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Netanyahu fordert eine klare rote Linie

Washington dementiert Geheimabsprachen mit Teheran. Der israelische Regierungschef Binyamin Netanyahu setzt die Reihe seiner Forderungen nach einer härteren Haltung gegen Iran fort. In der wöchentlichen Kabinettssitzung und vor Gästen aus dem Ausland rief er in diesen Tagen die internationale Völkergemeinschaft dazu auf, Teheran eine klare „rote Linie“ zu setzen, verzichtete aber darauf, diese rote Linie eindeutig zu definieren…

Iran trifft Kriegsvorbereitung

Der Iran hat diese Woche eine Serie von Tests mit Lang- und Mittelstreckenraketen durchgeführt. Iranische Offizielle gaben an, die Tests seien gegen Nachbauten von „transregionalen Mächten“ gerichtet.

Die im Iran hergestellten Raketen haben eine Reichweite bis nach Israel. So wurde auch anfangs angenommen, dass der jüdische Staat das Ziel der Tests war.
Amir Ali Hajizadeh, ein General der Revolutionsgarden, enthüllte, dass Israel, aber auch die USA, mit dieser Aktion gewarnt werden sollten. Die iranische Nachrichtenagentur Fars News berichtete, die Ziele der Raketen seien Nachbauten von amerikanischen Militärlagern. Hajizadeh sagte weiterhin, die Übung zeige eindeutig, dass ein israelischer Schlag gegen die iranischen Atomanlagen katastrophale Folgen haben würde.
„Wenn sie (Israel) uns angreifen, werden sie uns einen Grund geben, sie von der Erde zu fegen,“ wurde Hajizadeh von der iranischen IRNA Nachrichtenagentur zitiert.
Es ist weiterhin interessant, dass diese militärische Übung „Prophet 7“ genannt wurde, eine eindeutige islamisch-religiöse Anspielung. Westliche Diplomaten vertrauen darauf, dass der Iran letzten Endes pragmatisch sein und nicht versuchen wird, Israel zu zerstören…

Israelische Kirschen auf iranischen Märkten?

Israelische Kirschen werden im Iran verkauft – dies jedenfalls berichteten dem Internetportal Ynet zufolge iranische Medien in den vergangenen Tagen.
Ynet berichtet, ein Kilo wahrscheinlich aus Israel kommender Kirschen ginge für 4.500 Toman (etwa 2,30 Euro) über die Ladentische iranischer Obsthändler. Die iranische Nachrichtenagentur „Mehr“ zitierte den Vorsitzenden der Teheraner Produkt-Gesellschaft, der bestätigt, dass israelisches Obst tatsächlich im Land verkauft würde. Der Import israelischer Waren ist iranischem Recht zufolge verboten. Bereits im Jahr 2009 tauchten jedoch im iranischen Handel Orangen auf, die israelische Herkunftslabels trugen.