In der Bibliothek von Dr. Valli prangt eine Hitler-Büste. Offensichtlich wollen die italienischen Behörden die Machenschaften des Arztes Dr. Gianantonio Valli, 64, im Dorf Cuveglio unweit der Schweizer Grenze genauer unter die Lupe nehmen. Bei Valli soll es sich um einen antisemitischen Holocaustleugner handeln, in dessen Bibliothek eine Hitler-Büste prangt, und der in seinem Wartezimmer faschistisches Propagandamaterial zur Lektüre offerieren soll…
News
Neue Ausstellung im galizisch-jüdischen Museum
Im Mittelpunkt stehen galizische Holocaust-Überlebende. Das 2004 in Krakau gegründete galizisch-jüdische Museum betrachtet es als seine Aufgabe, sowohl der Opfer des Holocausts zu gedenken, als auch die 800 Jahre alte Geschichte der polnischen Juden zu feiern. 2006 präsentierte das in Kazimierz, im Zentrum des historisch-jüdischen Quartiers gelegene Museum die Ausstellung «Polish Heroes: Those Who Saved Jews», und jetzt bereiten die Verantwortlichen eine Folgeausstellung vor, die sich auf Menschen aus dem historischen Galizien konzentrieren wird, die den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust überlebt haben…
Falke als Spion verhaftet
Die angespannte Lage in den Beziehungen zwischen Israel und der Türkei hat schon einige seltsame Geschichten zu Tage gefördert, aber diese schiesst den Vogel ab: Laut einem Bericht des Spiegel ist im türkischen Dorf Altinavya ein wilder Falke festgenommen worden, weil er im Verdacht stand, ein israelischer Spion zu sein…
Neuer Sender I24 News – Israels internationale Stimme
I24 News ist ein neuer internationaler Nachrichtensender. Seit wenigen Tagen auf Sendung, widmet sich der dreisprachige Kanal aus Israel einem weltweiten Publikum. Der Gründer sieht I24 News als „Al-Dschasira aus einem demokratischen Land“. I24 News berichtet rund um die Uhr über Ereignisse in Israel, den Palästinensergebieten und in aller Welt. „Es ist an der Zeit, dass eine andere Stimme aus dem Nahen Osten gehört wird“, betont Melloul. Traditionsreiche Konkurrenten wie die britische BBC oder der US-Sender CNN, Fox News, Sky und Al-Dschasira würden oft viel zu simpel über den überaus komplizierten Nahost-Konflikt berichten, kritisiert Perecman-Shemmer. „Wir wollen beide Seiten zu Wort kommen lassen, Streitgespräche zwischen Vertretern unterschiedlicher Meinungen live bringen“, sagt er…
USA: „Israel“ als Geburtsort ist verfassungswidrig
Ein Gericht in den USA hat entschieden, dass in Jerusalem geborene Kinder von US-Bürgern in ihrem Reisepasse als Geburtsort nicht „Israel“ angeben dürfen. Das sei verfassungswidrig. In Jerusalem geborene Kinder von US-Bürgern dürfen nach einem Gerichtsurteil nur „Jerusalem“, nicht aber „Israel“ als Geburtsort im Reisepass führen. Ein Berufungsgericht in Washington erklärte am Dienstag eine gegenteilige Entscheidung des Kongresses von 2002 für verfassungswidrig, weil sie das Recht des US-Präsidenten auf Anerkennung fremder Regierungen übergehe. Die jüdische Anti-Defamation League äusserte sich am Dienstagabend „tief enttäuscht“…
Hetze gegen Israel: Wachmann erschiesst zwei Kinder auf der Strasse
Nachdem ein jüdischer Wachmann am Dienstag in einem Bürogebäude einen Rechtsanwalt und dessen Tochter erschossen hatte, meldeten türkische Medien, ein Israeli habe auf offener Strasse zwei Kinder im Alter von fünf und zehn Jahren umgebracht. Dazu wird ein Foto von schwer bewaffneten israelischen Soldaten vor einem arabischen Laden gezeigt…
Kampagne zur Suche nach NS-Kriegsverbrechern gestartet
Mit einer Plakatkampagne unter dem Motto „Spät, aber nicht zu spät“ sucht das Simon-Wiesenthal-Zentrum in mehreren deutschen Grossstädten nach den letzten noch lebenden NS-Kriegsverbrechern. Auf den insgesamt 2000 schwarz-roten Postern der Aktion „Last Chance“ werden bis zu 25.000 Euro Belohnung für Hinweise ausgelobt, die zur Ergreifung noch lebender Täter führen. „Millionen Unschuldiger wurden von Nazi-Kriegsverbrechern ermordet“, lautet der Plakattext. „Einige der Täter sind frei und am Leben. Helfen Sie uns, diese vor Gericht zu bringen.“ Die Plakate wurden in Berlin und Köln aufgehängt, auch in Hamburg sollte die Aktion beginnen…
Neo-Nazi ‘Werewolf Squad’ Ferreted Out by German Police
The neo-Nazi ‘Werewolf Squad’ was hunted down by German police in three European nations this week in an effort to prevent bombing attacks. A neo-Nazi terrorist group calling itself the ‘Werewolf Squad’ was hunted down by German police in three European nations this week as investigators tracked down evidence of plans to carry out bombings. The sting operation by police and anti-terrorism units swept through 11 homes, offices and prison cells in the Netherlands, Germany and Switzerland. They confiscated computers and other data storage devices in their raids, but no arrests were made…
Europäische Union geht massiv gegen jüdische Siedlungen vor
Die Europäische Union macht Front gegen die jüdischen Siedlungen im sogenannten Westjordanland. Eine neue Verordnung verbietet allen Mitgliedsstaaten, mit israelischen Einrichtungen in diesem Gebiet zusammenzuarbeiten oder sie in irgendeiner Form zu unterstützen. Zollerleichterungen für Israel werden künftig nicht mehr für Produkte aus Siedlungen gewährt. Verträge zwischen EU-Ländern und Israel müssen künftig eine Klausel enthalten, in der ausdrücklich erklärt wird, dass Ost-Jerusalem, das Westjordanland und auch die Golanhöhen nicht Teil des Staates Israel sind und die Verträge deshalb nicht für diese Gebiete gelten. Die Verordnung wird am kommenden Freitag offiziell verkündet und ist von 2014 an verbindlich…
Polens Schechita-Kontroverse schlägt immer grössere Wellen
Am 12. Juli hatte das Unterhaus des polnischen Parlaments einen von der Regierung unterstützten Gesetzesvorschlag mit 222:178 Stimmen zurückgewiesen, der das rituelle Schächten im Land ebenso wie das Halal-Schächten der Muslime legalisiert hätte. Bis jetzt hat Polen durch den Export von koscherem und Halal-Fleisch rund 650 Millionen Dollar pro Jahr eingenommen. Als Folge einer Petition von Tierschützern befand ein Verfassungsgericht im Januar aber, dass Polen kein Recht habe, rituelles Schächten zuzulassen. Mit «immenser Enttäuschung» reagierte Ronald S. Lauder, Präsident des Jüdischen Weltkongresses, auf den Beschluss des Sejm, der polnischen Legoslativen, die Schechita, das religiöse Schlachten im Lande zu verbieten. «Dieser Entscheid ist», so erklärte Lauder, «ein Schlag ins Gesicht von Juden und Muslimen gleichermassen, und ein bitterer Schlag für all jene, die grosse Mühe darauf aufgewandt haben…