antisemitismus

Deutsches Stiftungsgeld für antiisraelische Propaganda?

Ein Artikel über Juden, die das Blut von Christen trinken; antiisraelische Propaganda über einen kulturellen Völkermord an den Palästinensern; Unterstützung einer internationalen Boykott-Aktion: Die Aktivitäten der palästinensischen Organisation Miftah werfen einige Fragen auf – doch das Geld von deutschen Stiftungen fliesst weiter. Ende März ist bekannt geworden, dass die palästinensische Organisation Miftah einen Artikel auf ihrer Internetseite veröffentlicht hatte, in dem behauptet wurde, Juden würden das Blut von Christen für das Pessach-Fest verwenden. Die Anti-Defamation League und das Simon Wiesenthal Center sprachen von „unverhohlenem Antisemitismus“…

Internet: Stichwort „Jude“

Wer Interesse an judenfeindlicher Literatur hat, dem genügt ein Besuch beim grössten Buchhändler der Welt. Auf Amazon.de findet man sehr leicht – Stichwort »Jude« genügt – eine reichhaltige Auswahl an antisemitischen Büchern. Vor allem im Bereich »Marketplace«, auf dem Drittanbieter im Rahmen des Partnerprogramms ihre Angebote einstellen, werden Suchende rasch fündig…

Nachlese: Papstwahl – Um Himmels Willen

An der Wahl des neuen Oberhauptes der katholischen Kirche haben 115 Kardinäle aus aller Welt teilgenommen. Nach nur fünf Wahlgängen ist am 13. März 2013 Kardinal Jorge Mario Bergoglio, der Erzbischof von Buenos Aires, zum neuen Papst gewählt worden. Papst Benedikt hat die christlich-jüdischen Beziehungen gepflegt, auch der neue Papst Franziskus wird die gute Arbeit seiner Vorgänger gegenüber den Juden sicher weiterführen. Aber dennoch sollten wir nicht vergessen, dass als möglicher Nachfolger von Papst Benedikt ein Antisemit im Gespräch war…

Hetze gegen Juden in Ungarn mit Orden belohnt

Das Schneechaos in Ungarn verhinderte zwar die Kundgebungen zum Nationalfeiertag – aber nicht die Auszeichnung mehrerer Antisemiten. «Das Leben normalisiert sich wieder», verkündet Ungarns Regierungschef Viktor Orban auf seiner Facebook-Seite. Dazu gibt es ein kurzes Video mit Schneepflügen und dankbaren Bürgern, die von Rettungskräften vorbildlich betreut werden. Tatsächlich kehrte gestern ein wenig Normalität zurück nach Ungarn. Die Sonne schien zeitweise, die Temperaturen stiegen auf ein paar Grad über null. Doch die Ereignisse der vergangenen Tage werden die Ungarn nicht so schnell vergessen und die Politik wohl noch länger beschäftigen….

Schweiz: Beamter wegen Rassismus gebüsst

Per E-Mail beschimpfte ein hoher Angestellter des Kantons St.Galler die Juden. Dafür wurde der Mann nur zu einer geringen Busse verurteilt. Der Beamte hat in seiner Funktion als Sektionsleiter sowohl mit Bundes- als auch mit Gemeindebehörden zu tun. Die St. Galler Staatsanwaltschaft hat den Beamten des St.Galler kantonalen Baudepartements wegen Rassendiskriminierung zu 90 Tagen bedingt und einer Busse von 25 000 Franken verurteilt. In einem E-Mail von seiner Privatadresse an die israelische Botschaft in Bern hatte der Beamte den gewaltsamen Tod von jüdischen Zivilisten gelobt…

Mursi’s Antisemitismus

Ein drei Jahre altes Video zeigt den heutigen ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi, der in einem Fernsehinterview radikale Äusserungen gegen Israel macht. Den Film hat das amerikanische Medienbeobachtungsinstitut MEMRI auf seiner Homepage veröffentlicht. „Israelisch-palästinensische Verhandlungen sind Zeitverschwendung: Während die Zionisten Zeit schinden und immer grössere Möglichkeiten bekommen, verlieren Palästinenser, Araber und Muslime Zeit. Von den Verhandlungen haben sie nichts.“ Diese Worte äusserte Mursi im September 2010, damals gehörte er zur Führungsriege der ägyptischen Muslimbruderschaft…

Äusserungen eines antisemitischen Bischofs

Der Vatikan wies am Montag antisemitische Kommentare einer rebellisch-tradionalistischen katholischen Gruppe zurück. Bischof Bernard Fellay, Leiter der Gesellschaft des Heiligen Pius X (SSPX), erklärte vor einem Monat, die Juden zählten zu jenen Menschen, die «seit Jahrhunderten Feinde der Kirche» seien. Der Vatikan dagegen liess durch seinen Sprecher Federico Lombardi betonen, dass es unmöglich sei, von den Juden als Feinden…

In der Türkei wird Antisemitismus gesellschaftsfähig

Judenhass ist in der Türkei ein Alltagsphänomen geworden. Obwohl ich in Izmir, der demokratischsten Stadt der Türkei, wohne, wächst auch hier der Antisemitismus. Überall treffe ich auf Judenhasser und Feinde Israels, lausche ihren Vorurteilen auf der täglichen Busfahrt oder beim Besuch eines populären Fast-Food-Restaurants. Nicht wenige von ihnen bewundern Hitler, wünschen sich, er hätte seine „Mission“ zu Ende gebracht und nicht bei sechs Millionen ermordeter Juden aufgehört. Obwohl es mich anwidert, kann ich nichts dagegen unternehmen. Ich gehöre zu einer Minderheit in diesem Land und weiß, dass der Staat meine Rechte nicht schützen will und nicht schützen wird, weshalb es keine gute Idee wäre, darauf zu reagieren.
Ich besuche die zwölfte Klasse eines Gymnasiums. Um hier zu lernen, muss man eine Eintrittsprüfung bestehen. Die Lehrer sind deshalb ausgesprochen gebildet und anständig. Dieses Umfeld hebt sich von der türkischen Gesellschaft positiv ab. Dennoch musste ich diese Woche feststellen, dass sich selbst in diesem Umfeld etwas verändert hat.
In der Türkei muss jeder Schüler, egal ob Muslim oder andersgläubig, den islamischen Religionsunterricht besuchen. Um die Versetzung zu schaffen, muss dieser Kurs erfolgreich bestanden werden. Während einer Schulstunde begann nun der Religionslehrer, über die Operation „Sommerregen“ im Gazastreifen zu sprechen. Einige Schüler fingen an, über Israel zu schimpfen. Sie wurden immer gewalttätiger, und der Lehrer, ein Beamter des türkischen Staates, meinte: „Macht euch keine Sorgen, Israel wird eines Tages zerstört werden, und dieser Tag ist nahe. Alle Juden werden dafür bezahlen!“ Nachdem der Lehrer die Schüler so aufgehetzt hatte, begannen einige Schüler, Hitler zu loben, während andere ihrer Bereitschaft Ausdruck verliehen, die Israelis ins Meer zu treiben…

Der Krieg gegen die Juden

Die anhaltende Kampagne zur De-Legitimierung Israels ist eine logische Folge der tausendjährigen Obsession der christlichen und der muslimeschen Welt mit den Juden. Da Israel der weltweit einzige jüdische Staat ist, und da Zionismus die nationale Befreiungsbewegung des jüdischen Volkes ist, ist Anti-Zionismus, getarnt als spezifische Kritik an der israelischen Politik oder deren Massnahmen, ein Mittel zur Leugnung des jüdischen Rechts auf nationale Selbstbestimmung…

Medienzentrum gegen Antisemitismus im Netz

Die Zionistische Weltorganisation hat eine Medienaufsicht eingerichtet. Damit will sie gegen Antisemitismus im Internet vorgehen.
Die Abteilung heisst „Medienzentrum zur Bekämpfung von Antisemitismus“ und soll ihren Standort in Jerusalem haben. Sowohl Haupt- als auch Ehrenamtliche sollen von dort Webseiten auf antisemitische und antiisraelische Inhalte untersuchen. „Das neue Medienzentrum soll entsprechende Inhalte löschen oder in wichtigen Foren Stellung nehmen“, heißt es in einer Mitteilung der Zionistischen Weltorganisation (WZO).
Die Organisation wurde im Jahr 1897 von Theodor Herzl in Basel gegründet. Der Verband richtet seitdem in unregelmässigen Abständen den „Zionistischen Weltkongress“ aus. An ihm nehmen Juden aus der ganzen Welt teil.