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Tourismusbranche optimistisch wegen Medizintourismus

Speziell Patienten aus den USA und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion will Israel mit dem Ausbau der Klinikkapazitäten ansprechen. Das bedeutet Konkurrenz für europäische Häuser, aber Chancen für die MedTech-Branche.
Europas Kliniken könnte grosse Konkurrenz entstehen, wenn es um die forcierte Akquise von Medizintouristen aus dem Ausland, speziell aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion geht.
Denn Israel steht in den Startlöchern, um den Medizintourismus in das Gelobte Land massiv und nachhaltig anzukurbeln.
Wie die deutsche Aussenhandelsagentur Germany Trade & Invest (gtai) informiert, will Israel den Medizintourismus künftig stärker fördern und besser regulieren.
Das sehe ein Plan des nationalen Gesundheitsministeriums vor. Unter anderem werde der Bau eines eigenen Krankenhauses für Ausländer anvisiert. Die Betreuung ausländischer Patienten ist laut gtai auch jetzt schon eine Wachstumsbranche in Israel.
Das Vorhaben könnte bei ausreichenden Neuinvestitionen aber auch einen positiven Effekt haben, nämlich einen Nachfrageschub nach deutscher Medizintechnik.
Im September 2012 wurde ein vom Gesundheitsministerium formulierter Plan zur Weiterentwicklung des Medizintourismus durch die Veröffentlichung in der Wirtschaftszeitung „The Marker“ publik.
Der im Auftrag des Ministerpräsidentenamtes erarbeitete Plan sehe vor, dass regierungseigene Krankenhäuser das Recht erhalten, bis zu zehn Prozent ihrer Tätigkeit der Behandlung von Patienten aus dem Ausland zu widmen.
Da sich die Nachfrage nach medizinischen Leistungen durch ausländische Patienten nicht gleichmässig auf alle Abteilungen verteile, dürfe der Anteil des Medizintourismus in besonders gefragten Abteilungen laut Plan bis zu 25 Prozent erreichen. Der Plan könne auf Regierungsbeschluss ohne Änderungen der Gesetzgebung realisiert werden.
Es sind aber nach gtai-Angaben nicht nur Regierungskrankenhäuser, die auf Medizintourismus setzen.
Vielmehr seien auch Krankenhäuser der grössten Krankenkasse des Landes, Clalit Health Services, Kliniken in gemeinnütziger Trägerschaft wie Hadassah in Jerusalem oder private Hospitäler wie das Assuta-Krankenhaus in Tel-Aviv im Geschäft mit Patienten aus dem Ausland tätig. Zu den wichtigsten Herkunftsländern der Patienten gehörten die USA und Staaten der ehemaligen Sowjetunion.
Eine Verwirklichung des Expansionsplans würde massive Investitionen in das Gesundheitswesen im Allgemeinen und in Medizintechnik im Besonderen erfordern, wie die gtai-Experten betonen. Zudem sehe der Plan den Bau eines besonderen Krankenhauses für Ausländer vor…