Sicherheit

Israelische Armee verhindert Anschlag an der Grenze

Eine Einheit der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) hat in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag eine Gruppe von bewaffneten Palästinensern aufgespürt, die sich im nördlichen Gaza-Streifen dem Sicherheitszaun näherte. Ein Jet der Luftwaffe konnte daraufhin mit Unterstützung von Bodentruppen den Angriff abwehren.
Seit Anfang des Jahres sind rund 100 terroristische oder terrorähnliche Vorfälle am Sicherheitszaun zwischen dem Gaza-Streifen und Israel registriert worden. Das ist im Durchschnitt ein Anschlag alle drei Tage.

Die israelische Armee betrachtet die Terrororganisation Hamas als allein verantwortlich für die Aufrechterhaltung der Ruhe im Gaza-Streifen und für jegliche Terroraktivität von dort. Sie wird weiterhin jeden terroristischen Angriff auf den Staat Israel mit Härte beantworten.

Syrischer Aussenminister befürchtet Krieg mit riesigen Zerstörungen

Alle Verhandlungen über die Nahost-Regelung mit der derzeitigen israelischen Führung sind „reine Zeitverschwendung“ – behauptet der syrische Aussenminister Walid Muallem und befürchtet einen neuen Krieg.
Israel weiche einer Friedensregelung im Nahen Osten aus und blockiere den Friedensprozess, sagte Muallem in einem Interview für die Zeitung „Anba Moscu“, die RIA Novosti auf Arabisch herausgibt.
Israels Haltung erhöhe die „Wahrscheinlichkeit eines neuen Krieges in der Region“. In diesem Krieg werde es „weder Sieger noch Besiegte“ geben: „Alle werden verlieren, denn die gegenwärtigen Militärtechnologien ermöglichen, selbst der Konfliktpartei mit höherem Militärpotential riesige Zerstörungen zuzufügen“.
Zu den Aussichten auf eine Regelung zwischen Israel und Syrien sagte Muallem, allen Verhandlungen müsse die Rückgabe der Golanhöhen an Syrien zugrunde liegen: „Das ist kein Gegenstand der Verhandlungen, sondern eine Grundlage für weitere Gespräche“.

Terroraktivitäten im Westjordanland vereitelt

Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) haben am Dienstagmorgen bei einer Kontrolle südlich von Tulkarem im Westjordanland in einem Fahrzeug mit vier palästinensischen Insassen sieben Rohrbomben entdeckt. Spezialkräfte der Armee brachten die Bomben im Anschluss kontrolliert zur Sprengung; die vier Tatverdächtigen wurden zwecks Verhörs verhaftet…

Facebook hilft israelischer Armee

Religiöse Jüdinnen sind in Israel vom Wehrdienst befreit. Deshalb geben sich immer wieder säkulare junge Frauen als strenggläubig aus. Mit Hilfe des sozialen Netzwerkes „Facebook“ hat die Armee in den vergangenen zwei Jahren 1.000 Lügnerinnen überführt.
Ein Militärvertreter teilte am Montag mit, eine Frau habe ihren jüdischen Glauben als Grund für die Wehrdienstverweigerung genannt. Später habe sie über Facebook ein Foto gepostet, auf dem sie die Speisekarte eines nicht-koscheren Lokals in der Hand hält. Eine weitere Kandidatin aktualisierte am Schabbat ihr Profil. Alle überführten Frauen wurden zur Verantwortung gezogen, wie die Tageszeitung „Ha´aretz“ berichtet.
Die Armee hat vor zwei Jahren Ermittler engagiert. Die Einheit wurde in die Abteilung für Informationssicherheit des militärischen Geheimdienstes integriert, heißt es in der offiziellen Wochenzeitung der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte, „Bamahane“. Sie befasst sich nicht nur mit Wehrpflichtigen, die falsche Angaben machen, sondern sucht auch nach Sicherheitslücken im Informationssystem. Dafür durchforstet sie unter anderem Facebook, MySpace und Twitter. Zudem untersuchen die Ermittler die Abschriften von Hunderten Gesprächen ranghoher Offiziere, um sicherzugehen, dass diese nicht ohne Autorisierung mit Journalisten sprechen. Die neue Einheit soll einen Lügendetektor benutzen dürfen, wenn der Verdacht aufkommt, dass Armeeangehörige Informationen haben durchsickern lassen…

Der besten Armee gehen bald die Soldaten aus

Wehrdienstverweigerung entwickelt sich in Israel zu einem ernsten Problem. Der Hauptgrund sind ultra-orthodoxe Juden, die sich aufgrund ihres Glaubens freistellen lassen.
Bevor Ueli Maurer die Auszeichnung für die Schweiz beanspruchte, galt gemeinhin die israelische Armee als die beste der Welt. Mehrmals in ihrer Geschichte obsiegte sie gegen zahlenmässig weit überlegene arabische Gegner. Doch spätestens nach dem Libanonkrieg 2006, der Operation «Gegossenes Blei» 2008/2009 und dem Aktion gegen einen türkischen Gaza-Hilfskonvoi 2010 hat ihr Mythos Kratzer bekommen. Die grösste Gefahr droht heute diesseits der Grenze: Eine wachsende Zahl ultra-orthodoxer Israelis verweigert den Wehrdienst, der eigentlich für alle (nicht-arabischen) Frauen und Männer im Alter von 18 Jahren obligatorisch ist.

Im Jahr 2020 werden 60 Prozent der 18-Jährigen den Militärdienst verweigern, prophezeite der Rekrutierungschef der israelischen Armee, Generalmajor Avi Zamir, am Donnerstag. «Die israelische Armee ist immer noch eine Volksarmee mit einer ziemlich hohen Dienstbereitschaft, aber es gibt einen Riss in der Gesellschaft. Wir müssen verhindern, dass dieser Riss weiter wächst», sagte er laut «Jerusalem Post» anlässlich der November-Aushebung. Aktuelle Statistiken belegen, dass schon heute die Hälfte aller Israelis zwischen 18 und 40 Jahren keinen Armeedienst leisten, sei dies im dreijährigen Grunddienst oder in der Reserve.
Der Hauptgrund für die Zunahme der Wehrdienstverweigerer ist die wachsende Zahl ultra-orthodoxer Juden, die aufgrund ihres Glaubens freigestellt werden. Die «Haredi», wie sie auf hebräisch genannt werden, verbringen ihre Zeit mit dem Studium der Torah. Ein Unterbruch für den Militärdienst kommt für viele nicht in Frage. Da ihre Geburtenrate dreimal so hoch ist wie der nationale Durchschnitt, könnte sich der Aderlass in Zukunft weiter zuspitzen.

Die israelische Armee hat aus diesem Grund einen speziellen Ersatzdienst geschaffen, der auf die Bedürfnisse der Ultra-Orthodoxen zugeschnitten ist. Doch das Interesse war bisher bescheiden. Nur rund tausend Hardedi haben in den vergangenen zwei Jahren von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. 2010 liessen sich zum Vergleich 62 500 Haredi vom Militärdienst befreien…

IDF reagiert auf Phosphorraketen aus dem Gazastreifen

Drei Terrornester wurden am Freitag in Gaza dem Erdboden gleichgemacht. Die israelische Luftwaffe reagierte damit auf zwei Raketenangriffe auf Israel, eine davon mit einer Grad-Rakete. Nach palästinensischen Angaben wurden sechs Menschen bei den Angriffen verletzt. Die Untersuchung der Raketen aus dem Gazastreifen hat ergeben, dass weisser Phosphor hinzugefügt worden war, eine Substanz, deren Gebrauch nach internationalem Recht in zivilen Gebieten verboten ist. Israel reichte bei der UN eine Beschwerde ein. Aussenminister Avigdor Lieberman: „Hier sieht die internationale Gemeinschaft einmal mehr, wie sehr die Einwohner Südisraels in ständiger Angst vor dem Terrorismus leben, der unter der Hamas in Gaza an der Tagesordnung ist.“ Zusätzlich zu den Raketen wurden sieben Mörsergranaten auf Israel gefeuert, verletzt wurde dabei niemand.

Verteidigungsministerium will in die Wüste umziehen

Das Verteidigungsministerium plant, über die nächsten zehn Jahre seine gesamten Informations-, Computer- und Logistik-Einheiten aus der Landesmitte in den Negev verlagern. Der Umzug soll 20 bis 30 Mrd. Schekel (vier bis sechs Mrd. Euro) kosten. Der enorme Aufwand und die hohen Kosten sollen durch Einsparungen, die der Standort mit sich bringt, und der Schaffung neuer Arbeitsplätze wettgemacht werden. Die israelische Armee hat bereits eine Luftwaffenbasis von Lod nach Netafim versetzt und plant, auch sein Trainingslager dorthin zu verlegen. Die Geheimdienst- und Informationsstelle soll nach Shokat verlegt werden, Computerdivisionen in die Nähe der Ben-Gurion Universität.

Israelische Soldaten retten libanesische Oma

Israelische Sicherheitskräfte haben am Wochenende an der israelisch-libanesischen Nordgrenze entdeckt, dass sich eine alte Frau auf der libanesischen Seite des Sicherheitszauns verheddert hatte. Nach Absprache mit den UNIFIL-Soldaten haben die israelischen Soldaten die 80-Jährige Frau zuerst aus dem Minenfeld am Grenzzaun gerettet und schliesslich auf die israelische Seite gezogen. In Israel wurde die Libanesin dann von israelischen Militärärzten untersucht und schliesslich über den Grenzübergang bei Rosch Hanikra in ihr Heimatland übergeben. Der israelische Armeesprecher gab bekannt, dass dafür Sondereinheiten gegen Minenfelder eingesetzt werden mussten. Trotz der Gefahr, dass dies eine Falle der Hisbollah-Terroristen sein könnte, haben sich die israelischen Soldaten für die verlaufene Oma aus dem Libanon voll eingesetzt. Dies ist nicht das erste Mal, dass sich Soldaten für Menschen einsetzten, die formell nicht zu den Freunden Israels zählen. Ob diese Meldung im Ausland Schlagzeilen machen wird, wird im Land und vom Armeesprecher bezweifelt.

Terrorwarnung auf dem Sinai

Der israelische Stab für Terrorbekämpfung hat eine Terrorwarnung für die Sinaihalbinsel veröffentlicht. Glaubwürdigen Informationen zufolge plane eine radikal-islamistische Organisation, die mit der Al-Qaida verbunden ist, dort einen Anschlag.
Alle Israelis, die sich derzeit auf dem Sinai befinden, werden dringend dazu aufgerufen, die Halbinsel so schnell wie möglich zu verlassen und ihre Familienmitglieder über ihren gegenwärtigen Aufenthaltsort in Kenntnis zu setzen.
Offensichtlich habe die Terrororganisation bereits das Ziel für ihren Anschlag ausgewählt.

Israel plant Truppenabzug aus libanesischem Teil von Grenzdorf Gajar

Der israelische Premier Benjamin Netanjahu stellt UN-Generalsekretär Ban Ki-moon am Montag den Plan zum Truppenabzug aus dem nördlichen (libanesischen) Teil des Dorfes Gajar vor.
Das teilte der Radiosender Kol Israel am Sonntag unter Berufung auf dem Premier nahe stehende Personen mit.
Das Dorf, dessen nördliche Hälfte zum Libanon gehört, steht seit dem zweiten Libanon-Krieg 2006 vollständig unter israelischer Kontrolle.
Das Treffen zwischen Netanjahu und Ban Ki-moon ist für diesen Montag in New York angesetzt. In einer Woche, nach der Rückkehr von seiner US-Reise, soll der israelische Premier dem militärpolitischen Kabinett den Abzugsplan zur Bestätigung vorlegen.
Das Dorf Gajar war 1967 von Israel besetzt und in den Jahren 2000 bis 2006 in zwei Teile geteilt worden. Während des Libanon-Feldzugs im Sommer 2006 hatten die israelischen Truppen das ganze Dorf, in dem etwa 2000 Menschen leben, eingenommen.
Die Israelis haben sich wiederholt bereit erklärt, den nördlichen Teil von Gajar zu räumen, jedes Mal aber ihre Entscheidung mit der Begründung verschoben, alle Sicherheitsfragen sorgfältig durchdenken zu müssen.