Literatur

Orientalische Traumgestalt

Ihre Themen waren jüdisch, ihre Phantasie orientalisch, aber ihre Sprache war deutsch, ein üppiges, prunkvolles, zartes Deutsch«, schrieb der Arzt und Dichter Gottfried Benn über seine zeitweilige Geliebte Else Lasker-Schüler…

Israel – Literatur jenseits der Klischees

Die israelischen Siedlungen in der Westbank gelten als Haupthindernis für den Nahost-Friedensprozess. Ein heikles Terrain für einen erfolgreichen Roman. Doch Assaf Gavron ist das gelungen. „Meine Bücher sollen in erster Linie unterhalten“, sagt der israelische Autor Assaf …

Iwrit am Alpenrand

Sechs israelische Autoren lesen beim Literaturfest in Zürich und Hohenems. Zwischen Zürich und dem österreichischen Hohenems liegen ungefähr 90 Kilometer. Sechs Schriftsteller aus Israel werden diese Distanz am kommenden Wochenende literarisch überbrücken, denn da findet ein gemeinsames israelisches Literaturfest statt – der Titel: »IsraeLiteratur«…

Elegante Liebeserklärung und Kritik an Israel

Diana Pinto, Tochter italienischer Juden und Historikerin aus Paris, hat eine Art Porträt des Landes Israel vorgelegt. Es liest sich als Liebeserklärung und Kritik. Die zentrale These der Autorin: Israel ist umgezogen – wenn nicht physisch, so doch geistig. Israel ist ein Land so voller Widersprüche, dass es einen Autor zerreissen kann: hier das junge, dynamische und technologisch moderne Israel, eine Heimstätte für die Juden – dort die dunklen Seiten: Defizite in der Demokratie, Besatzung der palästinensischen Gebiete, jüdischer Extremismus. Diana Pinto, Tochter italienischer Juden und Historikerin aus Paris, ist ein gutes Beispiel für diese Zerrissenheit…

»Ich will kein Disneyland-Judentum«

Die französische Historikerin Diana Pinto über Israels Wandlungen und moderne jüdische Diaspora-Identität, „Israel ist zersplittert wie ein kubistisches Gemälde“. Diana Pinto ist Historikerin und lebt in Paris. Die 1949 geborene Tochter italienisch-jüdischer Eltern hat in Harvard promoviert und dort sowie in Budapest und Potsdam geforscht. Als Beraterin des Europarats hat Pinto nach dem Zusammenbruch des Kommunismus Programme zur Förderung der Zivilgesellschaft in den ehemals sozialistischen Ländern entwickelt. Ihr Buch »Israel ist umgezogen« ist vor wenigen Wochen auf Deutsch bei Suhrkamp erschienen…

Israel diskutiert über einen „jüdischen Kanzler in Deutschland“

Deutschland ist bereit für einen jüdischen Kanzler. Dieser Meinung ist der britische Journalist und Autor David Crossland. In seinem Politik-Thriller „Der jüdische Kandidat“ greift er dieses Thema auf. In Israel sorgt der Roman für heftige Diskussionen. Es geht um eine Neo-Nazi-Verschwörung, bei der der erste jüdische Kanzler-Kandidat Rudolf Gutman ermordet werden soll. Erzählt wird der temporeiche Thriller aus der Sicht eines Londoner Zeitungs-Reporters, der zufällig auf die Verschwörung stösst. „Der jüdische Kandidat“ spielt im heutigen Deutschland und konzentriert sich auf die Welle rechter Gewalt seit der Wiedervereinigung 1990 und das Scheitern der Regierung, diese Gewalt einzudämmen. Damit greift Crossland in seinem Roman zwei aktuelle Themen auf: Einerseits geht gerade der Bundestags-Wahlkampf in die heisse Phase. Andererseits haben in München kürzlich die Prozesse der Überlebenden des „Nationalsozialistischer Untergrunds“ (NSU) begonnen…