Sport

IOC warnt vor Boykott von Israelis

Ein Boykott israelischer Athleten widerspricht dem olympischen Geist. Dies betonte das Internationale Olympische Komitee (IOC) angesichts einer Ankündigung aus Algerien, die Sportler könnten möglicherweise in London nicht gegen Kontrahenten aus Israel antreten.
„Es kann aus keinem Grund eine Diskriminierung von Teilnehmern der Olympischen Spiele geben“, teilte IOC-Sprecherin Emanuelle Moreau laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“ mit. „Die Weigerung, wegen der Religion oder Nationalität eines Sportkollegen oder Teams an einer olympischen Veranstaltung teilzunehmen, wäre nicht nur ein unsportliches Verhalten. Es wäre auch ein ernster Verstoss gegen den Ethikcode des IOC, die Grundsätze der olympischen Charta und den Eid der Athleten. Wenn ein Athlet oder Team nicht in der Lage ist, im Geiste von Freundschaft und Fair Play zu den Spielen zu kommen, dann sollten sie zu Hause bleiben.“
Im vergangenen Monat hatte der algerische Kajakfahrer Nasreddine Baghdadi einen Weltcup abgesagt, weil der Israeli Roei Yellin daran teilnahm. Der Präsident des Algerischen Olympischen Komitees, Rachid Hanifi, sagte, alle Algerier könnten sich möglicherweise weigern, in London gegen Israelis anzutreten. „Es besteht eine Verpflichtung, unsere Regierung zu fragen, ob wir Israel im Sport begegnen müssen“, zitierte ihn die Londoner „Times“ in der vorigen Woche. „Unsere Athleten repräsentieren das ganze Land, nicht nur unser olympisches Komitee.“…

Entscheidung im Tiebreak

Seit dem 11. Mai traten sie Tag für Tag gegeneinander an. Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen, doch heute musste die Entscheidung fallen. Der israelische Schachmeister Boris Gelfand (43) und der indische Titelverteidiger Viswanathan Anand (42) spielten am Mittwochnachmittag in der Moskauer Tretjakow-Galerie um den Weltmeistertitel. Am Ende verpasste Gelfand den Titel nur denkbar knapp.
Nach einer dramatischen Serie von zwölf Spielen, von denen zehn unentschieden endeten und jeder Anwärter je einmal siegte, ging die Meisterschaft in die letzte Runde. Ab zehn Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit kämpften Gelfand und Anand in einer Serie von vier zeitlich begrenzten Schnellschachspielen von je weniger als einer Stunde gegeneinander, um den endgültigen Sieger zu ermitteln. Die zweite der vier Schnellpartien gewann der Titelverteidiger nach Aufgabe Gelfands; die übrigen drei Spiele endeten mit einem Unentschieden.
Der Weltmeistertitel ist mit einem Preisgeld von umgerechnet rund 1,2 Millionen Euro verbunden. Der Vizemeister erhält rund 815.000 Euro.

Schach-Weltmeisterschaft: weiter unentschieden

In 12 Spielen tritt bei der Schachweltmeisterschaft in Moskau der israelische Herausforderer Boris Gelfand gegen den amtierenden Weltmeister Viswanathan Anand aus Indien an. Und nach einem Drittel der Partien steht es nach wie vor unentschieden. Bisher hat noch keiner der beiden eines der Spiele mit Bedenkzeit von bis zu sieben Stunden für sich entscheiden können. Für Gelfand, der eher als Außenseiter in das Turnier gestartet ist, ist bereits ein beachtlicher Erfolg, dass auch die vierte Partie am Dienstag noch nicht mit einem Sieg Anands endete. Heute wird die Meisterschaft fortgesetzt. Man darf gespannt sein…

Hapoel Tel Aviv gewinnt Ligapokal

Nachdem Borussia Dortmund am Samstag Bayern München beim DFB-Pokal-Endspiel deklassiert hat, stand am Dienstag die Entscheidung um das israelische Pendant Gvia ha-Medina an.
Der Gewinner der Partie Hapoel Tel Aviv gegen Maccabi Haifa im ausverkauften Stadion in Ramat Gan heißt Hapoel – Endstand war 2:1 nach Verlängerung.
Für Hapoel Tel Aviv ist es bereits der 16. Sieg im Endspiel des Ligapokals und der dritte Sieg in Folge.

Was zählt, ist auf dem Brett

Die Schachwelt mäkelt über den anstehenden WM-Kampf zwischen Weltmeister Viswanathan Anand und Boris Gelfand – zu Unrecht. Heute beginnt in Moskau das Schachereignis des Jahres – der Israeli Boris Gelfand gegen den Inder Viswanathan Anand, ein Zweikampf über zwölf Runden um zweieinhalb Millionen Dollar und den Titel des Weltmeisters.
Da treffen nicht die beiden nach Rangliste stärksten Spieler aufeinander, sagen sie. Der Weltmeister Anand habe seit Längerem kein Turnier mehr gewonnen, sein Herausforderer Gelfand gehe auch schon auf die fünfzig zu. „Beide Finalisten haben zuletzt kaum begeisterndes Schach geboten“, konstatierte am Donnerstag die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Stimmt alles – und doch verfehlt es die Wirklichkeit.
Bei der feierlichen Eröffnung der WM in Moskaus Tretjakow-Galerie, einer Schatzkammer der russischen Kunst, herrschte am Donnerstagabend ein Auftrieb und eine Atmosphäre, wie sie im sonst üblichen Turnhallen-Schach nicht anzutreffen ist. Rachmaninow wurde gespielt. Michail Gorbatschow sass in der ersten Reihe. Ex-Weltmeister Anatoli Karpow war da. Hundert Journalisten drängten sich um die Akteure – keinesfalls nur russische Kollegen, sondern auch Inder, Israelis, Australier, Deutsche und Niederländer.
Die Weltmeisterschaft gilt nach wie vor mehr als jedes noch so exzellent besetzte Turnier. Da ist zum einen die Aura der seit 1886 ausgetragenen Duelle um die Krone, Anand ist erst der fünfzehnte Weltmeister in 126 Jahren. Da ist zum anderen die unumstössliche Tatsache, dass sich nur diese beiden bis ins Finale vorgekämpft haben, während andere, vorgeblich bessere Spieler in den Ausscheidungen unterlagen oder ihnen einfach fernblieben…

Fanprojekt verlost Freikarten für das Länderspiel Deutschland gegen Israel

Das Fanporjekt Leipzig verlost für das Länderspiel Deutschland gegen Israel am 31. Mai in Leipzig 3×2 Freikarten. Um gewinnen zu können, bedarf es der Beantwortung folgender Quizfragen.
Welche deutsche Vereinsmannschaft absolvierte das erste Spiel in Israel?
Welche deutsche Vereinsmannschaft verpflichtete den ersten israelischen Spieler?
Welcher deutsche Nationalspieler trainierte in der Saison 2008/2009 einen israelischen Verein?
Wann fand das erste Länderspiel in Leipzig statt?
Wer war der erste deutsche Spieler in Israel?
Die Lösungen schicken Sie bitte unter Angabe ihres Namens und Ihrer Telefonnummer an folgende E-Mail-Adresse.
fanprojekt-leipzig@outlaw-jugendhilfe.de
Einsendeschluss ist Freitag, der 18.Mai 2012.

Aus für israelischen Nationaltrainer

Der Trainer der israelischen Fussballnationalmannschaft Luis Fernandez hat am Mittwoch das Ende seiner Tätigkeit bekannt gegeben. Der Franzose war Anfang 2010 verpflichtet worden, konnte Israel jedoch nicht zur ersten Teilnahme an der Europameisterschaft 2012 führen.
Sein Vertrag wird in den kommenden Tagen auslaufen und Fernandez wolle ihn nicht verlängern. „In den nächsten Wochen sehe ich mich auch nicht einen anderen Club übernehmen“, zitiert die Tageszeitung „Ha´aretz“ Fernandez im Interview mit „RMC Radio“. Der ehemalige Coach von „Paris Saint-Germain“ habe ein Angebot vom chinesischen Club „Schanghai Schenhua“ erhalten. Fussball stehe derzeit allerdings nicht an der Spitze der Agenda des 52-Jährigen.
Als Resümee seiner Laufbahn in Israel sagte der Franzose: „In der EM-Qualifikationsgruppe hinter Griechenland und Kroatien zu landen, ist nicht zu schlecht mit dem jungen Team, das wird hatten.“
Als Nachfolger werde der derzeit frühere Trainer von „Hapoel Tel Aviv“, Eli Guttman, hoch gehandelt. An Guttmann habe jedoch auch „Maccabi Tel Aviv“ Interesse.

Versöhnlicher Abschluss nach 2:0 gegen Malta

Israels Fussballer haben die Qualifikation zur Europameisterschaft mit einem 2:0-Auswärtssieg gegen Malta beendet. Nach einer frustrierenden „Quali“ feierte das Team von Luis Fernandez einen versöhnlichen Abschluss. Israel liegt im Gesamtklassement auf Rang 3 hinter Griechenland und Kroatien.
In seiner letzten Begegnung als Nationaltrainer experimentierte Luis Fernandez personell noch einmal ein wenig. Malta hatte gegen die nachlässigen Israelis durch Michael Mifsud in der 4. Minute eine Grosschance. Doch nur sieben Minuten später markierte Israel mit einer akrobatischen Aktion von Lior Rafaelov die Führung.


Malta kam zwar immer wieder gefährlich vor das israelische Tor und war dem Ausgleich nahe. Doch Ryan Fenechs Kopfball in der 72. Minute traf nur die Unterkante der Latte. Trotz seiner fahrlässigen Spielweise konnte Israel die Führung über die Zeit bringen und durch das Kopfballtor von Rami Gerschon in der dritten Minute der Nachspielzeit noch erhöhen.
In der Gruppe F qualifizierte sich Griechenland als Gruppensieger mit 24 Punkten automatisch für die Europameisterschaft. Durch ein spätes Tor ihres Stürmers Angelos Charisteas besiegten sie Georgien mit 2:1, nachdem die Gäste bis zur 79. Minute noch in Führung gelegen hatten. Auf dem zweiten Platz beendete Kroatien mit 22 Punkten und einem 2:0-Heimsieg über Lettland die Qualifikation.
Israel kann sich jetzt auf die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2014 konzentrieren, die im September startet. Gegner sind Portugal, Russland, Nordirland, Aserbaidschan und Luxemburg.

Proteste gegen Israel vor Fussballspiel in Istanbul

Es sind undankbare Zeiten für ein Fussballspiel: In Istanbul haben etwa 300 Menschen gegen Israel demonstriert, just vor dem Europa League Spiel zwischen Besiktas und Maccabi Tel Aviv. Die Demonstranten zeigten unter anderem Plakate mit den im vergangenen Jahr von Israel getöteten Teilnehmern der sogenannten Gaza-Hilfsflotte. Der Zwischenfall war Auslöser für die inzwischen äusserst angespannten Beziehungen beider Länder.
Tel Avivs Manager Mordechay Iwanir sagte: “Wir sind ein Fussballteam und wir sind hergekommen, um Fussball zu spielen. Politik interessiert uns nicht. Bislang wurden wir absolut professionell behandelt, wie man es bei einem UEFA-Spiel erwarten kann. Wir danken unsere Gastgebern und allen Beteiligten.” Aus Furcht vor Leuten, die Politik und Sport nicht ganz so fein zu trennen vermögen, wurden die Sicherheitsvorkehrungen rund um das Spiel hochgefahren.
Besiktas Istanbul hat mit 5:1 gegen den israelischen Vertreter Maccabi Tel Aviv gewonnen. Am Sieg beteiligt waren auch zwei ehemalige Bundesliga-Profis. Die Tore zum 1:0 und 2:0 schoss der Ex-Bremer Hugo Almeida. Das Tor zum 5:1-Endstand besorgte der ehemalige Schalker Edu. Die weiteren Tore des Spiels schossen Mehmet Aurelio (2) und Korkmaz für Istanbul, den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer zum 2:1 schoss der Israeli Roi Kehat.

FIFA fordert Rücktritt von Israel-Coach Fernandez

Die Fifa hat Israels Verband angehalten, Teamchef Luis Fernandez mit sofortiger Wirkung seines Amtes zu entbinden. Der Franzose hatte den Posten im Mai letzten Jahres übernommen, nachdem er den katarischen Club Al Rayyan verlassen hatte.
Al Rayyan wirft Fernandez Vertragsbruch vor und erwartet eine finanzielle Entschädigung vom Ex-Coach.
Die FIFA hat Israels Verband nun angehalten, dass Fernandez „alle Aktivitäten den Fussball betreffend einstellen muss“. Präsident Avi Luzon will sich nun in der kommenden Woche mit Fernandez sowie dessen Anwalt treffen, um eine Lösung für das Problem zu finden.