Vor einigen Tagen konnte sie den Preis als beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie mit nach Hause nehmen. „Homeland“-Star Claire Danes hat nun einen Emmy zu Hause im Regal stehen, oder wo auch immer. Die Spionageserie handelt von einer CIA-Agentin, die einem vermeintlichen Doppelagenten auf die Spur kommen will.
Unter anderem stand Claire in Israel für „Homeland“ vor der Kamera. Die Macher des New York Times Style Magazins statteten für ihre Herbst-Reise-Ausgabe Tel Aviv einen Besuch ab, um die Schauspielerin in schicker Mode von Valentino, Louis Vuitton, Hermès, Emporio Armani, Comme des Garçons, Ralph Lauren vor die Linse zu holen. Mal posiert sie an einer menschengrossen Eistüte, dann am Obststand und nachdenklich am Meer. Da bekommt man glatt Fernweh.
Claire zeigte sich von Land und Leuten überrascht: „Es ging lustiger und weltoffener zu, als ich erwartet hatte.“ Israelis arbeiten ihrer Meinung nach sehr hart, machen sich ernsthafte Sorgen und könnten aber auch ihr Leben sehr gut geniessen: „Das Nachtleben war unglaublich.“ …
Kultur
Ari Rath: „B“ für Juden, bevor Hitler kam
In „Ari heisst Löwe“ erfährt man von Ari Rath Historisches, das man nie gewusst bzw. vergessen hat. Gleich zu Beginn ein Schock: Ari Rath, der 1925 in Wien geborene langjährige Chefredakteur der damals liberalen Jerusalem Post, hat seine Erinnerungen nicht selbst aufgeschrieben. Sondern die mit ihm befreundete 44-jährige Journalistin Stefanie Oswalt aus Berlin. Da fangen dann Sätze hintereinander an mit: Ich habe, ich ging, ich traf, ich bin, ich nahm …
Aber Ari Rath hätte sich selbst nie die Zeit für sein Buch genommen. An Geduld fehlt es ihm auch.
Er sprach oft mit Stefanie Oswalt, vierzig Stunden Tonmaterial hat sie gesammelt; und reiste mit ihm durch Israel; und begleitete ihn auf Spurensuche in der Ukraine.
Also nimmt man „Ari heisst Löwe“ letztlich dankbar in Empfang, zumal Ari Rath ein unglaubliches Gedächtnis hat und noch weiss, dass er als 14-Jähriger im Ahawah-Jugendheim bei Haifa abends im Gemeinschaftsraum Socken stopfte.
Ausserdem kann er erzählen, dass sein Idol, Staatsgründer Ben-Gurion, auf Anweisung seiner Ehefrau täglich einen grossen Teller Schinken verzehrte und es folglich nicht notwendig gewesen wäre, während einer Tagung in Oslo koscheres Fleisch aus Dänemark einfliegen zu lassen.
Von ihm erfährt man Historisches, das man nie gewusst bzw. vergessen hat…
Steinzeit-Funde in Israel
Archäologen haben bei Ausgrabungen im Norden Israels Kunsthandwerk aus der Steinzeit gefunden. Unter den Fundstücken seien eine bunte Perlenschnur in einer Steinschale und eine Steinplatte mit eingeritzten Bildern von Straussenvögeln, teilte die israelische Altertumsbehörde am Sonntag mit…
Serienformat an NBC verkauft
Das Format der israelischen Serie „Ta Gordin“ (Die Gordin-Zelle) ist an das US-amerikanische Netzwerk NBC verkauft worden.
Ta Gordin handelt von einem Ehepaar, das früher als Spione im Dienst der Sowjetunion tätig war und Anfang der 1990er Jahre nach Israel ausgewandert ist. Als ihr Sohn Eyal vom russischen Geheimdienst angeworben werden soll, steht er vor der Wahl – den Staat zu verraten oder seine Eltern.
Ta Gordin ist nur eines von vielen israelischen Fernsehformaten, das in den letzten Jahren erfolgreich ins Ausland verkauft wurde.
Ma‘ariv verkauft
Nochi Dankner, bisheriger Besitzer der Tageszeitung Ma‘ariv, hat den Verkauf der Zeitung an die Mediengruppe Hirsch Media von Shlomo Ben-Zvi besiegelt, der unter anderem die Zeitung Makor Rishon gehört…
Liedermacher Haim Hefer gestorben
Er war Komponist, Liedermacher und Musical-Autor: Mit seinem Werk hat Haim Hefer die israelische Kultur geprägt. Im Alter von 86 Jahren ist er am Dienstag in einem Krankenhaus in Tel Aviv gestorben.
Die israelische Zeitung „Jerusalem Post“ nennt sein Werk die „Grundlage des israelischen Kulturschatzes“. Mit seinen Liedern, Filmen und Gedichten gilt er in Israel als „Ikone israelischer Kultur“. Zu seinen bekanntesten Liedern gehört „The Last War“ („Der letzte Krieg“) und „He Didn‘t Know Her Name“ („Er kannte ihren Namen nicht“). Im Jahr 1983 erhielt er den Israelischen Preis für Hebräische Lieder…
Hadas Yaron in Venedig ausgezeichnet
Die israelische Schauspielerin Hadas Yaron ist bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig für ihre Rolle in dem Drama „Lemale et ha-Chalal“ (Fill the Void) mit dem Preis Coppa Volpi für die beste Schauspielerin ausgezeichnet worden…
Klagemauer besteht jährlichen „Gesundheitscheck“
Kurz vor den hohen jüdischen Feiertagen wurde die Klagemauer auf ihre Stabilität und Beständigkeit untersucht. Besonders in den nächsten Wochen werden tausende Beter die heilige Mauer anlässlich der Feiertage besuchen und so muss sichergestellt werden, dass für sie keine Gefahr besteht. Ein Team von Ingenieuren untersuchte die Mauer akribisch und stellte fest, dass keine Abnormalitäten vorhanden sind. Vom Büro des Rabbiners für die Klagemauer, Rabbi Shmuel Rabinovitch, wurde bekannt gegeben, dass keinerlei Einsturzgefahr der mehr als 2000 Jahre alten Mauer besteht und man getrost dort beten könne…
Israelisch-nepalesische Briefmarke vorgestellt
Was haben Israel und Nepal gemeinsam? Sie lieben die Extreme – jedenfalls, was Höhe angeht. Die beiden Länder haben eine gemeinsame Briefmarke herausgegeben, die den höchsten und den tiefsten Punkt der Erde vorstellt. Die Briefmarke ist ein weiterer Beweis für die fruchtbare Kooperation zwischen den beiden Staaten. In Jerusalem wurde eine feierliche Zeremonie im Aussenministerium abgehalten, an der Vize-Aussenminister Danny Ayalon sowie der Vorsitzende des israelischen Postdienstes, Sassi Shilo, der Botschafter Nepals in Israel, H.E. Prahlad Kumar Prasai und der Direktor des israelischen Philateliedienstes, Yaron Ratzon, teilnahmen.
Israel soll europäischem Filmfonds beitreten
Israel wird vielleicht bald eines der ersten nicht-europäischen Länder, das Unterstützung durch Eurimages, dem europäischen Filmförderungsfonds, erhält. Dies gab dessen Leiter, Roberto Olla, am Wochenende im Rahmen der Filmfestspiele in Venedig bekannt…