orthodoxe

Religiöse Juden dürfen verspätet zur Arbeit kommen

Religiöse Juden, die die Gebote achten, dürfen in den nächsten Wochen mit ministerlichem Segen zu spät zur Arbeit kommen. Sie müssen die fehlende Arbeitszeit aber möglichst schnell nachholen, erklärte Wirtschaftsminister Naftali Bennett. Er entschärfte damit einen Konflikt, der durch das Hinausschieben des Endes der Sommerzeit entstanden war…

Mit Trillerpfeifen an der Kotel

Mit Trillerpfeifen haben orthodoxe Juden heute an der Klagemauer die Gebete der „Frauen der Mauer“-Bewegung gestört. Die Reformjüdinnen trugen dabei Gebetsmäntel und Gebetsriemen und lasen aus der Tora. Die Orthodoxen halten das für gotteslästerlich, da dies den Männern vorbehalten sei…

Ultraorthodoxe demonstrieren gegen Militärdienst

Rund 30.000 Ultraorthodoxe haben am Donnerstagabend in Jerusalem gegen die Einberufung von Talmud-Studenten zum Militärdienst demonstriert. Die Proteste vor dem Einberufungsbüro wurden rasch gewalttätig, auf Polizisten und Soldaten flogen Steine und Flaschen. Acht Polizisten erlitten Verletzungen, zehn Randalierer wurden vorläufig festgenommen. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein. Der Anführer der radikalen Ultraorthodoxen, Rabbi Shmuel Auerbach, unterstrich in einer Ansprache, es werde beim Militärdienst keine Kompromisse mit der Regierung geben: „Wir stehen gegen diese Beschlüsse wie eine Wand.“ Die neue Regierungskoalition hatte darauf gedrängt, dass die Lasten innerhalb der israelischen Gesellschaft gerechter verteilt werden. Es könne nicht sein, dass ein Teil des Volkes drei Jahre Militärdienst leiste, während ein anderer Teil sich ausschliesslich dem Studium der Heiligen Schriften widme und von staatlicher Hilfe lebe…

Orthodoxe Autonomie in Israel?

Wollen sich Israels orthodoxe Juden selbständig machen? Die ultra-orthodoxe Zeitschrift Modia kündigte diese Woche in ihrer Ausgabe an, dass sie über eine orthodoxe Autonomie im Staat Israel nachdenkt. In dem jüngsten Aufruf der Zeitung, die der ultra-orthodoxe Knessetpartei Vereinte Thora gehört, fordert sie eine unabhängige Führung in Sache Religion, Wirtschaft, Gesetz und Werte innerhalb der staatlichen Grenzen Israels. Gemäss der Zeitschrift ist dies das Resultat der Furcht einiger Orthodoxen, dass Israels neue Regierungskoalition den empfindlichen Status Quo zwischen der säkularen und orthodoxen Bevölkerung Israels antasten wird…

Streit, Ängste und Zuversicht

Viele israelische Siedler befürchten, der amerikanische Präsident könnte einen Siedlungsstopp fordern. Zugleich aber sorgt die Zusammensetzung der neuen israelischen Regierung in Siedlerkreisen für Zuversicht. Streit gibt es aber auch unter arabischen Christen und Muslime…

Orthodoxe drohen mit Kampf gegen die neue Regierung

Israels ultra-orthodoxe Juden sind in heller Aufregung. Orthodoxe Juden drohen, den Staat Israel finanziell zu boykottieren, wenn die neue Regierung die orthodoxe Thora-Welt auch nur antaste. Dies meldete die orthodoxe Zeitschrift Peles. „Die gesamte Orthodoxie in Israel und im Ausland vereint sich im Kampf gegen die neue Regierung, die Krieg gegen die Thora-Welt und die gläubige Gemeinschaft (Orthodoxe) ankündigte.“….

Israels 33. Regierung: kleiner und ohne Orthodoxe

Israels 33. Regierung wird in der nächsten Woche, noch vor dem Besuch des amerikanischen Präsidenten Barack Obama, vereidigt. Diese Koalition wird wahrscheinlich 68 Knessetsitze von 120 zählen: Likud Beteinu 31, Jesch Atid 19, Beit Jehudi 12 und Ha´tenoa (Zippi Livni) 6. Mit der Kadima-Partei von Schaul Mofas würde Netanjahu noch zwei Sitze hinzu gewinnen, aber zurzeit will Netanjahu Mofas nicht in seine Koalition einladen. Auch wird die Regierung nicht mehr als 21 Minister zählen, worauf Jesch Atid-Chef Yair Lapid bestanden hatte…

Anti-zionistischer Rabbi: 100 Euro für Verzicht auf Wahl

Mehr als zehntausend ultra-orthodoxe Juden haben am Sonntagabend in Jerusalem gegen den Staat Israel und die heutigen Neuwahlen demonstriert. Hauptredner war der New Yorker Rabbiner Salman Leib Teitelbaum von der weltweit grössten chassidischen Bewegung „Satmar“. Vor einigen Wochen hatte der Rabbi jedem Israeli, der nicht wählen geht, 100 Dollar versprochen. Die Massen, hauptsächlich Männer, Kinder und nur wenige Frauen, versammelten sich im ultra-orthodoxen Viertel Mea Schearim auf dem „Schabbat“-Platz, um Teitelbaum zu hören. Über den Platz waren Banner gespannt, auf denen Verse aus der Torah zu lesen waren. Auf Schildern befanden sich Hinweise darauf, dass die Teilnahme an den Wahlen laut der Torah verboten sei…