Israels Vize-Ministerpräsident Schaul Mofas hat die Haltung Russlands im Syrien-Konflikt scharf verurteilt. Dass der Staat Waffen an das syrische Regime liefere, komme im schlimmsten Fall einer Beteiligung an den Massakern gleich.
Das Schweigen der Weltmächte im Syrien-Konflikt widerspreche aller menschlichen Logik, kritisierte Israels Vize-Ministerpräsident Schaul Mofas in einem Gespräch mit dem israelischen Armee-Radio die Haltung des Westens. Die internationalen Mächte gäben nur «lasche Verurteilungen» ab, anstatt einzugreifen und Assad zu stürzen, kritisierte der Politiker, der auch Chef der gemässigten Kadima-Partei ist.
Schlimmer als das sei jedoch das Verhalten Russlands, betonte Mofas. Das Land liefere weiter Waffen an das mörderische Regime von Assad. Dies sei im besten Fall unverantwortlich, im schlimmsten komme es einer Beteiligung an den Untaten gleich.
Dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad wirft Mofas Völkermord vor. Was heute in Syrien geschehe, sei ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, sagte Mofas.
Auch der israelische Staatspräsident Schimon Peres kritisierte die westliche Haltung im Syrien-Konflikt…
Monat: Juni 2012
Israelische Unternehmen auf der INTERSOLAR
Das Israel Trade Center organisiert auch in diesem Jahr wieder ein kostenloses Matchmaking-Event auf der Intersolar, die vom 13. bis 15. Juni in München stattfindet.
Am israelischen Gemeinschaftsstand in Halle B2, Stand 350, haben Sie die Möglichkeit, israelische Unternehmen aus verschiedenen Technologiebereichen (PV, Solarthermie, Anlagenüberwachung und -steuerung) kennenzulernen und mehr über ihre neuesten Technologien und Ideen zu erfahren.
Das Matchmaking-Event findet die ganze Messe über statt. Sie können schon jetzt im Vorfeld der Intersolar persönliche Termine mit jeder von Ihnen ausgewählten Firma vereinbaren und effiziente Gespräche auf der Messe führen.
Hier finden Sie den Katalog mit den Kurzprofilen der israelischen Firmen, die auf der Intersolar Europe 2012 anzutreffen sind…
Israel und USA halten Dialog zum Counter-Terrorismus
Am Dienstag hat der Stellvertretende Aussenminister Danny Ayalon eine US-Delegation empfangen, die für einen Dialog zum Thema Terrorismusbekämpfung angereist war.
Thema des Dialogs war dabei besonders die Terrorismusbekämpfung in der Region. Die israelische Delegation skizzierte die wichtigsten Herausforderungen, mit denen das Land zu kämpfen hat, namentlich die iranische Verwicklung in den Terrorismus, die Hisbollah, die Hamas und den Palästinensischen Islamischen Jihad.
Die US-Delegation betonte vor allem die Wichtigkeit internationaler Kooperation beim weltweiten Kampf gegen den Terror.
„Gay Pride Week“ in Tel Aviv
Diese Woche ist in Tel Aviv „Gay Pride Week“, und die verschiedenen Events haben bereits Tausende Israelis und Touristen in die Stadt gelockt.
Die Festwoche, die schon am vergangenen Donnerstag eröffnet wurde, hält die Community mit Partys, Diskussionsveranstaltungen und Konzerten Tag und Nacht beschäftigt. Am Freitagabend hatte eine religiöse homosexuelle Organisation sogar zum Kabbalat Shabbat eingeladen.
Heute Mittag um 13.00 Uhr israelischer Zeit setzte sich dann im Meir-Park der „Tel Aviv Pride March“ in Bewegung, der alljährlich den Höhepunkt der Woche bildet. Die Parade findet in diesem Jahr bereits zum 14. Mal statt.
Gericht erlaubt Ausweisung von Südsudanesen
Israel darf südsudanesische Flüchtlinge in ihr Heimatland abschieben. Dies entschied das Bezirksgericht Jerusalem am Donnerstag. Um den Zustrom illegaler Einwanderer aus Afrika zu stoppen, will die Regierung bis Ende des Jahres 20.000 Zelte in fünf neuen Auffanglagern errichten lassen.
Eine Nichtregierungsorganisation hatte Beschwerde gegen die Entscheidung von Innenminister Eli Jischai eingelegt, dass Israel den kollektiven Schutz der Südsudanesen beenden solle. Dies lehnte das Gericht ab. Der Minister begrüsste das Urteil. Er hoffe, dass dies der erste Schritt in einer Reihe von Massnahmen ist, die es es erlauben, Migranten aus Eritrea und dem Nordsudan abzuschieben. Die NGO äusserte hingegen ihr Bedauern. Sie „fürchtet um die Sicherheit und das Wohlergehen der Abgeschobenen, vor allem der Kinder, die an einen gefährlichen Ort geschickt werden sollen“, hiess es laut der Tageszeitung „Ha´aretz“.
Der Südsudanese Chaled, der seit 2007 mit zwei seiner Kinder im Land lebt, sagte: „Ich weiss wirklich nicht, was ich tun soll. Es schickt Menschen und Familien an einen gefährlichen Ort. Ich habe Angst, mit den Kindern dorthin zu gehen. Werden sie an einem solchen Ort eine Zukunft haben?“…
Israels Wassertechnologie soll Entwicklungsländern helfen
Der Generalsekretär der OECD, Angel Gurría, möchte israelische Technologie im Umgang mit der globalen Wasserkrise nutzen. Das sagte er am Mittwoch während eines Treffens bei der israelischen nationalen Wassergesellschaft Mekorot in Tel Aviv. Bei der Besprechung war auch Wasser- und Energieminister Usi Landau dabei.
„Die globale Wasserkrise nimmt zu und die Nachfrage nach Wasser wächst mit einer höheren Rate als die Wachstumsrate der Bevölkerung“, sagte Gurría laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“. „Die OECD sucht nach Wissen, Erfahrung und Professionalität, um das Problem zu lösen.“
Während des Treffens zeigte Mekorot Berechnungen, wonach der durch die Wasserkrise verursachte wirtschaftliche Schaden im Jahr 2050 rund 800 Milliarden US-Dollar erreichen könnte. Diese Berechnungen beziehen sich auf Daten, die besagen, dass 2050 circa 40 Prozent der Weltbevölkerung an der Wasserknappheit leiden wird – vor allem in Afrika, Südamerika und Asien…
Eichmann-Jäger gestorben
Der ehemalige Mitarbeiter des israelischen Geheimdienstes Mossad, Zvi Aharoni, ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Er hatte bei der Ergreifung des Nazi-Verbrechers Adolf Eichmann eine zentrale Rolle gespielt.
Der Sohn des ehemaligen Mossad-Agenten bestätigte, dass sein Vater in England an Altersschwäche gestorben sei. Aharoni ist in Frankfurt an der Oder als Hermann Arendt geboren, floh unter dem Nazi-Regime zuerst nach Grossbritannien und später nach Israel.
Der Leiter des Wiesenthals-Zentrums in Israel, Efraim Zuroff, hob den wichtigen Einsatz Aharonis bei der Festnahme Eichmanns hervor. „Aharoni hat eine ganz wichtige Rolle bei dem Einsatz zur Ergreifung Eichmanns gespielt“, sagte Zuroff der Nachrichtenagentur dpa. Der Agent habe Eichmann noch vor Beginn der eigentlichen Operation 1960 in Argentinien identifiziert.
Der ehemalige Mitarbeiter des israelischen Geheimdienstes hatte den früheren SS-Obersturmbannführer Eichmann im Frühjahr 1960 in Buenos Aires aufgespürt, verhört und nach Israel gebracht…
Muhammad Ali feierte Bar Mizwa mit seinem Enkel
Der berühmte Schwergewichtboxer Muhammad Ali nahm Ende April an der Bar Mizwa seines Enkels in Philadelphia/USA teil. Thomas Hauser, der persönliche Biograph des Boxers, schrieb auf einer Box-Webseite, dass der ehemalige Weltmeister am 28. April 2012 zur Synagoge „Rodef Schalom“ in Philadelphia kam, um bei dem Aufruf zur Thora seines 13-jährigen Enkels, Jacob Wertheimer, dabei zu sein. Er ist der Sohn seiner fünften Tochter Chalia und deren jüdischen Ehemann Spencer Wertheimer. Khalia Ali erzählte Hauser, ihr Vater habe sich in der Synagoge und bei der Bar Mizwa-Zeremonie sehr „angenommen“ gefühlt. „Mein Vater hat diesen Werdegang unterstützt und aus nächster Nähe verfolgt, selbst bei der Thoralesung stand er daneben. Es war meinem Sohn sehr wichtig, dass sein Grossvater mit von der Partie war“, so die 38-jährige Chalia Ali-Wertheimer. Muhammad Ali hat seine Kinder zur Toleranz erzogen und Khalia gab diese Lektionen auch an ihren eigenen Sohn weiter. „Ich wurde als Muslimin geboren und wuchs so auf, aber ich bin heute mehr geistlich als religiös ausgerichtet. Mein Ehemann ist Jude und niemand hat auf Jacob Druck bezüglich der Wahl einer bestimmten Religion ausgeübt. Er wählte selbst das Judentum, denn er fühlt sich im Blut dem Judentum nahe und mit der jüdischen Kultur verbunden.“ Obwohl Muhammad Ali Mitte der 60er Jahre zum Islam übertrat und eine harte Stellung gegenüber dem „weissen Mann“ einnahm, als er im Rahmen der „Nation of Islam“ neben Malcolm X wirkte, wurde er mit den Jahren zu einer Person, die für Toleranz zwischen Menschen und Religionen einsteht.
Vermeintliches UFO über Israel war eine russische Rakete
Ein UFO am Himmel über Israel hat in der Nacht zum Freitag die Menschen in Aufruhr versetzt. Hunderte Israelis riefen Medienberichten zufolge bei den Polizeirevieren an und berichteten, dass sie ein helles Licht am Nachthimmel gesehen hätten. Auch in Armenien und dem Libanon war das Licht den Berichten zufolge zu sehen. Wahrscheinlich habe es sich um einen russischen Raketentest gehandelt, sagte der Vorsitzende der israelischen Astronomie-Vereinigung, Jigal Pat-El, dem Online-Nachrichtenportal „Ynet“.
„Die Rakete ist anscheinend ausser Kontrolle geraten und das, was die Menschen gesehen haben, waren die Reste und das Benzin. Sie hat eine Höhe von bis zu 300 Kilometern erreicht, deswegen konnte sie von so vielen Gegenden aus gesehen werden.“ Russland bestätigte, dass eine Testrakete in der Nähe der südrussischen Stadt Astrachan abgefeuert worden sei.
„Wir haben einen grossen Lichtschweif gesehen, der von einem weit entfernten Punkt im Himmel kam“, sagte ein Mann aus dem Norden Israels laut „Ynet“. „Woher der Lichtschweif genau kam, konnten wir nicht sehen, aber er war riesig und sehr ungewöhnlich.“
Im Dezember 2009 hatte ein blaues spiralförmiges Licht über Norwegen für Aufsehen gesorgt – das sich später als gescheiterter russischer Raketentest entpuppte.
Die israelische Nachfolgerin von Krake Paul: die Giraffe Dova’le
Was ist von der Fussball-WM in Südafrika in Erinnerung geblieben, fragt das Internetportal ynet und gibt zur Antwort, es seien weder die Spiele noch die Vuvuzelas sondern Krake Paul, der den Ausgang aller Spiele mit deutscher Beteiligung sowie den des Endspiels korrekt „voraussagte“.
Nun ist Paul noch im Jahr der WM verstorben, und seitdem wurden die verschiedensten Nachfolger präsentiert.
Ynet jedoch hat sich in Israel auf die Suche gemacht und eine ganz heisse Anwärterin auf den Titel des EM-Orakels 2012 gefunden: Dova´le ist schon 17 Jahre alt und ganze fünf Meter gross. Die Giraffe lebt im Safari-Park in Ramat Gan und interessiert sich den Worten ihres Pflegers zufolge schon immer sehr für Fussball.
Das Team von ynet hat die Giraffe zu den Ergebnissen verschiedener Spiele der anstehenden EM befragt und alles aufgezeichnet – nun bleibt nur noch abzuwarten, ob Dova´le bei der Wahl der Futtertöpfe richtig lag…