Ein israelisches Militärgericht hat einen ranghohen Vertreter der Hamas zu einer 54-fachen lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Ibrahim Hamed soll für den Tod mehrerer Menschen bei Terroranschlägen verantwortlich gewesen sein.
Hamed, welcher der Führer des militärischen Flügels der Hamas im Westjordanland war, ist in der vergangenen Woche für die Verantwortung einer langen Liste von Selbstmordanschlägen verurteilt worden“, heisst es in einer Stellungnahme der israelischen Armee. „Dabei starben 46 Israelis, rund 400 wurden verletzt.“ Das Hamas -Mitglied hatte in den vergangenen Jahren zahlreiche Terroranschläge geplant, organisiert und ausführen lassen: unter anderem im Jahr 2002 auf das Café „Moment“ in Jerusalem, auf den „Sheffield Club“ in Rischon LeZion und auf die „Frank Sinatra Cafeteria“ in der Hebräischen Universität. Das berichtet die Zeitung „Jerusalem Post“…
Sicherheit
2nd Homeland Security Conference in Tel Aviv
Vom 11. – 14. November findet im Trade Fair Center Tel Aviv die 2. Israel HLS International Conference statt.
Die Veranstalter wollen damit an den Erfolg der ersten Auflage der Konferenz im Jahr 2010 (über 500 Teilnehmer aus der ganzen Welt und mehr als 1.000 B2B-Meetings) anknüpfen. Die HLS-Sicherheitskonferenz in Tel Aviv soll fortan im Zweijahresturnus stattfinden.
Ein wichtiges Ziel der Konferenz ist der Wissensaustausch innerhalb der Sicherheitsindustrie sowie die Förderung der Zusammenarbeit zwischen staatlichen Einrichtungen weltweit. Zudem präsentieren führende Unternehmen im Rahmen einer umfangreichen Ausstellung wegbereitende Technologien der Branche. Zudem bietet die Konferenz eine Plattform für B2B-Meetings.
Die wichtigsten Themen der diesjährigen Konferenz lauten…
Weiterhin Raketen auf Israel
Der seit vier Tagen anhaltende Raketenhagel auf Israel wurde auch heute fortgesetzt:
Acht von Terroristen aus dem Gazastreifen abgefeuerte Raketen sind in den Morgenstunden auf israelischem Gebiet eingeschlagen.
Eine weitere Rakete schlug um kurz nach 13.00 Uhr im Bezirk Sha’ar ha-Negev ein. In mehreren Ortschaften in Südisrael wurde heute der Schulunterricht abgesagt.
Am Mittwochabend haben die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) nach dem anhaltenden Raketenbeschuss der letzten Tage im nördlichen Gazastreifen Ziele angegriffen, die als Basis für terroristische Aktivitäten dienen.
Radikale Hamas bereit zu Waffenruhe mit Israel
Nach drei Tage dauernden Gefechten an der Grenze hat sich die radikal-islamische Hamas im Gazastreifen zu einer Waffenruhe mit Israel bereiterklärt.
Als Reaktion auf Ägyptens Vermittlungsbemühungen sei man willens, die Kämpfe einzustellen, wenn Israel auf Angriffe auf Palästinenser verzichte, teilte die den Gazastreifen kontrollierende Hamas am Mittwoch mit. Von der israelischen Regierung gab es zunächst keine Stellungnahme. Zuvor hatte das israelische Militär erklärt, es werde weiterhin entschlossen gegen diejenigen vorgehen, die sich mit Terror gegen Israel wendeten.
Die Gewalt war am Montag ausgebrochen, nachdem bei einem Angriff vom ägyptischen Sinai aus ein israelischer Zivilist getötet wurde. Israel erschoss zwei Angreifer und startete Luftangriffe auf Hamas-Stellungen im palästinensischen Gazastreifen, bei denen insgesamt acht Menschen getötet wurden. Zu dem Angriff von ägyptischem Gebiet aus bekannte sich eine neue radikal-islamische Gruppe namens „Schura-Rat der Mudschahedin im Heiligen Land“.
Am Mittwoch feuerten radikale Palästinenser nach israelischen Militärangaben mindestens 50 Raketen auf Israel. Verletzt wurde niemand.
Das Nachbarland Ägypten hatte sich nach eigenen Angaben mit beiden Konfliktparteien auf eine Waffenruhe verständigt.
Raketenhagel auf Israel
Der Süden eskaliert. Über 50 Raketen verschiedener Arten wurden in den letzten 24 Stunden aus dem Gazastreifen auf Israels Südbezirk abgeschossen. Elf Zivilisten und drei israelische Polizisten erlitten dabei Verletzungen. Die israelische Luftwaffe reagierte gezielt auf diverse Terrorzellen im Gazastreifen. Seit heute Morgen sind bereits über zwanzig Raketen auf israelischem Gebiet eingeschlagen, eine davon nahe der Stadt Beersheva. Heute beginnen auch die Sommerferien für 600.000 Schüler in Israel, was die Raketengefahr für etliche Schulen im Süden mindert. Die israelische Regierung versucht, die Eskalation im Süden zu bremsen. Kommentatoren äusserten sich mehrfach, dies könnte zu einer zweiten Operation „Gegossenes Blei“ im Gazastreifen führen.
Die radikale Hamasherrschaft im Gazastreifen fühlt sich mit dem (wahrscheinlich) neugewählten ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi sicherer, Israel in eine neue Operation in den Gazastreifen zu verführen. Sollte der radikale Kandidat der Muslimbruderschaft, Mursi, nach dem Auszählen aller Urnen die Präsidentschaftswahlen in Ägypten tatsächlich offiziell gewonnen haben, dann wird der Waffentransport aus dem Sinai in den Gazastreifen auf Hochtouren steigen…
Israel und die USA zündeten die „Flamme“ an
„Israel und die USA haben den Spionagevirus Flame (“Flamme“) gemeinsam erzeugt“, dies hat die amerikanische Zeitung Washington Post veröffentlicht, was im Land grosse Schlagzeilen machte. Dieser Virus wurde bereits vor 5 Jahren unter dem Geheimcode Olympische Spiele hergestellt und soll das iranische Atomprogramm bremsen. Der Virus hat das iranische Computernetz in den Atomreaktoren kartiert und spionierte im Netz hochrangigen Wissenschaftlern und Offizieren im Atomprogramm nach. Laut amerikanischen Quellen war der CIA und Israels Geheimdienst darin verwickelt. Dazu gehört auch der vorige Virus Stuxnet, der vor knapp 2 Jahren einige Atomreaktoren im Iran sabotierte. „Das Cyberfeld ist ein neues Kriegsfeld, das in den letzten Jahren immer häufiger für Spionage gebraucht wird“, zitierte die amerikanische Zeitung einen hochrangigen Sicherheitsbeamten…
Süden: Vier Raketen auf Aschkelon
Nach dem gestrigen Überfall an der israelisch-ägyptischen Grenze, bei dem ein Israeli von Terroristen erschossen wurde, sind nachts noch vier Raketen aus dem Gazastreifen auf Israels Küstenstadt Aschkelon abgeschossen worden. Es gab keine Verletzten oder Schäden zu vermelden. Für den Anschlag an der Sinai-Grenze war die Terrorbewegung Dschihad Ha Islami verantwortlich. Die fanatische Terrororganisation Hamas übernahm für den jüngsten Raketenangriff die Verantwortung. Die israelische Luftwaffe reagierte auf den palästinensischen Raketenbeschuss und liquidierte eine Terrorzelle im Gazastreifen. Darüber hinaus bewegten sich gestern erstmals israelische Panzer in Richtung der ägyptischen Sinai-Grenze.
Schon vor wenigen Wochen meldeten wir über die täglichen Überfälle auf Israel von ägyptischer Seite. Bei Gefechten entlang der israelischen Südgrenze sind mindestens sieben Menschen getötet worden. Kämpfer griffen einen israelischen Bautrupp an der ägyptisch-israelischen Grenze auf der Sinai-Halbinsel an. Die Armee sprach von bis zu sechs Angreifern. Ein israelischer Arbeiter wurde getötet. Soldaten hätten darauf einen Angreifer erschossen. Ein weiterer sei bei der Explosion eines Sprengsatz getötet worden, den er bei sich trug. Eine Militärsprecherin sagte, die Angreifer seien vermutlich aus dem Gazastreifen gekommen, der auch an den Sinai grenzt…
Spannungen im Gazastreifen: Luftwaffe tötet zwei Palästinenser
Bei einem Angriff der israelischen Luftwaffe sind am frühen Dienstagmorgen zwei Palästinenser im Gazastreifen getötet worden. Die Männer hatten versucht, einen Sprengsatz nahe der Grenze zu Israel anzubringen. Unterdessen feuerten Palästinenser aus dem Gebiet weiter Raketen auf Israel ab.
Der Beschuss durch die Luftwaffe war laut der Armee der dritte in 24 Stunden. Palästinenser setzten ihre Angriffe auf israelische Ziele auch danach fort und feuerten weitere vier Raketen ab. Diese schlugen nahe der Stadt Aschkelon ein. Auch hier entstand weder Personen- noch Sachschaden. Für diese Raketenangriffe übernahm die Hamas die Verantwortung, die noch vor Kurzem andere Gruppen im Gazastreifen dazu angehalten hatte, Angriffe auf Israel einzustellen. In einer Erklärung der Hamas hieß es, der Beschuss sei Vergeltung für die jüngst getöteten Palästinenser.
Bereits am Montag hatte Israel auf die anhaltenden palästinensischen Angriffe reagiert und zwei Mal Ziele im Gazastreifen beschossen. Dabei waren am Morgen zwei Mitglieder der Terrorgruppe Islamischer Dschihad ums Leben gekommen, die zu einer Gruppe Heckenschützen gehört haben sollen.
Der erste futuristische Krieg?
Der Konflikt, den der Iran wegen seines Atomprogramms mit dem Westen anzettelt, könnte das Gesicht des Krieges wieder einmal von Grund auf verändern. Ein ähnlicher Sprung in der Entwicklung folgte mit dem Zweiten Weltkrieg, besonders auf dem Gebiet der Panzer und der Kampfflugzeuge.
Cyberkrieg gibt es schon länger. Aber die Welt ist erst heute so sehr vernetzt, dass Nationen einen solchen Krieg als Mittel erachten, einen externen Feind zu besiegen. Und erst jetzt sehen wir, dass Länder ähnlich umfangreiche Ressourcen für grossangelegte Cyberangriffe bereitstellen, wie für traditionelle Methoden der Kriegführung.
Als Beginn dieser neuen Realität kann der hoch entwickelte Computervirus mit dem Namen „Stuxnet“ angesehen werden, der im Juni 2010 schwere Schäden in iranischen Nuklearanlagen verursacht hatte. Es wird geschätzt, dass der Virus tausend Zentrifugen im „Natanz“-Atomkraftwerk ausser Kraft gesetzt hat, wo der Iran in Übertretung internationaler Absprachen Uran anreichert. (…) Vor Kurzem hat die New York Times berichtet, dass die USA, unter aktiver Mitarbeit Israels, Stuxnet und andere Cyberangriffe initiiert haben sollen. (…) Es wundert also nicht, dass der neu entdeckte Virus „Flame“ gleichfalls Israel und den USA zugeschrieben wird. Wie schon Stuxnet scheint auch Flame nur bestimmte Computer, besonders im Iran, zu befallen. Sobald es bestimmte Daten vorfindet, löscht Flame diese, manchmal mit katastrophalen Folgen. Während Teile des ursprünglichen Stuxnet Codes auch in Flame gefunden wurden, ist der neue Virus jedoch viel raffinierter.
Palästinenser bei Angriff auf LKW-Fahrer erschossen
Ein LKW-Fahrer aus Aschkelon wurde in der Nähe Hebrons von Palästinensern angegriffen. Dabei erschoss er zwei von ihnen und verletzte einen dritten. Die Palästinenser baten den Fahrer um Hilfe für ihren beschädigten Traktor. Als er anhielt, schlugen sie mit Stangen und Keulen auf ihn ein. Der Fahrer wurde aus seinem LKW gezerrt, aber er konnte nach seiner Pistole greifen, mit der er auf seine Angreifer schoss. Zwei der Palästinenser wurden dabei getötet und der dritte floh in ein Krankenhaus in Hebron. Der verletzte Fahrer fuhr daraufhin zum nächsten Checkpoint, wo er den Vorfall meldete. Er gab an, dass er Angst hatte, entführt zu werden. Avi Dichter, früherer Chef des israelischen Inlandsgeheimdiensts Schin Bet, gab an, dass solche Überfälle durchaus mit dem Ziel durchgeführt werden können, Israelis zu entführen. Der Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, kommentierte diesen Vorfall auf übliche Weise: „Diese Siedler verüben unter der Aufsicht der israelischen Regierung und Armee kriminelle Akte,“ sagte er, wobei es bezeichnend ist, dass er einen Einwohner der Küstenstadt Aschkelon als Siedler bezeichnet. In Hebron, der Heimat der palästinensischen Angreifer, wurde diesen ein ehrenvolles Begräbnis zuteil, in dem sie als Märtyrer gefeiert wurden. Tausende Trauernde nahmen an der Beerdigung teil. Redner verurteilten jüdische Siedler sowie die Kriegsverbrechen des jüdischen Staates und forderten einen unabhängigen palästinensischen Staat mit Jerusalem als Hauptstadt.