holocaust

Holocaust-Überlebender bedankt sich bei Familie seines Retters – einem Wehrmachtsoffizier

Jahrzehnte nachdem der heute 84-jährige Yisrael Fruman von Wehrmachtsoffizier Gerhard Kurzbach vor der Deportation gerettet wurde, bedankte sich der Überlebende bei Kurzbachs Familie. Möglich wurde dieser Briefwechsel, nachdem Fruman in der Haaraetz einen Bericht über die posthum-Verleihung des Titels „Gerechter unter den Völkern“ an Gerhard Kurzbach im November des vergangenen Jahres gelesen hatte. Er erkannte Kurzbach auf dem Foto, das den Bericht illustrierte, und schrieb dessen Familie einen Brief, worin er Kurzbachs Courage pries: „Liebe Familie Kurzbach! Nächsten Sommer werde ich 85 Jahre alt. Ich habe immer Dankbarkeit gegenüber dem Mann empfunden, der mich vor dem Tode bewahrt hat. Ich verdanke Offizier Kurzbach aus Bochnia mein Leben [..]. In tiefer Dankbarkeit, Yisrael Frumer.“…

Enkels eines SS-Mannes kämpft um Renten für die Überlebenden der Ghettos

Uri Hanoch war 13, als seine Familie 1941 ins Ghetto Kauen (Kaunas) in Litauen gebracht wurde. Im Ghetto arbeitete er als Bote des deutschen Reichsarbeitsministeriums. Unter Einsatz seines Lebens stahl er Bescheinigungen, mit deren Hilfe es vielen Menschen gelang, aus dem Ghetto zu fliehen. Hanoch verlor seinen Vater, seine Mutter und seine Schwester, die ermordet wurden. Er selbst wurde durch eine weitere Arbeit gerettet, die ihm zugewiesen wurde – der Lagerkommandant beauftragte ihn mit der Reinigung seines Büros. 1945 wollte man ihn mit einem Zug ins Konzentrationslager Dachau deportieren, der auf dem Weg bombardiert wurde. Es gelang Hanoch, aus dem Zug zu springen und in den Wald zu fliehen, obwohl er beschossen wurde. Nach Kriegsende wanderte er mit seinem Bruder Dani ins damalige Britische Mandatsgebiet Palästina aus…

Gedenken an Nazi-Opfer in Auschwitz

Auschwitz – Holocaust-Überlebende, Politiker und Jugendliche haben in Auschwitz der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. «Auschwitz ist der schrecklichste Ort in der Geschichte», sagte der israelische Botschafter in Polen, Zvi Raf-Ner…

Internationaler Holocaustgedenktag

Der 27. Januar ist der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus („Internationaler Holocaustgedenktag“). Seit 2005 wird der Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz auf eine UN-Resolution hin als solcher begangen…

Palästinenser wissen, dass Israelis sie nicht töten wollen

Trotz der palästinensischen Vorwürfe, es gäbe einen israelischen Holocaust gegen die Araber, hat eine Umfrage jetzt gezeigt, dass sich die grosse Mehrheit der Palästinenser bewusst ist, dass die Israelis sie nicht töten wollen. Die Umfrage wurde vom palästinensischen Zentrum für Forschung und Umfragen unter palästinensischen Arabern und israelischen Juden durchgeführt.
Die Israelis wurden gefragt, was ihrer Meinung nach das langfristige Ziel der Palästinenser sei. 42 Prozent glauben, die Palästinenser, oder zumindest ihre politischen Vertreter, wollen letztlich das gesamte Land erobern und die jüdische Bevölkerung vernichten.
Auf der anderen Seite wurde den befragten Arabern nicht die Option gegeben, die besagte, dass Israelis Araber töten wollen. Stattdessen war die schlechteste Option für die befragten Araber die Antwort, dass Israel das sogenannte Westjordanland annektieren wolle und der arabischen Bevölkerung ihre Rechte nehmen oder sie ganz vertreiben will.
Diese Diskrepanz machte den israelischen Medienanalysten Dr. Aron Lerner stutzig und so bat er die Agentur PCPSR, die die Umfrage durchgeführt hatte, um eine Erklärung…

Junge Israelis tätowieren sich KZ-Nummern

In Israel sorgt ein neuer Trend für Kontroversen: Die Enkel ehemaliger Holocaust-Überlebender lassen sich deren KZ-Nummern eintätowieren. Total daneben oder nachvollziehbare Respektbezeugung?
Sie sind so jung, dass sie unmöglich die Gräuel des zweiten Weltkrieges haben erleben können. Und doch prangen auf ihren Unterarmen jene unverschnörkelten schwarzen Ziffern, die sich im kollektiven Gedächtnis der Welt eingebrannt haben: die mehrstellige Nummer, mit denen die Nazis die Häftlinge der Konzentrationslager wie Tiere brandmarkten.
Diese Tätowierung wurden die Überlebenden des Holocausts ihr Leben lang nicht mehr los, einige wollten dies auch gar nicht. Nun aber haben die Enkel der Schoah-Überlebenden die KZ-Nummer für sich entdeckt. So ist auf der Innenseite von Eli Segals Unterarm die Nummer „157622“ eintätowiert. „Das gibt mir Kraft“, sagt die junge Frau gegenüber «RTL.de». „Mein Grossvater war ein Held. Seine Geschichte ist ein Teil von mir.“
In Israel, wo jeder zweite Über- 18-Jährige ein Tattoo trägt, denken viele wie Eli Segal. „Das machen immer mehr Jugendliche bei mir“, sagt Tatowierer Poco, der ein Studio in Jerusalem hat. „Weil es eine einmalige Geste ist, seinen Grosseltern Respekt zu zeigen.“…

Reichskristallnacht: Gedenkfeier in Yad Vashem

Jedes Jahr findet in der Jerusalemer Holocaust-Erinnerungsstätte Yad Vashem eine Gedenkveranstaltung anlässlich der Reichskristallnacht statt, die am 9. November 1938 mit ihren schrecklichen Pogromen den Auftakt zur beinahe gänzlichen Vernichtung des deutschen Judentums bildete. Die Schirmherrschaft übernahm dieses Jahr die „Organisation der Juden europäischer Abstammung“ (Irgun Jotzei Merkas Europa). Die meisten der Teilnehmer waren selbst Überlebende der Schoa oder Nachfahren von Holocaustopfern.
Den Auftakt bildete eine Führung durch die Ausstellung „das letzte Porträt“. Hier werden Werke von Künstlern gezeigt, denen es während ihrer Zeit im Konzentrationslager gelungen ist, heimliche Kunstwerke zu schaffen und sie dann zu verbergen. Viele dieser Künstler überlebten den Holocaust nicht. Weitere Höhepunkte der Veranstaltung waren die Kranzniederlegung in der Gedenkhalle, auf deren Fussboden die Namen von 22 Konzentrations- und Vernichtungslagern eingraviert sind und eine bewegende Rede eines Überlebenden sowie ein Rundgang durch eine Synagoge, die Ausstellungsstücke aus zerstörten Gotteshäusern aus Rumänien beherbergt.
Besonders bewegt hat auch das Zeugnis von Sarah. Sie schilderte, wie sie die Reichskristallnacht erlebt hat und auf ihrer Flucht ausgerechnet vom Dach des obersten Gerichtshof mit Dreck beworfen wurde. Mit tränenerstickter Stimme flüsterte sie: „Und dabei dachte ich immer, dass von diesem Ort Gesetz und Recht in die Welt ausgehen!“