Sport

Alles Gute den israelischen Sportlern bei den Paralympics

Heute Abend werden in London die Paralympics eröffnet, nach den Olympischen Spielen das zweite internationale Grossereignis im Sport in der britischen Hauptstadt. Für Israel gehen 18 Sportler und sieben Sportlerinnen an den Start, die in den Disziplinen Strassenradrennen, Rudern, Segeln, Rollstuhltennis, Tischtennis, Schiessen, Schwimmen, Reiten und Leichtathletik antreten werden…

Raisman nach Israel eingeladen

Diasporaminister Yuli Edelstein hat die jüdisch-amerikanische Turnerin Aly Raisman nach Israel eingeladen. Raisman hatte in der vergangenen Woche bei den Olympischen Spielen in London die Goldmedaille im Bodenturnen gewonnen – mit einer Übung, die sie zu den Klängen von „Hava Nagila“ absolvierte…

Ben Sahar kommt zu Hertha BSC

„Mehr Juden ins Kino“ war das Motto des diesjährigen jüdischen Filmfestivals in Berlin. Im Moment scheint es eher zu heissen „mehr Israelis in die Bundesliga“, denn neben Itay Shechter und Almog Cohen wird jetzt auch der israelische Nationalspieler Ben Sahar einen Bundesliga-Club verstärken…

Schabbat wichtiger als Olympia-Eröffnung

Israels Staatsoberhaupt Schimon Peres nimmt am 27. Juli nicht an der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in London teil. Sein Grund: Er will den Schabbat nicht öffentlich entweihen.
Die Eröffnungsfeier wird an einem Freitagabend stattfinden. Peres ist es sehr wichtig, in seiner öffentlichen Position als Staatsoberhaupt den Schabbat , wie auch die jüdischen Speisegesetze, zu wahren. Die Suche nach einem freien Hotelzimmer in Stadionnähe war durch die Sommerspiele vergeblich. Die israelische Tageszeitung „Ha‘aretz“ berichtete ebenso, dass das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Anfrage des Präsidenten ablehnte, ihn am Freitagabend im Olympischen Dorf unterzubringen. Peres, der mit seinen 88 Jahren ein „guter Läufer“ ist, würde ein Hotelzimmer in weiterer Entfernung nicht ablehnen…

Gerangel um italienische jüdische Tennisspielerin

Camila Giorgi soll 100’000 Dollar für eine Einwanderung nach Israel erhalten. Die italienische jüdische Tennisspielerin Camila Giorgi, 20, hat am Montag ihr Spiel um den Einzug in den Viertelfinal des Wimbledon-Turniers mit 2:6 und 3:6 gegen die drittgesetzte Polin Agnieszka Radwanska verloren. Zuvor hatte die Italienerin in dem prestigegeladenen Turnier unter anderem gegen die Russin Nadia Petrova (20) und die Landsmännin Flavia Pennetta (16) gewonnen. Camila Giorgi scheint aber auch ausserhalb des Sportplatzes für Schlagzeilen zu sorgen. So berichtete die Londoner Zeitung «Jewish Chronicle», die Israelische Tennisföderation trage sich mit der Absicht, Giorgi 100’000 Dollar zu offerieren, falls die Sportlerin nach Israel einwandert…

Palästinensischer Fussball-Verband: Keine U21-EM in Israel

Der Palästinensische Fussball-Verband PFA hat die Europäische Fussball-Union (UEFA) aufgefordert, Israel die Gastgeberrolle der U21-EM 2013 zu entziehen. Als Grund führte Dschibril Radschub, der Präsident der PFA, die Inhaftierung palästinensischer Fussballspieler ohne Gerichtsbeschluss an.
In einem Brief an UEFA-Präsident Michel Platini äusserte sich Radschub besorgt über drei Spieler: den palästinensischen Mittelfeldspieler Mahmud al-Sarsak, den Olympia-Torwart Omar Abu Rois und Ramallah-Spieler Mohammed Nimr. Alle drei seien in Israel ohne Anklage inhaftiert. „Wir sind zutiefst besorgt über die Situation unserer Fussballspieler. (…) Wir bitten Ihre Exzellenz, Israel nicht die Ehre zu geben, Gastgeber der nächsten UEFA-U21-Meisterschaft 2013 zu sein“, schreibt Radschub in dem Brief an Platini mit dem Datum vom Dienstag. Dieses Schreiben liegt der französischen Nachrichtenagentur AFP vor.
Von der UEFA gibt es nach Angaben der Agentur derzeit noch keinen Kommentar dazu…

Gilad Schalit wird Sportkolumnist

Nach fünf Jahren Gefangenschaft ruft nun die weite Welt des Sports: Gilad Schalit schreibt zukünftig Sportkolumnen für die israelische Tageszeitung „Yediot Aharonot“. Damit münzt der 25-Jährige seine Begeisterung für Sport in eine berufliche Tätigkeit um. Der ehemalige Soldat erlangte als Gefangener der Hamas weltweite Bekanntheit.
Für seine neue Tätigkeit kommt Schalit in der Welt herum: Zunächst geht es nach Miami, um am kommenden Sonntag die Finalspiele der amerikanischen Basketball-Meisterschaft (NBA) zu besuchen und Spieler zu treffen, berichtet die Tageszeitung „Jerusalem Post“. Danach reist er nach Kiew zu den Finalspielen der Fußball-Europameisterschaft.
Die Jahre zuvor gestalteten sich für Schalit weniger angenehm: Während seines Wehrdienstes, den er im Juli 2005 antrat, entführte ihn die Terror-Organisation Hamas Ende Juni 2006 in den Gazastreifen. Über fünf Jahre war er ihr Gefangener. Am 18. Oktober 2011 kam er im Austausch für 1.027 Palästinenser frei, die in israelischer Haft saßen.
„Vor ein paar Monaten war er ein Gefangener der Hamas, jetzt besucht er die Finalspiele der NBA“, freut sich Arik Henig. Der in Israel bekannte Sportkolumnist von „Yediot Aharonot“ hat das Engagement Schalits eingefädelt. „Ich glaube nicht, dass es noch jemanden in der Welt gibt, der sowohl die Finalspiele der NBA als auch der Europameisterschaft besucht. Er wird Spieler treffen und es lieben, David Stern (seit 1984 Kommissar der NBA) zu interviewen.“…