Tourismus

Zum Bildungsurlaub der besonderen Art nach Israel

Während ihrer Ferien im Nahen Osten kann man jetzt in Israel den Umgang mit halbautomatischen Waffen erlernen.
Sommerferien einmal anders: Bei US-Amerikanern ist diese Art von Bildungsurlaub im Nahen Osten beliebt. Sie pilgern nicht nach Israel, um die heiligen Stätten zu besuchen oder in Tel Aviv Party zu machen. Während ihres Urlaubs haben sie nur eines im Sinn: Ihre Treffsicherheit beim Umgang mit Pistolen und halbautomatischen Waffen zu erhöhen.
Diese Gruppe sitzt auf Plastikstühlen und lauscht andächtig dem Vortrag eines Ausbilders auf dem Schliessplatz von „Caliber 3“. Die Firma in der Nähe des Ortes Efrat südlich von Jerusalem hat sich auf Verteidigungs- und Anti-Terrorismuskurse spezialisiert. Die Ausbilder sind meist Angehörige der israelischen Armee oder Ex-Soldaten. Cheftrainer ist Pazi Zafrir, der ehemalige Sicherheitsdirektor der staatlichen Fluglinie El Al.
Das Angebot reicht vom zweistündigen Schnupperkurs für Touristen über mehrtägiges „VIP Protection Training“ bis zu Unterrichtseinheiten, die sich unter dem Titel „First Response Teams“ an Personenschützer richten. Für die Teilnehmer an den Kursen gibt es kein Mindestalter. Egal ob Jung oder Alt, man lernt eben nie aus…

Gordon und Frishman unter den 10 schönsten Stadt-Stränden

Das Internetportal Yahoo! hat zwei Tel Aviver Strände unter die zehn schönsten urbanen Strände der Welt gewählt. Die Strände „Gordon“ und „Frishman“ befinden sich damit in einer Reihe mit Venice Beach in Los Angeles, Ipanema in Rio, South Beach in Miami und Bondi Beach in Sydney.
Über die beiden israelischen Strände steht auf der Seite zu lesen: „Wenn Jerusalem die verantwortungsvolle grosse Schwester in Israel ist, dann ist Tel Aviv die kleine wilde Schwester, mit der man Spaß haben kann. An den warmen Tagen eilen die Tel Aviver an die 13 Strände der Stadt und bevölkern die 13 km am Mittelmeer.
Der Strand Gordon-Frishman in der Nähe des Stadtzentrums ist der Strand, an dem man sich am besten sehen lassen sollte. Strandbars, DJs und Beachvolleyball-Felder ziehen ein kosmopolitisches Publikum an, und an den Wochenenden sollte man schon früh da sein, um einen Platz zu bekommen.“

Rekordbesucherzahlen im Mai

Mehr als 1,4 Millionen Touristen haben Israel in den ersten fünf Monaten dieses Jahres besucht. Das waren 6 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2011. Im vergangenen Mai erreichten die Zahlen ein Rekordhoch.
Mehr als 321.000 Besucher kamen im Mai nach Israel. Das waren 4 Prozent mehr als im gleichen Monat 2010 und 2011, und so viele wie noch nie in einem Mai zuvor. Rund 269.000 der Touristen verbrachten mehr als eine Nacht in Israel, etwa 1 Prozent mehr als im Mai 2011.
Tourismusminister Stas Misezhnikow zeigte sich laut einer Pressemitteilung seines Ministeriums mit den Zahlen zufrieden: „Der anhaltende Anstieg der Touristenzahlen und die neuen Rekorde zeigen, dass Investitionen in die Industrie zu erhöhten Einnahmen in der Wirtschaft führen und Tausende neue Arbeitsplätze schaffen. Vor dem Hintergrund der weltweiten Wirtschaftskrise, wird die Bedeutung von Investitionen in Wachstumsmotoren deutlicher und der Tourismus ist ein zentraler Akteur bei der Erhaltung der robusten israelischen Wirtschaft.“

Rekord-Tag am Ben-Gurion-Flughafen

Der Ben-Gurion-Flughafen hat am letzen Donnerstag trotz der anhaltenden Demonstrationen gegen soziale Ungerechtigkeit einen neuen Rekord verzeichnet: Insgesamt starteten oder landeten dort 62.400 Passagiere in 384 Flügen. Da die meisten von ihnen Israelis oder im Ausland lebende Juden waren, hielten sich die Verzögerungen bei den Sicherheitskontrollen trotz des Ansturms in Grenzen.
Wie die Tageszeitung „Jediot Aharonot“ berichtet, reisten 33.000 Personen ins Ausland. Das beliebteste Ziel war Griechenland, dorthin flogen 7.323 Israelis. In die USA begaben sich 5.894 und in die Türkei 4.433 Passagiere. Mehr als 4.000 Reisende wurden auch bei den Flügen nach Italien, Bulgarien und Frankreich registriert…

„Ökologisches Wunderland“ in israelischer Flussebene

Vom Müllberg zum Naherholungsgebiet: Auf der ehemaligen Müllhalde Hirija am Stadtrand von Tel Aviv soll eine grossflächige Grünanlage entstehen. Ein erster Abschnitt des „Ariel Scharon Parks“ ist bereits eröffnet.
Früher wurden Touristen, die am Flughafen in Tel Aviv anreisten, je nach Windrichtung oftmals von einem unangenehmen Geruch begrüsst. Das soll sich nun ändern: Der Müllberg Hirija wird zu einer Grünfläche ausgebaut, die schliesslich dreimal so gross sein soll wie der Central Park in New York. Der Ursprung der schlechten Luft könnte sich somit in einen Spender der guten Luft umkehren.
Die Israelis nutzten die Ebene zwischen Ramat Gan und Tel Aviv von 1952 bis 1998 als Deponie für Unrat, heisst es in einer Mitteilung des israelischen Außenministeriums. Heute misst der Berg eine Höhe von 60 Metern, das gesamte Gebiet dehnt sich auf eine Fläche von acht Quadratkilometer aus. Der Landschaftspark umfasst somit nicht nur den Müllberg, sondern deckt auch die weiträumige Flussebene des Ajalon ab. An dem Projekt ist unter anderem das Landschaftsarchitekturbüro „Latz und Partner“ aus Kranzberg bei München beteiligt.
Geplant ist ein „ökologisches Wunderland“. Neben Grünflächen soll es ein vielfältiges Angebot von Restaurants und Cafés geben. Zusätzlich sind Sportplätze, ein Amphitheater sowie Informationsstätten, die über die Thematik Gesellschaft und Umwelt aufklären, geplant. Durch die Ansiedlung des Parks in der Flussebene wollen die Planer mögliche Überschwemmungen in Tel Aviv eindämmen, wie es auf der Webseite von „Latz und Partner“ heisst.

Touristenrekord in Bethlehem – Bürgermeister fordert Sanktionen gegen Israel

Aufschwung in Bethlehem: Bethlehem kann bereits jetzt auf eine Rekordzahl von Touristen in diesem Jahr zurückblicken – und die 2750 Hotelzimmer der Stadt im Westjordanland sind über die Weihnachtsfeiertage sämtlich ausgebucht. Grund hierfür sind der Rückgang des Terrors in der Region und eine starke israelisch-palästinensische Zusammenarbeit in der Fremdenverkehrsbranche. In den zurückliegenden elfeinhalb Monaten haben 1.4 Millionen Touristen den überlieferten Geburtsort von Jesus besucht; zur Weihnachtszeit werden noch 90 000 weitere erwartet. Im Vergleich zum Vorjahr stellt dies einen beträchtlichen Zuwachs dar (2009 wurden 70 000 Besucher während der Weihnachtswoche gezählt). Das israelische Tourismusministerium hat einen kostenlosen Pendelverkehr zwischen Jerusalem und der Kleinstadt in den palästinensischen Autonomiegebieten eingerichtet. Die israelische Armee steht in engem Kontakt mit den Oberhäuptern der verschiedenen christlichen Gemeinden, um einen reibungslosen Ablauf des Besucheransturms zu ermöglichen…

Israel wirbt auf internationalem Mode-Kanal

Das israelische Tourismusministerium startet eine grosse Werbekampagne auf dem internationalen Modekanal „Fashion TV“, der in fast allen Ländern der Erde zu sehen ist. Dafür sollen rund drei Millionen Schekel (rund 600.000 Euro) investiert werden. Israel wird darin vor allem als Land mit schönen Urlaubsstränden präsentiert, an denen sich gut aussehende junge Leute vergnügen. Diese Darstellung stösst auch auf Kritik. Demnach sollte Israel weltweit stärker als Heiliges Land mit Jerusalem als religiösem Zentrum werben.

Israel heisst dreimillionsten Touristen willkommen

Am internationalen Ben-Gurion Flughafen nahe Tel Aviv wurde der dreimillionste Tourist in diesem Jahr begrüsst. Der überraschte Gast kam mit einer Maschine aus dem brasilianischen Sao Paulo. Grund zum Feiern gab es für das Tourismusministerium, weil damit der alte Rekord von 2008 gebrochen werden konnte. Tourismusminister Stas Misezhnikov erwartet bis Ende diesen Jahres insgesamt 3,4 Mio. Touristen in Israel.

Schon jetzt mehr Touristen als im gesamten Vorjahr

Das Jahr 2010 ist noch nicht vorüber – doch bereits jetzt steht fest: Für die israelische Tourismusbranche wird es ein gutes Jahr gewesen sein. Wie das Statistische Zentralamt mitteilt, sind in den Monaten Januar bis Oktober 2.87 Millionen Urlauber nach Israel gereist, mehr als im gesamten Jahr 2009.
Nach Einschätzung des Tourismusministeriums werden bei Jahresende etwa 3.3 Millionen Touristen zu verzeichnen sein. Damit wäre auch der bisherige Rekord des Jahres 2008 (3 Millionen Touristen) geschlagen.
2.3 der 2.87 Millionen Urlauber haben sich für mindestens eine Nacht in Israel aufgehalten, was in dieser Hinsicht einen Zuwachs von 22% bedeutet. Fast verdreifacht hat sich mit 129 500 die Zahl der Touristen, die das Land von einem Kreuzfahrtschiff aus besuchten.
Die Einnahmen aus dem Tourismusgeschäft werden im Ministerium allein für den Zeitraum Januar bis August auf umgerechnet mehr als 1.6 Milliarden Euro veranschlagt; das sind 37% mehr als im Vorjahr.

Schwulen-Tourismus in Tel Aviv

Israels Tourismusministerium versucht mit der jüngsten Werbekampagne „Gay Vibe“ die homosexuellen Weltenbummler nach Tel Aviv zu locken. „Der Schwulen-Tourismus ist ein viel versprechender Markt“, meint Pini Shani vom zuständigen Ministerium. „Israel ist ein Reiseziel, das viel zu bieten hat und keiner muss seine sexuelle Neigung im Land verstecken.“ Schon seit 12 Jahren gibt es Gay Pride Paraden in Israel, an denen immer mehr Homosexuelle, aber auch Heterosexuelle teilnehmen. So taten dies in diesem Jahr über 120.000 Menschen. Darüber hinaus veranstaltet Tel Aviv an drei Wochenenden im Jahr sogenannte „Gay Wochenenden“. Ein spezieller Reiseführer listet homofreundliche Hotels und Klubs auf. Welche Stadt für Tel Aviv als Schwulenziel eine Konkurrenz im Nahen Osten darstellt, ist die libanesische Küsten- und Hauptstadt Beirut, die in den letzten Jahren ebenso ein beliebtes Reiseziel für Homosexuelle aus der ganzen Welt wurde. In Israel ist man mit dieser Art Vermarktung des Heiligen Landes nicht unbedingt zufrieden. Daher werden diese Pläne heftig kritisiert. Es ist ein moralisches Dilemma, wie Israel in der Welt dargestellt wird. Die Frage ist, ob wirklich alle Mittel recht sind, noch mehr Touristen nach Israel zu bringen und gleichzeitig einen Segen darstellen?