gaza

UN-Hilfswerk schliesst Büros im Gaza

Das UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) hat seine Büros im Gazastreifen vorerst geschlossen. Damit reagierte die Behörde auf gewaltsame Proteste gegen eine Verringerung der finanziellen Unterstützung für die Palästinenser. In den vergangenen Tagen hatten die Demonstranten noch vor den Niederlassungen der UNRWA in dem Küstenstreifen protestiert. Doch am Donnerstag betraten sie das Gelände des Hauptquartiers in Gaza. Nach Angaben des Personals versuchten sie, in das Gebäude einzubrechen. Diese „dramatische und beunruhigende“ Eskalation ging der UN-Organisation zu weit…

Nach Raketenbeschuss schränkt Israel Gaza-Fischereizone ein

In einer Reaktion auf neuerlichen Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen hat Israel die Fischereizone für Fischer aus der Enklave am Mittelmeer von sechs auf drei Seemeilen eingeschränkt. Eine entsprechende Anordnung hätten die Streitkräfte von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und dem neuen Verteidigungsminister Mosche Jaalon erhalten, teilte die Armee mit. Auch der einzige Grenzübergang für Waren zwischen Israel und dem Gazastreifen, Kerem Schalom, bleibe bis auf weiteres geschlossen. Palästinensische Terrorgruppen aus dem Gazastreifen hatten den Besuch von US-Präsident Barack Obama in Israel mit dem Abschuss von vier Raketen gegen Zivilisten in der südlichen Negev-Region begleitet…

Hamas blockiert humanitäre Hilfe

Am israelischen Grenzübergang zum Gazastreifen stehen seit gestern 65 Lastwagen mit Hilfsgütern, die nicht abgefertigt werden können. Nun drohen die Lebensmittel zu verderben. Nachdem am Dienstag vergangener Woche wieder eine Rakete aus dem Gazastreifen in Israel eingeschlagen war, hatte Israel den Grenzübergang Kerem Shalom vorübergehend geschlossen. Nun sollten die Hilfslieferungen wieder aufgenommen werden, aber die Hamas hat den zuständigen Beamten der palästinensischen Autonomiebehörde abgesetzt und übt nun selbst die Kontrolle über den Grenzübergang aus…

Stromleitungen nach Gaza aufgerüstet

Die unterirdischen elektrischen Leitungen, die den nördlichen Gazastreifen von Israel aus mit Elektrizität versorgen, sind in der vergangenen Woche saniert und aufgerüstet worden. Diese Leitungen liefern täglich 12,5 MW Elektrizität, das sind zehn Prozent der Gesamtmenge an Elektrizität, die Israel… Weiterlesen ›

Soldaten finden „Angriffstunnel“

Israelische Sicherheitskräfte haben am Montag einen Tunnel entdeckt, der vom Gazastreifen nach Israel führt. Nach Einschätzung der Armee sollte er für Angriffe auf Zivilisten oder Soldaten dienen.
Soldaten stiessen bei einer Routinetätigkeit östlich von Chan Junis auf der israelischen Seite des Grenzzaunes auf den Tunnelschacht. Dieser endete etwa 150 Meter von der Sperranlage entfernt…

Palästinenser an Grenzzaun erschossen

Ein 22-jähriger Palästinenser ist von israelischen Soldaten am Grenzzaun zum Gazastreifen erschossen worden. Der Zwischenfall passierte am Freitag am Rande einer Demonstration. Der Mann habe mit anderen nahe an der Grenzanlage gegen Israel demonstriert, teilte der Sprecher des Gesundheitsministeriums in Gaza-Stadt, Aschraf al-Kedra, am Freitag mit. Die israelischen Streitkräfte bestätigten die Angaben auf Anfrage. Aus Militärkreisen verlautete, das Opfer habe zusammen mit anderen Demonstranten versucht, den Zaun zu beschädigen…

Hamas verbietet israelische Medien im Gazastreifen

Dass die Hamas im Gazastreifen Regimekritiker verfolgt und zuweilen auch foltert, ist mittlerweile hinreichend bekannt. Jetzt hat die Terrororganisation israelische Medien aus dem Gazastreifen verbannt. Als Begründung wird aufgeführt, Palästinenser seien in negativer Art und Weise dargestellt worden…

Israel legte Mindestkalorienzahl für Gaza-Bewohner fest

Die israelische Armee hat ein Dokument veröffentlicht, mit dem im Jahr 2008 die Mindestmenge an Kalorien für die Bevölkerung im isolierten Gazastreifen festgelegt werden sollte. Die Studie empfahl demnach, dass die Menschen in Gaza 2.279 Kalorien am Tag brauchen, ein Wert nahe der Mindestmarke der Weltgesundheitsorganisation (WHO), um Unterernährung zu vermeiden. Israel blockiert alle Grenzen zum Gazastreifen, seit die radikalislamische Hamas dort im Sommer 2007 die Macht übernahm.

Das Dokument bezieht sich auf die Blockade-Maßnahmen vor Mai 2010, als ein israelisches Kommando ein Schiff mit Hilfslieferungen für den Gazastreifen gestürmt und neun Aktivisten getötet hatte. Im folgenden Juni erhöhte Israel die Lebensmitteleinfuhren nach Gaza. Die Herausgabe der Studie war vor Gericht von der Nichtregierungsorganisation Gisha erzwungen worden, die sich für die Bewegungsfreiheit der Palästinenser einsetzt.

Die Studie legt anhand von Tabellen die nötigen Kalorien nach Alter und Geschlecht fest. Die Autoren vom Geheimdienst und des israelischen Gesundheitsministeriums kommen darin zu dem Schluss, dass etwa 106 Lastwagenladungen mit Lebensmitteln pro Tag reichen sollten, um die Versorgung mit der empfohlenen Kalorienzahl sicherzustellen. Tatsächlich liess Israel zu dieser Zeit laut Gisha nur 67 Lkw pro Tag in den Gazastreifen, eines der am dichtesten besiedelten Gebiete der Welt.

Erstmals Luftabwehrrakete gegen israelischen Helikopter

Nachschub der Raketen für die Gaza-Terroristen nimmt dramatisch zu. Wie die israelische Armee erst jetzt bestätigt hat, haben die Palästinenser letzte Woche zum ersten Mal eine russische Luftabwehrrakete vom Typ «Strela» (SA-7) gegen einen über den Gazastreifen fliegenden israelischen Helikopter abgefeuert. Der Heli wurde zwar nicht getroffen, doch mit dem Beschuss fanden Geheimdienstinformationen der letzten Jahre ihre praktische Bestätigung: Solche Raketen haben die palästinensischen Terroristen in Gaza, vor allem die Hamas, erreicht. Im vergangenen August, als Terroristen bei einem Angriff an der ägyptischen Grenze sechs israelische Zivilisten und zwei Mitglieder der Sicherheitskräfte töteten, wurde ebenfalls eine Flugabwehrrakete gegen eine Helikopter der israelischen Luftwaffe abgefeuert, der sich an der Jagd auf die Terroristen beteiligt hatte. Auch damals hatte es sich bei dem Geschoss vermutlich um eine «Strela» gehandelt. Diese Rakete erschien zwar schon in den 1960er Jahren, gilt aber immer noch als eine relativ moderne Waffe. Seit dem Zusammenbruch des Regimes Gaddhafi in Libyen hat der Nachschub solcher Raketen in den Gazastreifen vermutlich dramatisch zugenommen.