Und wieder gibt es Nachwuchs im Safari-Park Ramat Gan: Gestern wurden vier junge Sandkatzen vorgestellt, die Mutter Rotem liebevoll umsorgt. Da die Sand- oder auch Wüstenkatze weltweit auf der Liste der aussterbenden Arten steht und in Israel bereits als ausgestorben gilt, freut sich der Safari-Park besonders, dass Rotem alle vier Jungen des Wurfs angenommen hat…
Kultur
„Israel Trail“ unter den „most epic“ weltweit
Das Magazin National Geographic hat den „Israel National Trail“ in die Liste der weltweit 20 „most epic trails“ aufgenommen. Die Aufnahme des Wanderweges in die Liste erklärt Doug Schnitzspahn damit, er tauche „sowohl in die Vielfalt der biblischen Landschaften ein als auch in das Alltagsleben moderner Israelis“…
Name für jungen Siamang gesucht
Im Safari-Park in Ramat Gan ist vor etwa zehn Tagen ein Siamang geboren worden. Siamangs sind eine Unterart der Gibbons, die wiederum zu den Kleinen Menschenaffen gehören. Der Kleine ist im Wesentlichen mit Schlafen und Trinken beschäftigt und im Moment noch ganz auf seine Mutter fixiert. Auch das Fell könnte noch ein wenig dichter werden – im Moment ist sein Körper vor allem von faltiger Haut bedeckt. Dringender als Fell braucht der kleine Gibbon allerdings einen Namen: Der Safari-Park erbittet Vorschläge für Namen, die mit „G“ anfangen…
„Bajonett“ gegen Atomwissenschaftler
Einem Enthüllungsbuch zufolge sollen israelische Mossad-Agenten für gezielte Tötungen im Iran verantwortlich sein. Auch Atomwissenschaftler seien unter den Opfern. In Israel sorgt das neue Enthüllungsbuch der Journalisten Dan Raviv und Yossi Melman für Aufregung. Agenten des israelischen Geheimdienstes Mossad sollen ihren Recherchen zufolge für Morde an iranischen Atomwissenschaftlern verantwortlich sein. Der Mossad setze im Iran eine verdeckte Einheit namens Kidon (Hebräisch für Bajonett) ein, schreiben Raviv und Melman in „Spies Against Armageddon: Inside Israel’s Secret Wars“. Raviv ist CBS-News-Korrespondent, Melman ein bekannter israelischer Reporter.
Die Killer seien israelische Agenten, die aus arabischen Ländern oder dem Iran stammten. Es handele sich nicht um vor Ort angeheuerte iranische Kollaborateure, schreiben die Autoren. Die speziell ausgebildeten Agenten bewegten sich mit gefälschten Dokumenten frei im Land des Erzfeinds.
Es sei das Markenzeichen der Agenten, mit „sorgfältigen Erschiessungen“ und Haftbomben schnell zuschlagen zu können, sagten die Autoren am Wochenende. Solche Aufträge würden nicht an externe Killer „ausgelagert“, sondern vom Mossad selbst umgesetzt und müssten vom Regierungschef genehmigt werden, sagte Raviv…
Gold vergraben, Vermögen erhalten: Es funktioniert
In Israel sind Archäologen bei Ausgrabungen auf antike Goldmünzen gestoßen. Man nimmt an, dass die 700 Jahre alten Goldstücke vor dem Feind versteckt wurden. 108 Goldmünzen, 93 Stück zu je vier Gramm, 15 Goldmünzen zu einem Gramm: Daraus besteht ein antiker Goldschatz auf den Archäologen in Israel gestossen sind. Die Goldmünzen sollen aus Ägypten stammen und bereits 250 Jahre alt gewesen sein, als sie im Boden einer Festung nahe Tel Aviv vergraben wurden.
Aus heutiger Sicht haben die Goldstücke bereits 700 Jahre überdauert. In dem geheimen Versteck wurde auch antike Munition gefunden (Pfeilspitzen, Katapultsteine). Der gesamte Fund wird auf einen Wert von über 100.000 US-Dollar geschätzt.
Die Forscher gehen davon aus, dass die Gegenstände verscharrt wurden, um sie vom Feind zu verbergen. Die Festung stammt aus dem 13. Jahrhundert, wurden von christlichen Kreuzfahrern errichtet und später von ägyptischen Mameluken besetzt. „Der Fund weist auf eine längere Belagerung und eine schwere Schlacht hin, die an diesem Ort stattgefunden haben“, so einer der Archäologen gegenüber der Presse…
Die Höhlen des Carmel sind das neuste Weltkulturerbe
Ende Juni hat das Weltkulturerbe-Komitee der UNESCO dafür gestimmt, das „Nahal Meàrot Nature Reserve“ in die Liste der Weltkulturerbe-Stätten aufzunehmen.
Die Stätte der „Menschlichen Entwicklung“ (Site of Human Evolution) am Berg Carmel im Norden Israels bestehen aus prähistorischen Höhlen, die durchgehend von Frühzeitmenschen während Hunderttausenden von Jahren bewohnt waren. Diese menschliche Lebensform ist ein weltweit sehr seltenes Phänomen.
Damit wurde Nahal Meàrot nun als 8. Weltkulturerbe-Stätte in Israel ernannt. Die anderen Stääten sind die Altstadt von Jerusalem, die Bahai-Anlage in Haifa und Westgalliläa, die biblischen Siedlungen Megiddo, Hazor und Beer Sheva, die Weihrauchstrasse im Negev, die Festung Masada, die Altstadt von Akko und die als „Weisse Stadt“ bezeichnete Bauhausarchitektur in Tel Aviv…
Relikte einer uralten Synagoge bei Ausgrabungen in Galiläa entdeckt
Im nordisraelischen Galiläa sind bei Ausgrabungen Relikte einer riesigen Synagoge aus dem 4. und 5. Jahrhundert entdeckt worden. Wie das israelische Antiken-Ministerium am Montag mitteilte, entdeckten Forscher in dem Dorf Hukok ein reich verziertes Mosaik mit Abbildungen der Geschichte der biblischen Figur Samson, der 300 Füchse mit brennendem Schweif losschickte, um die Felder der Philister zu zerstören. An den Ausgrabungen waren die US-Forscherin Jodi Magness und zwei israelische Wissenschaftler beteiligt…
Kampf gegen das Erinnern
„Die Wohnung“ ist eine wahre Geschichte über das Verdrängen. Als der Dokumentarfilmer und Jude Arnon Goldfinger die Wohnung seiner verstorbenen Grossmutter ausmistet, entdeckt er Briefe und Fotos, die zeigen: Die Verwandte war mit einem Nazi-Ehepaar befreundet – und das, obwohl Goldfingers Urgrossmutter im KZ starb.
Was tun, wenn Oma Nazis mochte? Mit dieser Frage muss sich Goldfinger in seiner Dokumentation „Die Wohnung“ auseinandersetzen. Nach dem Tod seiner Grossmutter Gerda begibt er sich gemeinsam mit seiner Mutter in das Heim der Verstorbenen in Tel Aviv. Er erinnert sich an seine Jugend. Nur vier Stockwerke habe er hinauf gemusst und schon sei er mitten in Berlin gewesen. Nietzsche, Goethe und Schiller zieren die hölzernen Bücherregale, überall stehen Fotos aus der alten Heimat. Immer habe er sich auf Englisch mit der Grossmutter unterhalten, weil sie das Hebräische ablehnte und er des Deutschen nicht mächtig war. Denn Gerda und Kurt Tuchler sind erst nach Israel eingewandert, als sie nicht mehr anders konnten. 1936 verliessen sie das nationalsozialistische Deutschland. Ihre Heimat ist das Land dennoch geblieben, davon gibt die Wohnung Zeugnis.
Stutzig wird der Filmer, als er in den Regalen der Tuchlers Nazipropaganda findet. Anscheinend hat Kurt Tuchler seinerzeit den Journalisten Leopold von Mildenstein nach Palästina begleitet…
Israelische Schüler Sieger bei Strategiespiel-Weltmeisterschaft
Vier Sechstklässer aus Maale Adumim haben bei einem Strategiespiel-Turnier in Rumänien Gold gewonnen. Das Turnier, an dem 30 Teams aus der ganzen Welt teilnahmen, ist Teil der Logik-Olympiade. Dame-Champions bei der Arbeit (Foto: Eshcolot Haviva Group) „Es ist wundervoll, die… Weiterlesen ›
Waffenlager im Toten Meer entdeckt
Schatten der Vergangenheit: Der sinkende Wasserspiegel des Toten Meeres hat zahlreiche alte Waffen und Militärausrüstung ans Tageslicht befördert. Dank des Salzgehaltes sind sie gut erhalten. Nach einer Untersuchung der israelischen Armee handelt es sich um deutsche Waffen aus der Zeit des Ersten Weltkriegs.
Die Zahl der am nördlichen Ufer des Toten Meeres gefundenen Waffen gehe in die Tausende, berichtet die Tageszeitung „Yediot Aharonot“: Granaten, Kugeln, Gewehre, Pistolen, Sprengsätze und alte Funkgeräte. Bereits vor einigen Jahren hätten Touristen verdächtige Munition gefunden, die aus dem Wasser auftauchte. Daraufhin begann das Ingenieur-Corps der israelischen Streitkräfte mit der Untersuchung der Funde, die nun abgeschlossen sei.
Offenbar handelt es sich um Waffen aus dem Ersten Weltkrieg, vermutet Oberst Jaron Beit-On. Auf einigen Waffen befänden sich Prägungen mit dem Herstellungsjahr 1895. „Unsere Untersuchungen zeigten, dass ein deutsches Regiment während dieser Zeit am nördlichen Toten Meer stationiert war.“ An der Seite der Türken hätten die Deutschen in dem Gebiet gegen die Briten gekämpft.
„Wir glauben, dass sie ihre Waffen im Toten Meer zurückgelassen haben, nachdem sie verloren hatten und gezwungen waren, nach Europa zurückzukehren. Vermutlich sind sie mit Booten auf das Tote Meer gefahren und haben die Granaten, Gewehre und den Rest der Waffen in gleichen Abständen versenkt.“…