kritik Boykott von Siedlerprodukten in den Niederlanden
In Israel haben Berichte über einen niederländischen Boykott von Erzeugnissen aus den umstrittenen Siedlungen im Westjordanland und Ost-Jerusalem Kritik ausgelöst. Einem Bericht der niederländischen Zeitung «Trouw» zufolge würden zwei Supermarktketten keine Produkte mehr anbieten, die aus den genannten Gebieten stammen. «Dieser Boykott strotzt vor Heuchelei und verschlimmert nur das Problem, das es zu lösen vorgibt»…
EU-Boykott schadet laut Autonomiebehörde den Palästinensern
Nun wehren sich sogar die Palästinenser gegen die Entscheidung der Europäischen Union, jüdische Siedlungen in den sogenannten „besetzten Gebieten“ zu boykottieren. Ein hochrangiger Beamter der Palästinensischen Autonomiebehörde hat israelischen Medien bestätigt, dass viele in Ramallah mit der EU-Entscheidung unzufrieden seien. „Wir für unseren Teil haben eine Reihe von Beamten der Europäischen Union, der palästinensischen Autonomiebehörde und auch in Israel angesprochen und versucht, die Entscheidung rückgängig zu machen“, so der Behördensprecher…
Schweizer Boykott-Kampagne wegen Drohnen-Deal mit Israel
Gegen den Einkauf von sechs Drohnen aus Israel bahnt sich in der Schweiz Protest an: Die propalästinensische Kampagne Boykott Desinvestition Sanktionen hat bereits eine Petition gegen den vom schweizerischen Verteidigungsdepartement geplanten Kauf lanciert. Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport plant zusammen mit Armasuisse im Rahmen des Rüstungsprogrammes 2015 den Einkauf von sechs neuen Drohnen. Zwei Typen aus Israel werden zurzeit in der Endphase von Experten begutachtet: Heron 1 von Israel Aerospace Industries (IAI) und Hermes 900 von Elbit Systems. Konkrete Entscheide werden bis Sommer 2014 erwartet. Der Deal gibt nicht nur politisch zu reden, sondern hat’s auch finanziell in sich: Die Anschaffung der unbemannten Flugzeuge soll um die 300 bis 400 Millionen Franken kosten…