Rabbiner

Endspurt im Rennen der Rabbis

Alle zehn Jahre werden in Israel die beiden Oberrabbiner bestimmt. Heute Nachmittag ist es wieder so weit: Ein Gremium von 150 Vertretern des religiösen und politischen Lebens kommt in Jerusalem zusammen, um aus insgesamt sieben Kandidaten den aschkenasischen und den sefardischen Oberrabbiner zu wählen – als Nachfolger von Yonah Metzger und Shlomo Amar, die seit 2003 im Amt sind…

Halachisches Urteil ermöglicht Frauen das Gebet

Orthodoxe Rabbiner von Beit Hillel finden halachische Quellen, welche Frauen ermöglicht Gebet zu rezitieren. Ein überraschend neues halachisches Urteil der orthodoxen rabbinischen Organisation Beit Hillel ermöglicht Frauen zum ersten Mal, das Kaddisch Gebet im Gedenken an ihre verstorbenen Eltern sagen. Nach der Prüfung der Frage in den vergangenen Monaten fand die Organisation der Rabbiner halachische Quellen, Männer und Frauen gleichstellt, so dass sie eine Handlung, die bisher seit Hunderten von Jahren ein Tabu ist, zu erlauben. Das Halacha Urteil wird im Namen der Organisation an 170 männliche und weibliche Rabbis in Israel ausgegeben, es besagt, dass eine Frau das Kaddisch Gebet in einem Forum von 10 Männern im Alter von über 13 (a Quorum) sagen kann…

Deutschland: Vier Rabbiner, vier Meinungen

Zwei orthodoxe, ein liberaler und ein konservativer Toragelehrter beantworten grundsätzliche Fragen im Jüdischen Museum Berlin. Noch nie seien so viele Rabbiner auf einmal im Jüdischen Museum gewesen, sagt Cilly Kugelmann. Mit ihrer Diskussionsveranstaltung im Rahmen der Ausstellung »Die ganze Wahrheit über Juden« wollte die stellvertretende Museumsleiterin am vergangenen Donnerstag (30.05.13) unterschiedliche Denominationen des Judentums präsentieren – Orthodoxie, Reform und Masorti. Und Kugelmann wollte demonstrieren, dass es keinen »jüdischen Papst« gibt – und dass keine der verschiedenen Richtungen die Wahrheit über das Judentum gepachtet hat. Wie kommt ein Jude in den Himmel? Vier Rabbiner suchen auf dem Podium des Jüdischen Museums gemeinsam nach Antworten auf diese und andere Fragen, die Juden bewegen. Ganz links sitzt Jona Simon, Rabbiner in Niedersachsen, ausgebildet am liberalen Abraham Geiger Kolleg in Berlin. Neben ihm Daniel Katz, konservativer Rabbiner in Weiden. Auf der anderen Seite die Orthodoxen: Yehuda Teichtal von Chabad Lubawitsch Berlin und Avichai Apel, Rabbiner in Dortmund….

Gemeinderabbiner Israels müssen nicht mehr zwangsläufig orthodox sein

Israel will die Einstellung und Finanzierung kommunaler Rabbiner reformieren und es damit in Zukunft ermöglichen, solche Stellen auch für nicht-orthodoxe, also reformierte oder konservative, Rabbiner zu finanzieren. Dies geht aus einer Stellungnahme des Ministeriums für Religiöse Angelegenheiten unter Minister Naftali Bennett hervor. Die Stellungnahme bezog sich auf eine Petition der reformierten und konservativen Bewegungen, die beim Obersten Gerichtshof auf eine Gleichstellung ihrer eigenen kommunalen Rabbiner gegenüber den orthodoxen gedrängt hatten. Diese hatten für ihre Gemeinderabbiner ein staatliches Gehalt analog zur Finanzierung orthodoxer Rabbiner gefordert…