Haredim

Corona spaltet Israel

Es sind Videos, die es eigentlich gar nicht geben dürfte. Die kurzen Filme zeigen Synagogen in Israel. Ultraorthodoxe Männer beten oder feiern dichtgedrängt. Sie halten wenig Abstand und tragen keine Masken. Während des sogenannten Lockdowns in Israel müssen auch Synagogen eigentlich geschlossen… Weiterlesen ›

Jerusalem geht auf ultra-orthodoxe Gemeinschaft zu

Ultra-orthodoxe Jerusalemer erhalten von Bürgermeister Barkat unterstützende Massnahmen. Die israelische Hauptstadt fördert damit den Zusammenzug der Haredim. Der Vize-Bürgermeister sieht darin politisches Kalkül. Der Jerusalemer Bürgermeister Nir Barkat hat mit der ultra-orthodoxen Gemeinschaft der Stadt eine Abmachung getroffen. Sie sagt den Haredim weitere…

Gründergeist in Israel

Wenn wenig Verkehr ist, kann man es in 20 Minuten von Tel Aviv nach Bnei Brak schaffen. Sari Roth sagt, ihr kam es lange so vor, als wäre Tel Aviv, das Gründerzentrum am Strand, Lichtjahre entfernt. Roth ist eine ultraorthodoxe Jüdin, eine Haredim, wie sie sich selbst bezeichnen. 2007 hat sie in ihrer Heimatstadt Bnei Brak ein Start-up gegründet. Dort laufen in manchen Strassen die Männer auf der einen, die Frauen auf der anderen Seite, der Sittsamkeit wegen…

Ultra-Orthodoxe wollen nicht bei Frauen sitzen

Auf einem Flug der israelischen Luftlinie El Al von New York nach Tel Aviv haben über hundert ultra-orthodoxe Juden (Haredim) ein Chaos veranstaltet. Sie geweigerten sich neben weiblichen Passagieren Platz zu nehmen. Sie boten säkulären Fluggästen sogar Geld, um Sitzplätze tauschen zu können. Die Folge war…

Belgien: Schule muss umstrittene charedische Schüler unterrichten

Interner Streit unter Ultra-orthodoxen in die Öffentlichkeit gezerrt. Rabbi Moshe Aryeh Friedman ist ein charedischer (ultra-orthodoxer) Jude in Belgien, der wegen seiner virulent anti-zionistischen Ansichten von einem Grossteil der Gemeinden des Landes gesellschaftlich geschnitten wird. Trotzdem gelangte ein belgisches Berufungsgericht zum Schluss, dass die Yesoda-Hatora-Schulen in Antwerpen verpflichtet sei, Kinder Friedmans aufzunehmen. Konkret geht es um sechs der acht Kinder des Mannes, einem anti-zionistischen Aktivisten aus New York, der im Jahre 2006 in Teheran an einer vom damaligen Präsidenten Ahmadinejad organisierten Konferenz von Holocaustleugnern teilgenommen hatte…

Drohbriefe an Oberrabbiner

Der Streit um das Gebet von Frauen an der Westmauer eskaliert. Die israelischen Oberrabbiner Yona Metzger und Shlomo Amar haben Briefe mit Todesdrohungen erhalten. Der Brief am 28. Mai von Tel Aviv aus verschickt und hat ein Bild von einer Pistole beiliegend. Das Büro des Oberrabbinats alarmierte die Sicherheitsdienste und sagte, dass dies das erste Mal sei das Oberrabbiner in Israel bei ihrem Leben bedroht wurden. In dem Brief heisst es, falls es den liberalen Frauen nicht gestattet werde, an der Mauer auf die von ihnen gewünschte Art zu beten, würden die Rabbiner die Leichen von 100 Ultraorthodoxen vor ihrer Tür finden. Ultraorthodoxe werden in den Briefen als „stinkende Parasiten“ diffamiert, deren Ende nahe sei. Die Polizei nimmt die Drohungen ernst und hat eine Untersuchung eingeleitet. Mit den Drohbriefen sei eine rote Linie überschritten worden, hiess es…

Alles koscher

In der israelischen Hightechindustrie dürfen auch ultraorthodoxe Frauen arbeiten – nach strengen Regeln und für einen geringen Lohn. Libby Affen ist Geschäftsführerin bei Matrix, einem der grössten IT-Unternehmen Israels. Als sie gebeten wurde, eine neue Niederlassung aufzubauen, musste die Managerin erst einmal einen Rabbiner einstellen. Lange bevor die anderen Mitarbeiter die Räume beziehen konnten, ging der Geistliche durch die Flure und inspizierte das Unternehmen: Ist die Küche koscher? Sind die Arbeitsplätze nach Geschlechtern getrennt? Und muss garantiert niemand am Sabbat arbeiten? …

Israels Wirtschaftsminister verflucht

Der Wirtschaftsminister von Israel Naftali Bennett hat eine anonyme Botschaft darübererhalten, dass auf ihn der hebräische Fluch „Pulsa de Nura“ gelegt worden sei. „Der Fluch wird in Dein Haus kommen. Du wirst jung nach einem Leben voller Leidensterben“, heisst es im Brief. Die Spannungen zwischen Haredim und dem Habayit Hayehudi Vorsitzenden Naftali Bennett führen, so scheint es, sogar zu extremen Handlungen…