Arabische Beduinen sind eine kleine Minderheit in der israelischen Armee, doch die 1600 Soldaten sind fast allein für die Sicherung der Grenzen im Norden und Süden des Landes zuständig. In Israel sind sie deshalb hoch geachtet. Viele Araber halten sie dagegen für Verräter. Die auf der ägyptischen Halbinsel Sinai lebenden Beduinen haben einen Wunsch. Sie wollen in Israel leben. Mehrere Vertreter der Beduinen erklärten, das viele, wenn nicht sogar die meisten ihrer Leute am liebsten in Israel leben würden und das sie seit dem Rückzug Israels von der Sinai-Halbinsel im Rahmen des israelisch-ägyptischen Friedensvertrages sehr gelitten haben, berichtete die ägyptische Tageszeitung „Al Ahram“…
Gesellschaft
65 Jahre irrtümlich vermisst
Ohne Familie oder sonstige Angehörige war Leon Solomonovitch vor dem Unabhängigkeitskrieg aus dem rumänischen Galati ins damalige britische Mandatsgebiet Palästina eingewandert. Seit der Schlacht um Isdud (das heutige Ashdod) im Mai und Juni 1948 galt er als vermisst. Doch der Suchdienst der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) wollte sich damit nicht zufrieden geben und nahm sich die Akte Solomonovitch noch einmal vor. Und tatsächlich gelang es den Forschern, Licht ins Dunkel zu bringen. Solomonovitch, so fanden sie heraus, war gefallen, und zwar in der Schlacht, seit der er als vermisst galt. Dokumente des Suchdienstes berichten von neun Toten, die vor Ort geborgen werden konnten. Diese wurden namentlich identifiziert und in einem Gemeinschaftsgrab bestattet, während Solomonovitch, der keine Angehörigen in Israel hatte, die nach ihm hätten suchen können, seitdem offiziell als vermisst galt. Erst die neuerlichen Nachforschungen des Suchdienstes brachten nun den Entwurf einer Pressemitteilung zu Tage, in der von „etwa zehn Toten“ die Rede war, die geborgen worden seien…
Uni Haifa führt muslimische und christliche Feiertage ein
Der Senat der Universität Haifa hat beschlossen, drei zusätzliche Feiertage einzuführen, die für alle Studierenden gelten sollen. Es handelt sich um das christliche Weihnachten, den letzten Tag des Ramadan (Eid al-Fitr) und das muslimische Opferfest. Die Universität Haifa ist damit die erste israelische Universität, die nicht-jüdische Feiertage offiziell in ihre Semesterplanung aufnimmt…
Thorazitat des Tages – Thora-Parascha
„Wer auf Gott vertraut, dem wird Huld umgeben“(Psalme Davids, Psalm 32, Satz 10); Thora-Parascha: „Beha‘ alotecha – Wenn du sie aufsetzt“; Wochenabschnitt: 4. Mose 8,1 – 12,16; Haftara-Prophetenlesung: Sacharja 2,14 – 4,7 …
Zur Lage in Israel – Ein israelischer Triumph
Wir Israeli scheinen es auch dann gerne zu haben, überrascht zu werden, wenn es dafür keinen Grund gibt. Nur so lässt sich das Festival in den Medien erklären, das ausgebrochen ist, als der Aussenminister von Katar enthüllte, dass die Arabische Liga das Prinzip des Gebietsaustauschs im Rahmen der arabischen Friedensinitiative akzeptiert hat. Die Initiative ist der wichtigste Triumph im unablässigen Bemühen Israels, als jüdischer und demokratischer Staat zu exisitieren, wie es in seiner Unabhängigkeitserklärung festgehalten ist – ein Triumph, der sich vor elf Jahren mit der Veröffentlichung der Initiative zutrug. Katar hatte den Triumph nur noch bestätigt. Die Initiative beinhaltet die Anerkennung von Israels Existenzrecht als souveräne Einheit neben einem Palästinenserstaat durch die Mitglieder der Arabischen Liga. Die revolutionäre Verschiebung in der Haltung arabischer und muslimischer Staaten ist von der israelischen Öffentlichkeit übersehen worden. Das wiederum ist auf den Unwillen diverser israelischer Regierungen zurückzuführen, in der Initiative der Arabischen Liga eine adäquate Basis für Verhandlungen über eine definitive Regelung zu erblicken…
Ultraorthodoxen sehen ihre Privilegien in Gefahr
Die geplante Einberufung von ultraorthodoxen Bibelschülern zum Militär schlägt in Israel hohe Wellen. Ultraorthodoxe Politiker wie der Abgeordnete Meir Porush (Vereinigte Thora-Partei) werfen der Regierung vor, sie wolle die „Welt der Thora“ zum Einsturz bringen. Mehrere Vereinigungen der Streng-Religiösen kündigten entschiedenen Widerstand an. Geschimpft wird vor allem auf den neuen Finanzminister Yair Lapid. Dessen säkulare Zukunftspartei ist mit dem Versprechen angetreten, die Lasten innerhalb der israelischen Gesellschaft gerechter zu verteilen…
Videos & Details zur Hochzeit in der chassidischen Gruppe BELZ
Ursprünglich veröffentlicht auf hamantaschen:
B“H Es grenzt schon fast an ein Wunder, dass die chassidische Gruppe BELZ den Holocaust überlebte und bis heute fortbesteht. Die Belzer aus dem kleinen Städtchen Belz. Bis zum Zweiten Weltkrieg zu Polen gehörend…
Abgeordneter will auf dem Tempelberg beten
Der israelische Abgeordnete Moshe Feiglin vom Regierungsbündnis Likud-Beyteinu kämpft einen einsamen Kampf: Weil Ministerpräsident Netanjahu ihm nicht erlaubt, auf dem Tempelberg zu beten, stimmt er in der Knesset aus Protest konsequent gegen die eigene Regierung. Die ist sauer auf den Rebellen und hat ihm jetzt seinen Sitz im Erziehungsausschuss gestrichen. Feiglin wurde durch einen anderen Abgeordneten ersetzt. Feiglin will seinen Aufstand aber dennoch fortsetzen. Nicht nur Netanjahu hatte dem 50-jährigen das Beten auf dem Tempelberg untersagt, auch Generalstaatsanwalt Yehuda Weinstein blockierte das Vorhaben…
Vandalismus von Ultraorthodoxen
Weil sie Dutzende von Plakaten des Jerusalemer Khan-Theaters mit Farbe besprüht hatten, wurden zwei junge ultraorthodoxe Männer von der Polizei festgenommen. Einer erklärte, die Darstellung der Schauspielerin störe seine Empfindungen. Das Theater wies dagegen darauf hin, dass die Frau auf dem Plakat (Foto) sittsam bekleidet und in keiner Weise anstössig dargestellt sei. Die Plakate hingen auch nicht in ultraorthodoxen Wohnvierteln, sondern an den grossen Hauptstrassen…