Berlin

Zweites Israel Film Festival Berlin

Vom 20. bis 23. März 2014 findet im Kreuzberger Kino Moviemento das zweite Israel Film Festival Berlin statt. Das Festival würdigt das steigende Interesse von vor allem jungen israelischen Künstlerinnen und Künstlern an Berlin…

Eine hebräische Bücherei in Berlin

Viel konnte man in letzter Zeit vom lebendigen israelischen Leben in Berlin lesen. Einen besonderen kulturellen Beitrag leistet Michal Zamir, die das Projekt „Ha-Sifriya ha-ivrit be-Berlin“ (Hebräische Bücherei Berlin) ins Leben rief…

Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft

Am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin befasst sich Juliane Wetzel mit latenter und offener Judenfeindlichkeit in Deutschland. Die gibt es mitnichten nur bei Neonazis. Seit rund 30 Jahren ergeben Forschungen, dass etwa 20 Prozent der Deutschen gefestigte antisemitische Einstellungen besitzen. Je älter die Menschen, umso höher sind die Werte. Während der Debatte um die Beschneidung zeigte sich bei einer grossen liberalen Wochenzeitung, dass rund 30 Prozent der anonymen Leserkommentare problematische Inhalte vertraten. Geht es um Kritik an israelischer Politik wie bei Günter Grass, liegt der Anteil antijüdischer Kommentare noch höher. Dann nutzt man solch ein Thema als Plattform für antisemitische Kommentare nach dem Motto: Das wird man ja wohl in Deutschland noch sagen dürfen. Antisemitische Vorfälle an letzten Wochenende in Berlin….

Israelisch-Türkische Kammermusikreihe beendet

Mit der Uraufführung der Preisträgerwerke des Kompositionswettbewerbs des Förderkreises der Deutschen Oper Berlin fand am Montag die Kammermusikreihe „Klang der Welt – Zwei Mittelmeerländer Israel und Türkei“ ihren Abschluss. Eine Jury unter Vorsitz des Generalmusikdirektors der Deutschen Oper, Donald Runnicles, hatte zuvor die Einsendungen von Komponisten aus Israel und der Türkei bewertet. Den Ersten Preis (3.000 Euro) erhielt die 1984 geborene israelische Komponistin Na’ama Tamir für das „Oboe Quintet“, den zweiten Preis (1.000 Euro) der 1978 geborene türkische Komponist Meruh Savas für seine Komposition „Mute Voice“. Der Förderpreis des Orchesters der Deutschen Oper ging an die israelische Komponistin Asia Rhodstein…

Warum tausende Israelis in Berlin eine neue Heimat gefunden haben

In den vergangenen zehn Jahren sind Tausende jüdische Israelis nach Berlin gezogen – manche bleiben nur ein paar Monate, andere lassen sich dauerhaft nieder und gründen hier Familien. Das multikulturelle Flair erinnert viele Israelis an ihre Heimat – gleichzeitig lässt es sich an der Spree billiger leben als in anderen europäischen Metropolen. Die Party steigt im zweiten Hinterhof im Berliner Wedding, in einer Fabriketage. In dem weiten Raum haben sich Israelis und Deutsche unentwirrbar zusammengefunden – an der Bar, auf Sofas am Rande des Raums, auf der Tanzfläche, an Café-Tischen. Die meisten sind zwischen 20 und 30 Jahre alt. Der Dielenboden und die Wände aus rotem Klinkerstein geben dem Fest eine warme Atmosphäre. An diesem Donnerstagabend herrscht heitere Stimmung in der Fabriketage. Das Erstaunlichste ist, dass diese Heiterkeit, das Tanzen, das Reden, das Lachen so selbstverständlich wirken, als sei es nie anders gewesen in dieser Stadt. Als hätten Juden und Nichtjuden hier immer genau so miteinander gefeiert…

Provozierende Ausstellung in Berlin: Jüdische Wahrheiten

Wie ein Museum die deutsche Verkrampftheit im Umgang mit Juden durchbrechen will. Die Provokation ist Absicht. Darum gibt es in Berlin derzeit überall Plakate zu sehen, auf denen steht „Die Juden sind an allem schuld“. Mit denen wird auf die neue Ausstellung des Jüdischen Museums hingewiesen. Darum trägt sie den Titel „Die ganze Wahrheit . . . Was Sie immer schon über Juden wissen wollten“. Und darum sitzt während der Öffnungszeiten im letzten Saal ein leibhaftiger Jude in einem Glaskasten. Die Besucher können über Mikrofon mit ihm sprechen und ihm letzte Fragen stellen, die beim Rundgang noch nicht beantwortet wurden oder erst entstanden sind…