Wirtschaft

Lebensmittelmesse: Prämien für israelische Aussteller

Fünf israelische Firmen haben Preise bei der Internationalen Messe für Nahrungsmittel (SIAL) in Paris gewonnen. Dort präsentieren vom 17. bis 21. Oktober rund 5.700 Aussteller aus aller Welt ihre Produkte und Innovationen.
Einem Bericht der Tageszeitung „Ha´aretz“ zufolge wurde das Unternehmen „Tempo“ für sein aromatisiertes Bier ausgezeichnet. Die Firma „Sugat“ erhielt einen Preis für ihr natriumarmes Salz. „Olia“ überzeugte die Juroren sowohl durch die Feigenproduktreihe als auch durch eine Mischung aus Knoblauch und Kumquatfrüchten. Der Schokoladenhersteller „Roy“ wurde für Liköre in drei Geschmacksrichtungen und eine originelle Pralinenschachtel gewürdigt. Zudem erhielt das Unternehmen „Sanlakol“ eine Prämie für individuell abgepackte Tomatensossen.
Unter den israelischen Ausstellern stammen in diesem Jahr vier aus dem arabischen Sektor. Zu ihnen gehört die „Nina“-Bäckerei in Haifa, die Mini-Pitas herstellt. Zudem drehte die Araberin Futna Dschabber, die in Israel durch ihre Teilnahme an der Realityshow „Big Brother“ bekannt wurde, im israelischen Messepavillon Werbespots. Sie testete Speisen für einen Film, der im Ernährungskanal ausgestrahlt werden soll. Dschabbers Ehemann führt ein Lokal in Tel Aviv.

Zwei Israelis erhalten US-Wissenschaftspreis

Zwei israelische Physiker gehören zu den zehn Gewinnern der diesjährigen National Medal of Science. Die renommierte Auszeichnung wird Mitte November von US-Präsident Barack Obama im Weißen Haus verliehen.
Bei den beiden aus Israel stammenden Preisträgern handelt es sich um Yakir Aharonov und Amnon Yariv.
Der 78jährige Aharonov lehrt an der Chapman University im kalifornischen Orange County. Er erhält die Auszeichnung für seine Arbeiten zur Quantenphysik (Aharonov-Bohm-Effekt), die ihn zu einer der einflussreichsten Figuren der modernen Physik gemacht haben.
Aharonov erfuhr von dem Preis während eines Heimatbesuchs in Israel. Er bemerkte dazu: „Ich fühle mich sehr geehrt. Dies ist eine wirkliche Auszeichnung, und ich denke, es ist schön, dass endlich jemand von einer kleinen Universität sie bekommt. So viele Leute von großen Universitäten bekommen sie. Das ist schon ein Wandel.“

Yahoo expandiert in Israel

Der Internetkonzern Yahoo will seine Aktivitäten in Israel ausweiten. Er kauft das Unternehmen „Dapper“ mit Sitz in Tel Aviv für umgerechnet rund 35 Millionen Euro. Tel Aviv wird für Yahoo damit zum zweiten israelischen Standort neben Haifa.
„Dapper“ wurde 2006 von Eran Shir und Jon Aizen gegründet. Das Unternehmen vermarktet eine Technologie, die es Werbetreibenden ermöglicht, mit ihrer Online-Werbung möglichst effektiv Kunden zu erreichen. Das gelingt dadurch, dass die Technologie das Verhalten der Kunden analysiert und ihnen zielgruppengerechte Artikel anbietet. Yahoo ist an „Dapper“ interessiert, weil es damit sein eigenes Know-How im Bereich der Online-Werbung vergrössern will.
Die Gründer von „Dapper“ sehen die Übernahme ihres Unternehmens durch Yahoo positiv. Die Zeitung „Jedi’ot Acharonot“ zitiert den Unternehmensgründer Shir mit den Worten: „Ich glaube, wir werden eine wundervolle Reise mit Yahoo haben.“ Er denke mittelfristig bereits über die Suche nach grösseren Räumlichkeiten für den Standort nach, die dem geplanten wirtschaftlichen Wachstum entsprechen werden. 35 Mitarbeiter sind aktuell bei „Dapper“ beschäftigt, aber Shir erwartet, dass nach der Übernahme durch Yahoo die Belegschaft wachsen werde.

Europäische Einführung des neuen NICOM(R) Systems

Cheetah Medical gab heute die europäische Einführung seines neuen NICOM(R) Systems bekannt, das integrierte Pulsoximetrie-Funktionalität (OxiMax(TM) Covidien plc) anbietet. Neben den wesentlichen hämodynamischen Parametern, die u.a. Herzvolumen (CO), Herzschlagvolumen (SV), nichtinvasiven Blutdruck (NIBP), totalen peripheren Widerstand (TPR) und Herzschlagvolumen-Varianz (SVV) umfassen, bietet das neue System eine neuen wichtigen Parameter an: den Sauerstoffversorgungsindex (DO2I).
DO2I ist ein Schlüsselindikator für die Sauerstoffversorgung der Organe und Gewebe, der immer häufiger dazu verwendet wird, um einen Anhaltspunkt für Reanimationsentscheidungen bei septischen, chirurgisch zu behandelnden und anderen ernsthaft kranken Patienten treffen zu können. Es ist das Produkt aus dem Blutvolumen, das das Gewebe versorgt, auch als Herzzeitvolumen bekannt, und dem Sauerstoffgehalt des Blutes. Zusätzlich bietet das NICOM 3.0 nun auch einen benutzerfreundlichen, intuitiven Touch-Screen und echtzeitliche Ereignismarkierungen an, um einen schnellen Beginn der Kontrolle zu ermöglichen. Auch besitzt es Schnittstellen mit anderen kontrollierenden und elektronischen Systemen.

«modu T»: Schlankes Baukasten-Handy

Das israelische Unternehmen modu hat mit dem «modu T» ein Smartphone angekündigt, das Nutzer mit verschiedenen modularen Funktionsaufsätzen lockt.
Diese machen das Gerät beispielsweise zur Kamera oder zum sportlichen Trainingsbegleiter. Das Telefon selbst präsentiert sich mit einem 2,2-Zoll-Display sehr schlank. Laut Hersteller hält das Modell den Guinness-Weltrekord für das «leichteste Touch-Handy der Welt».
Das Gerät wartet mit gängigen Features wie Internetzugang, eingebautem FM-Radio und GPS auf. Als Betriebssystem kommt Qualcomms Brew zum Einsatz, das auch HTC für sein Massenmarkt-Smartphone «Smart» nutzt. Das modu T soll laut Unternehmen nicht zuletzt durch eine hohe Sprachqualität und einen attraktiven Preis punkten. Allerdings gibt es bislang weder zu den Kosten noch dem Starttermin konkrete Angaben.

Israel und Indien bereiten Freihandelsabkommen vor

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Israel und Indien stehen vor einer signifikanten Aufwertung. So haben sich Israels Finanzminister Yuval Steinitz und sein indischer Amtskollege Pranab Mukherjee am Freitag in Washington darauf geeinigt, mit der Vorarbeit für ein Freihandelsabkommen zwischen beiden Ländern beginnen zu wollen.
Steinitz und Mukherjee vereinbarten, dass die Gespräche über die Unterzeichnung eines Finanzprotokolls zur Förderung des Handels zwischen beiden Staaten im November beginnen solle und eine große israelische Wirtschaftsdelegation unter der Führung von Steinitz Anfang 2011 Indien besuchen werde.

Stef Wertheimer erhält Business for Peace Award

Der israelische Industrielle Stef Wertheimer wird den diesjährigen Oslo Business for Peace Award erhalten. Dies gaben die beiden Sponsoren des Preises, die International Chamber of Commerce und der Business for Peace Council, am Donnerstag bekannt. Es ist dies das erste Mal, das ein israelischer Geschäftsmann den Preis erhält, der als die angesehenste internationale Auszeichnung im Bereich er Unternehmensführung gilt. Er wird an Geschäftsleute verliehen, die soziale Verantwortung und ethische Werte wahren und fördern.

Israelische Wirtschaft: Währungsfonds optimistisch

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat für das Jahr 2010 ein Wachstum des israelischen Bruttoinlandsprodukts von 4,2 Prozent prognostiziert. Am Mittwoch veröffentlichte er den zweijährigen „World Economic Outlook Report“. Die Wachstumsprognose für Israel liegt deutlich über den Einschätzungen für die meisten anderen entwickelten Volkswirtschaften, berichtet das Wirtschaftsmagazin „Globes“.

Bemühungen zum Schutz der Hotelanlagen am Toten Meer

Die israelische Regierung bemüht sich derzeit intensiv darum, einen Kompromiss mit dem Unternehmen Israel Chemicals zu finden, um das Fortbestehen der Hotelsiedlung am Ufer des südlichen Teils des Toten Meeres sicherzustellen. Diese ist durch den dort steigenden Wasserstand akut bedroht. Die Dead Sea Works (DSW), eine Tochtergesellschaft von Israel Chemicals, bauen Mineralien in eben jenem südlichen Teil ab, an dessen Ufer die Hotelanlagen liegen. Durch einen Kanal wird ständig salzreiches Wasser eingeleitet.

Bank-Hapoalim-Chef zur israelischen Wirtschaftslage

Der Vorstandsvorsitzende der Bank Hapoalim, Yair Seroussi, hat sich erstmals seit seiner Amtsübernahme in einem Interview zur Lage der israelischen Wirtschaft geäussert. Der Chef von Israels grösstem Geldinstitut lobt darin den das Land auszeichnenden Unternehmergeist. „Was Israel relative Vorteile verschafft, ist der Schmiedeprozess, den wir als Land durchlaufen haben.